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Ostprignitz-Ruppin Dorf feiert seine Wiederbesiedlung
Lokales Ostprignitz-Ruppin Dorf feiert seine Wiederbesiedlung
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00:17 24.08.2016
Kleine Jubiläum auch am Glockenstuhl: Er wird 160. Quelle: privat
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Lellichow

Mit einem Sommerfest wollen die Lellichower am Sonnabend, dem 27. August, an die Wiederbesiedlung ihres Ortes vor 240 Jahren erinnern.

Nachweislich in Urkunden erwähnt wurde der Ort bereits im Jahr 1307 als „Lelechowe“ oder auch „Lelecow“. Das Dorf stand bis 1438 unter markgräflicher Herrschaft und gehörte zur Vogtei Fretzdorf. Aus heute nicht mehr bekannten Gründen wurde Lellichow dann aber entvölkert. Die Siedlung lag wüst.

Erst rund 300 Jahre später forcierte die preußische Landesregierung unter Friedrich II. die Wiederbesiedlung der Feldmark Lellichow. Dazu erteilte der König der Herrenhuter Brüdergemeinde 1763 die Konzession zur Errichtung einer Kolonistensiedlung.

Die Herrnhuter Brüdergemeine geht auf die böhmische Reformation zurück und versteht sich bis heute als überkonfessionell-christliche Glaubensbewegung. Im Zuge der Gegenreformation kamen ab 1722 „Böhmische Brüder“ überwiegend aus Mähren in die Oberlausitz. Aufgrund von Repressalien im Königreich Sachsen zog es eine Reihe von ihnen weiter nach Preußen – unter anderem nach Berlin – und durch halb Europa bis nach Übersee.

In Lellichow fassten die Herrenhuter allerdings nicht Fuß. Sie gaben die 1763 erteilte Konzession zurück. Erst 1776 wurde das Dorfes von Kolonisten aus Ruppin und Mecklenburg wiederbesiedelt.

Die Lellichower besaßen, so weit bekannt, nie eine Kirche. Sie besuchten die in Teetz. Allerdings gibt es einen frei stehenden Glockenstuhl, der gerade 160 Jahre alt ist. Noch ein Grund zum Feiern.

Am kommenden Sonnabend will man also bei Musik, Essen und Getränken auf der Festwiese zusammenkommen und bis in die frühen Morgenstunden feiern – falls das Wetter mitspielt. Auch die im vergangenen Jahr angeschaffte Kegelbahn soll dazu wieder aufgebaut werden.

Von Alexander Beckmann

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