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Dorffest mit neuen Ehrenbürgern

Dreetz Dorffest mit neuen Ehrenbürgern

Dreetz nutzte sein Dorffest am Wochenende nicht nur für eine richtig große Party, sondern auch, um verdiente Ehrenamtler zu Ehrenbürgern zur erklären. Ausgezeichnet wurden Inge und Walter Taschenberger, Helmut Simon sowie Heike Albrecht für ihr jahrzehntelanges Engagement.

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Ortswappen als Puzzle: Die Heimatstube hatte sich auch für ihre jüngsten Besucher etwas ausgedacht.

Quelle: Alexander Beckmann

Dreetz. Bunt und ein wenig eng ging es am Sonnabend in Dreetz zu. Mehrere hundert Meter der Hauptstraße des Dorfes waren Festgelände. Dreetz feierte seine urkundliche Ersterwähnung vor 680 Jahren und das 30-jährige Bestehen der Heimatstube. Das Programm gestalteten vor allem die örtlichen Vereine und Einrichtungen: von den Anglern über die Motorsportler, Fußballer und Line-Dancer bis hin zu Feuerwehr, Jugendclub, Kita und Kirche. An die Spitze der Organisation hatte sich wieder einmal der Förderverein gesetzt. Es gab Tanzvorführungen und Modenschauen, allerlei Geschicklichkeitswettbewerbe vor allem für Kinder, Auftritte eines Clowns und natürlich Musik und Tanz. Spätestens ab der Mittagszeit füllten Hunderte gut gelaunte Gäste das Gelände.

Für Kinder gab es Geschicklichkeitswettbewerbe

Für Kinder gab es Geschicklichkeitswettbewerbe.

Quelle: Alexander Beckmann

Das Fest war bereits am Freitagabend mit einem feierlichen Akt in der Dorfkirche eingeläutet worden. Orgel, Chor-, Gitarren- und Bläsermusik prägten die Stimmung. Das Team der Heimatstube lieferte einen Abriss zur Ortsgeschichte. Demnach fand Dreetz (der Name geht wohl auf das slawische „drzevo“ für Holz oder Baum zurück) seine erste bekannte Erwähnung in der Urkunde, mit der das örtliche Gut am 6. Juni 1337 an die Familie von Kröcher übertragen wurde. Allerdings war die Gegend schon lange vorher besiedelt. Beim Ausbaggern des Sees in den 1970er Jahren fand man Scherben, deren Alter auf rund 5000 Jahre geschätzt wird. Das heutige Dorf wurde sehr wahrscheinlich im 13. Jahrhundert im Zuge der Kolonisierung unter Albrecht dem Bärgen gegründet.

Unter anderem wurde Helmut Simon (l) zum Ehrenbürger erklärt

Unter anderem wurde Helmut Simon (l.) zum Ehrenbürger erklärt.

Quelle: Alexander Beckmann

Bürgermeister Bernd Schindler erinnerte an die Gründung der Heimatstube zur 650-Jahr-Feier. Damals sei eigentlich nur eine zeitweilige Ausstellung geplant gewesen. Doch das Interesse der Dreetzer und die Zahl der gespendeten Ausstellungsstücke ließen ein kleines Museum entstehen. Seit den 90er Jahren habe die Gemeinde Zehntausende Euro in die Heimatstube investiert. Vor allem aber lebe sie vom ehrenamtlichen Engagement – inzwischen unter Federführung des Fördervereins Dreetz. „Für Ihre Arbeit möchte ich mich herzlich bedanken“, sagte Bernd Schindler allen Beteiligten.

Wichtigster Punkt des Eröffnungsabends waren Ehrungen. Die Gemeinde erklärte Inge und Walter Taschenberger unter anderem für ihre Leistungen in der Gemeindevertretung und für die Volkssolidarität, Helmut Simon als ehemaligen Gemeindevertreter und immer noch engagierten Bürger sowie Heike Albrecht unter anderem als Vorsitzende und Motor des Fördervereins zu Ehrenbürgern des Dorfes.

Von Alexander Beckmann

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