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Ostprignitz-Ruppin Dorfgemeinschaftshaus jetzt beschlossene Sache
Lokales Ostprignitz-Ruppin Dorfgemeinschaftshaus jetzt beschlossene Sache
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00:17 11.03.2017
Aus dem alten Ladengebäude kann demnächst ein Dorfgemeinschaftshaus werden. Die Schönermarker benötigen es nach eigenem Bekunden dringend. Quelle: Alexander Beckmann
Stüdenitz/Schönermark

Aus dem Publikum der Stüdenitz-Schönermarker Gemeindevertretersitzung heraus wurde am Dienstag in Stüdenitz „endlich grünes Licht“ gefordert für den Umbau des früheren Schönermarker Dorfkonsums hin zu einem Dorfgemeinschaftshaus. Am Ende gaben es die Kommunalpolitiker mit fünf Ja- zu vier Nein-Stimmen.

Allein das knappe Ergebnis spiegelt jetzt noch die Zerrissenheit unter ihnen wider. Ob und wie viel Geld für einen solchen Umbau in die Hand genommen werden soll, wurde in vielen vergangenen Sitzungen schließlich eifrig diskutiert. Doch nach einer dieses Mal sachlichen und weitestgehend frei von Emotionen geführten Beratung überwog nun der Eindruck: Die Doppelgemeinde kann sich das Projekt leisten – und zwar locker. Wie gut die Kommune finanziell aufgestellt ist, zeigte sich anschließend auch in dem für dieses Jahr verabschiedeten Haushalt. Bürgermeister Gerhard Wilke verwies zudem auf die alljährliche Einnahme von über 100 000 Euro aus den 22 Windradstandorten. Dennoch ist manchem Gemeindevertreter der Baupreis nicht geheuer. Er wird als zu niedrig gerechnet betrachtet.

Was der Planer vorgelegt hat, wird als vernünftig gerechnet erachtet

Nach mehreren Veränderungen in der Planung wird aktuell von rund 208 000 Euro ausgegangen, wohl auch dank vieler Eigenleistungen der Schönermarker. Einst wurde für das Dorfgemeinschaftshaus noch gut das Doppelte veranschlagt, damals noch in der Hoffnung auf Fördergeld. „Wir wurden jetzt positiv überrascht“, sagte Gemeindevertreter Tino Seeger mit Blick auf die nun günstigere Variante. Er halte den Planer für glaubwürdig. Bürgermeister Wilke dazu: „Es wird nicht passieren, dass wir am Ende mehr Geld ausgeben müssen. Wir werden aufpassen.“

Entscheidend für manchen Gemeindevertreter, für das Bauvorhaben zu stimmen, ist vor allem aber eine jetzt daran geknüpfte Bedingung: Bevor irgendetwas passiert, sollen alle Ausschreibungsergebnisse auch kurzfristig den Gemeindevertretern vorgelegt werden, wenn nötig in einer Sondersitzung. „Das ist der richtige Weg“, rief etwa der Stüdenitzer Christian Kindt, nachdem Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs den Beschluss um einen solchen Passus ergänzen ließ. „Wenn am Ende 4000 oder 5000 Euro mehr unter dem Strich stehen, mag das ja noch gehen, aber sind es 40 000 oder 50 000 Euro, würde dieses Projekt meine Stimme nicht mehr bekommen“, sagte Kindt.

Fuchs erklärte auf MAZ-Nachfrage, dass die Gemeindevertreter ohnehin in die Vergabe der Bauleistungen einbezogen gewesen wären. Dies in der Form jetzt so zu betonen, habe vielmehr „beruhigenden Charakter“, sagte der Amtsdirektor auch mit Blick auf die zurückliegenden, teils hitzigen Debatten.

Laut Daniel Bloch von der Bauverwaltung könnte in etwa zwei Wochen die Ausschreibung starten. Nach dann etwa einem Monat rechnet er mit dem Ergebnis.

Von Matthias Anke

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