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Dorf fühlt sich vom Busverkehr abgeschnitten

Herzberg Dorf fühlt sich vom Busverkehr abgeschnitten

Die mehr als 600 Einwohner in Herzberg (Ostprignitz-Ruppin) fühlen sich vom Busverkehr abgeschnitten. Denn immer wieder haben Schulkinder Probleme, am Nachmittag mit dem Bus nach Hause zu kommen. Die Herzberger haben deshalb fast 400 Unterschriften gesammelt. Doch haben sie überhaupt eine Chance auf Besserung?

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Der Plusbus fährt zwischen Neuruppin und Rheinsberg sowie zwischen Neuruppin und Kyritz.

Quelle: Peter Geisler

Herzberg. Die Herzberger haben eine Initiative gestartet, damit der sogenannte Plusbus künftig auch in ihrem Dorf hält. Der Plusbus verkehrt wochentags im Stundentakt zwischen Neuruppin und Rheinsberg. „Die 640 Einwohner von Herzberg wollen von dieser Linie nicht länger abgeschnitten sein“, sagt Gemeindevertreterin Dörthe Hering. Derzeit komme es immer wieder vor, dass Herzberger Schüler, die in Rheinsberg zur Schule gehen, am Nachmittag in Schönberg abgeholt werden müssten, weil kein Bus nach Herzberg fährt. Herzberger, die indes in Neuruppin zur Schule gehen, säßen oft in Wulkow fest, so Hering. Problematisch sei zudem, dass Herzberger, die mit dem Bus nach Lindow zum Einkaufen fahren, von dort nicht wieder mit dem Bus zurück kommen. „Der Busverkehr ist ein großes Problem bei uns“, betont die Gemeindevertreterin.

Kann der Plusbus auch nach Herzberg fahren?

Die Herzberger haben deshalb in den vergangenen Wochen 387 Unterschriften für eine bessere Busanbindung ihres Ortes gesammelt. Lindows Amtsdirektor Danilo Lieske hat dafür Verständnis. „Kann der Plusbus nicht regelmäßig einen Abstecher nach Herzberg machen?“, fragt Lieske und bat jetzt den Kreistag, dass dies geprüft werden sollte.

Doch die Chancen für eine Anbindung von Herzberg an die Plusbus-Linie Neuruppin – Rheinsberg stehen schlecht. „Das geht nicht“, sagte Ulrich Steffen, Chef der kreiseigenen Busgesellschaft ORP. Denn die Busse haben in Rheinsberg lediglich eine Wendezeit von zehn, zwölf Minuten. Das reicht nicht aus für einen Abstecher nach Herzberg. Denn die Busse müssen den Stundentakt einhalten werden. Dennoch könnten mehr Busse als bisher Herzberg anfahren, so Steffen – aber nur, wenn die Busgesellschaft dafür vom Kreis den Auftrag und auch das Geld erhalte. „Das ist alles Steuergeld. Damit müssen wir sorgsam umgehen“, betonte Steffen. Schließlich schreibt die Busgesellschaft trotz unerwarteter Mehreinnahmen von 300 000 Euro im vergangenen Jahr rote Zahlen. Diese lagen 2015 bei 840 000 Euro (die MAZ berichtete).

Buschef bietet Gespräch an

Gleichwohl spricht sich Freke Over, der Fraktionschef der Linken, dafür aus, dass der Kreis bei der ORP mehr Busverkehr bestellen sollte. Dann könnten vielleicht auch an den Wochenenden Busse in die Dörfer fahren. Davon würde nicht allein Herzberg profitieren, sondern beispielsweise ebenfalls die Rheinsberger Ortsteile. Auf diesen Vorstoß ging jedoch beim Kreistag niemand ein. Allerdings versprach Bus-Chef Steffen, sich noch einmal mit der Verkehrssituation in Herzberg zu beschäftigen. In zwei, drei Wochen will Steffen dann mit Herzbergs Bürgermeisterin Michaela Wolff und Gemeindevertreterin Dörthe Hering über mögliche Verbesserungen reden.

Von Andreas Vogel

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