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Dorfgemeinschaftshaus entsteht

Schönermark Dorfgemeinschaftshaus entsteht

Der heruntergekommene ehemalige Dorfkonsum in Schönermark verändert nach und nach sein Gesicht. Und die Dorfbewohner wollen weiter mit anpacken: Am künftigen Dorfgemeinschaftshaus kann bald der Innenausbau beginnen. Bis zum Jahresende will man fertig sein.

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Inzwischen steht vom alten Konsum nur noch der Rohbau. Die Arbeit am Dach läuft.

Quelle: Alexander Beckmann

Schönermark. Noch kann das künftige Schönermarker Dorfgemeinschaftshaus seine Vergangenheit als Dorfkonsum nicht verbergen. Aber es hat sich schon viel verändert. Von dem einst sichtlich in die Jahre gekommenen Haus blieb nur der Rohbau. Das neue Dach ist im Werden und drinnen entsteht der neue Fußboden.

Der Stüdenitz-Schönermarker Bürgermeister Gerhard Wilke ist jedenfalls zufrieden. „Es gab noch keine bösen Überraschungen. Wir hoffen, dass wir zum Jahresende Einweihung feiern können.“

Platz für die Dorfgemeinschaft

Das einstige Verkaufsgebäude wird bis dahin mit einem Gemeinschaftsraum samt Trennwand, mit einer Küche, drei Toiletten und einem Flur ausgestattet sein. Für einen weiteren, kleinen Raum hat eine Physiotherapeutin aus dem Ort Interesse angemeldet.

Erst in der vergangenen Woche genehmigte eine Mehrheit der Gemeindevertreter nachträglich die Eilentscheidung des Bürgermeisters vom Juni, ins Dorfgemeinschaftshaus nun doch einen Kaminofen samt Schornstein einbauen zu lassen – zusätzlich zur Gasheizung. Die Idee war nicht neu, aber bei der Planung aus Kostengründen verworfen worden. Die Schönermarker hatten Glück: Die Angebote der Baufirmen für das gesamte ­Bauvorhaben, lagen deutlich unter der Kostenschätzung von 208 000 Euro. Die Einsparung von rund 23 000 Euro reicht für den Ofen mehr als aus. „Wenn man mal mit nicht so viel Leuten da ist, dann kann man auch nur mit Holz heizen“, freut sich der Bürgermeister. Der Brennstoffnachschub sei schon organisiert.

„Rentnerbrigade“ an der Spitze

Einen erheblichen Anteil daran, dass das Dorfgemeinschaftshaus für die Kommune überhaupt bezahlbar ist, haben die Schönermarker selbst. 262 Arbeitsstunden in 17 Einsätzen hätten sie bisher geleistet, rechnet Gerhard Wilke vor. Gut 30 Aktive aller Altersgruppen seien beteiligt gewesen. „Die am stärksten vertretene Truppe war die Rentnerbrigade.“ Der Bürgermeister spart schon jetzt nicht mit Lob. Zu tun bleibt aber noch genug: Wenn die Maurer, Dachdecker, Installateure und sonstigen Handwerker das Haus erst einmal verlassen haben, wollen die Dorfbewohner noch das Malern in Eigenregie übernehmen.

Trotz all des Engagements war und ist das Vorhaben nicht unumstritten. Die Sorgen um die finanzielle Belastung für die Gemeinde waren groß, denn Fördermittel gab es keine. Mehrfach waren die Pläne und Kalkulationen überarbeitet und zusammengestrichen worden. Der Rückhalt für das Projekt war in Schönermark naturgemäß stets größer als in Stüdenitz.

Auch in Stüdenitz wird investiert

Gerhard Wilke versucht die Bewohner des benachbarten ­Gemeindeteils zu beruhigen: Auch in Stüdenitz werde sich die Kommune weiterhin engagieren. Die Investitionsliste für die nächsten Jahre weise da eine ganze Reihe von Punkten aus: das Dach der Kegelbahn, die Heizungsanlage für die Kita, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung aus moderne LED-Technik und die Reparatur der Friedhofsmauer beispielsweise. „Es geht vorwärts“, verspricht der Bürgermeister.

Von Alexander Beckmann

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