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Ostprignitz-Ruppin Dorf will bei Straßenbeleuchtung mitreden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Dorf will bei Straßenbeleuchtung mitreden
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11:14 04.09.2016
Ortsvorsteher Will Dorn hatte viel zu moderieren. Quelle: Alexander Beckmann
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Gantikow

Im „Café Gantikow“ waren am Freitagabend zur Ortsbeiratssitzung wirklich alle Stühle besetzt. Dabei stand das Thema, zu dessen Diskussion sich da fast die Hälfte der Dorfbevölkerung versammelt hatte, an diesem Abend gar nicht offiziell auf der Tagesordnung. Die neue Straßenbeleuchtung bewegt die Gemüter. Vor allem wollen die Gantikower die Chance zur Mitsprache auf keinen Fall verpassen.

Im Frühjahr hatte die Kyritzer Stadtverwaltung die Erneuerung der schätzungsweise 50 Jahre alten Beleuchtungsanlage ins Gespräch gebracht und einen Fachplaner um Rat gefragt. Der schlug vor, in dem Zuge die Zahl der Straßenlampen von derzeit etwa 30 auf über 70 zu erhöhen.

„Die hohe Zahl hat Unmut hervorgerufen“, formulierte der Ortsvorsteher Willi Dorn es am Freitag vorsichtig. Im Dorf bezweifelt man nachdrücklich, dass so viele Lampen nötig sind. Schließlich müssen die Bewohner 70 Prozent der Baukosten tragen.

Willi Dorn hat selbst schon den Rotstift angesetzt und kam auf 60 Laternen. Andere Gantikower sind überzeugt: „Wir können noch viel mehr sparen, wenn wir wollen.“ Wo stehe denn, dass die Straßenbeleuchtung unbedingt der Industrienorm entsprechen muss? „Dann sind eben mal zehn Meter dazwischen, wo nicht so richtig Licht hinkommt.“ Ein Problem hätten die meisten Gantikower damit nicht.

Stimmen, welche die Notwendigkeit des Neubaus insgesamt in Frage stellten, blieben Einzelmeinungen. Leitungen, Masten und Lampen seien seit Jahren marode. Da war man sich weitgehend einig. „Klar brauchen wir neue Lampen – bloß nicht so viele.“

Wo genau eine Laterne nötig ist und wo nicht, das will man nun am kommenden Freitag (20 Uhr, Dorfstraße) bei einer Ortsbegehung klären. Zur nächsten Ortsbeiratssitzung hat sich nämlich das Bauamt samt Fachplaner angekündigt. Und dann wollen die Gantikower eigene Vorschläge unterbreiten können.

Christiane Wettstaedt, Ortsbeiratsmitglied im benachbarten Vehlow, berichtete von den dortigen Erfahrungen mit dem Beleuchtungsbau und machte den Gantikowern Mut: „Sie haben volles Mitspracherecht, denn Sie sind nicht an Fördermittel gebunden. Nutzen Sie das, und zwar bevor der Planer sich an die Arbeit macht!“

Von Alexander Beckmann

Der Vorschlag eines Abgeordneten, das neue Regenwasserbecken an der Graf-von-der-Schulenburg-Straße aus Sicherheitsgründen einzuzäunen, fand im Kyritzer Bauausschuss wenig Unterstützung. Man könne doch nicht alles einzäunen, nur um jede Gefahr auszuschließen, hieß es unter anderem.

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