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Dorffest mit Rekordblechkuchen

Blesendorf Dorffest mit Rekordblechkuchen

Kräftig gefeiert und geschlemmt durfte am Samstag wieder in Blesendorf werden. Beim diesjährigen Dorffest gab es neben einem 2,40 Meter langem Blechkuchen auch eine weitere Attraktion, die in den kommenden Jahre fortgesetzt werden soll: ein Thema. In diesem Jahr drehte sich alles um die Kartoffel und die hatte es mit kniffligen Aufgaben ganz schön in sich.

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Kaum angeschnitten, schon stürzten sich die Gäste auf das 2,40 Meter lange Kuchenblech und genossen sechs Kuchensorten.

Quelle: Fotos: (3) Christian Bark

Blesendorf. Wie man im Kleinen ganz groß feiert, das haben die Blesendorfer bei ihrem Dorffest am Bürgerzentrum auch in diesem Jahr wieder bewiesen. Zwar fiel die Party am Samstag nicht ganz so groß und aufwendig aus wie im vergangenen Jahr, als das Dorf seinen 725. Geburtstag gefeiert hatte. Dafür fanden aber auch diesmal wieder zahlreiche Gäste aus dem Ort und der Umgebung zum Platz vor dem Bürgerzentrum. Auf mehr als 150 schätzte Ramona Pomerneke die Zahl der Besucher. Sie ist Vorsitzende des Blesendorfer Kegelsportvereins, der das Fest wieder mit auf die Beine gestellt hatte.

Es spielte das Blasorchester Löcknitztaler Musikanten

Es spielte das Blasorchester Löcknitztaler Musikanten.

Quelle: Christian Bark

„Der Verein und die Feuerwehr haben wieder fleißig organisiert, und die Blesendorfer haben mitgeholfen“, lobte der Ortsvorsteher Wolfram Hlouschek – zum Beispiel beim Vorheizen des alten Backofens im Bürgerzentrum. In dem hatte der Verein zunächst Fleisch gegart, was kurzzeitig Besuch von einer ganz besonderen kulinarischen Attraktion bekam: einem 2,40 Meter langem Blech mit sechs verschiedenen Kuchensorten. „Das Blech ist eine Spezialanfertigung“, teilt das Vereinsmitglied Ines Lehmann mit.

Kaum war der Rekordkuchen aus der Backstube in den Saal des Bürgerzentrums gestellt und angeschnitten worden, lockte der frische Duft von Bienenstich, Streusel-, Pflaumen-, Heidelbeer-, Sauerkirsch- und Stachelbeerkuchen die Festgäste ans Blech. Es dauerte keine zehn Minuten, da waren vom Meisterwerk Blesendorfer Backkunst nur noch Bruchstücke übrig.

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Es wurde gespielt, geschlemmt, gefeiert und getanzt. Zum Blesendorfer Dorffest waren am Samstag zahlreiche Gäste aus dem Ort und der Umgebung gekommen.

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Der Kuchen war nicht die einzige Attraktion des Dorffestes. Während es sich viele Gäste bei Getränken und Speisen zur Musik des Löcknitztaler Blasorchesters gutgehen ließen, lösten andere knifflige Aufgaben mit Kartoffeln. Sie bauten Kartoffeltürme (die Höhe war dabei entscheidend), warfen die Knollen gezielt in Behälter und schälten zentimeterlange Kartoffelschalen.

Thema rund um die Kartoffel

„Erstmals hat unser Dorffest nun ein Thema“, freut sich Ramona Pomerneke. „Das haben wir uns bei Christdorf abgeschaut“, gab Wolfram Hlouschek zu. Dort gebe es auch immer einen thematischen Schwerpunkt.

Wer baut den höchsten Turm aus Kartoffel

Wer baut den höchsten Turm aus Kartoffel? Diese Aufgabe erwartete die Gäste an einer der Mitmachstationen.

Quelle: Christian Bark

Die Blesendorfer wollen das auch beim nächsten Dorffest wiederholen. Der Ortsvorsteher stellte zufrieden fest, dass die Kartoffeln auf großes Interesse stießen. Zum Beispiel beim Quiz rund um das Nachtschattengewächs. Dabei wurde gefragt, welcher deutsche König die Kartoffel als Grundnahrungsmittel in seinem Land hatte kultivieren lassen und woher die Nutzpflanze ursprünglich stammt. Für die Rätsel- und Tüftelwilligen gab es im Anschluss noch kleine Preise zu gewinnen. Weiterhin stand für die kleinen Festgäste eine Hüpfburg bereit, an einem Stand gab es Getränke und Speisen.

Nach dem Auftritt der Löcknitztaler Musikanten folgte ab dem späten Nachmittag Tanzmusik mit den „Lausbuben“ aus Karlovy Vary in Tschechien – eine Neuheit, hatten auf den Blesendorfer Festen doch bisher immer die „Böhmischen Knödel“ für musikalische Unterhaltung gesorgt.

Wolfram Hlouschek zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung. „Ganz schön was los“, sagte er und zeigte auf den sich gegen Nachmittag weiter füllenden Platz. Das sei immer wieder ein Höhepunkt im Dorfleben und das schon seit DDR-Zeiten. Die große Zahl der Gäste hat ihn positiv überrascht, sei doch die Verkehrslage wegen der Straßensperrung nach Maulbeerwalde etwas verwirrend und der Weg zum Bürgerzentrum nicht allzu leicht zu finden gewesen.

Von Christian Bark

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