Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Dorfgemeinschaftshaus jetzt beschlossene Sache

Schönermark Dorfgemeinschaftshaus jetzt beschlossene Sache

Die Gemeindevertreter von Stüdenitz-Schönermark haben mit denkbar knapper Mehrheit den Umbau der früheren Verkaufsstelle in Schönermark hin zu einem Dorfgemeinschaftshaus beschlossen. Sie stellen aber auch eine Bedingung: Bevor irgendetwas passiert, sollen ihnen alle Ausschreibungsangebote für eine genaue Auswertung vorgelegt werden.

Voriger Artikel
Endgültiges Ja zum Siedlerhof
Nächster Artikel
Schrotmühle: Verein soll zahlen

Aus dem alten Ladengebäude kann demnächst ein Dorfgemeinschaftshaus werden. Die Schönermarker benötigen es nach eigenem Bekunden dringend.

Quelle: Alexander Beckmann

Stüdenitz/Schönermark. Aus dem Publikum der Stüdenitz-Schönermarker Gemeindevertretersitzung heraus wurde am Dienstag in Stüdenitz „endlich grünes Licht“ gefordert für den Umbau des früheren Schönermarker Dorfkonsums hin zu einem Dorfgemeinschaftshaus. Am Ende gaben es die Kommunalpolitiker mit fünf Ja- zu vier Nein-Stimmen.

Allein das knappe Ergebnis spiegelt jetzt noch die Zerrissenheit unter ihnen wider. Ob und wie viel Geld für einen solchen Umbau in die Hand genommen werden soll, wurde in vielen vergangenen Sitzungen schließlich eifrig diskutiert. Doch nach einer dieses Mal sachlichen und weitestgehend frei von Emotionen geführten Beratung überwog nun der Eindruck: Die Doppelgemeinde kann sich das Projekt leisten – und zwar locker. Wie gut die Kommune finanziell aufgestellt ist, zeigte sich anschließend auch in dem für dieses Jahr verabschiedeten Haushalt. Bürgermeister Gerhard Wilke verwies zudem auf die alljährliche Einnahme von über 100 000 Euro aus den 22 Windradstandorten. Dennoch ist manchem Gemeindevertreter der Baupreis nicht geheuer. Er wird als zu niedrig gerechnet betrachtet.

Was der Planer vorgelegt hat, wird als vernünftig gerechnet erachtet

Nach mehreren Veränderungen in der Planung wird aktuell von rund 208 000 Euro ausgegangen, wohl auch dank vieler Eigenleistungen der Schönermarker. Einst wurde für das Dorfgemeinschaftshaus noch gut das Doppelte veranschlagt, damals noch in der Hoffnung auf Fördergeld. „Wir wurden jetzt positiv überrascht“, sagte Gemeindevertreter Tino Seeger mit Blick auf die nun günstigere Variante. Er halte den Planer für glaubwürdig. Bürgermeister Wilke dazu: „Es wird nicht passieren, dass wir am Ende mehr Geld ausgeben müssen. Wir werden aufpassen.“

Entscheidend für manchen Gemeindevertreter, für das Bauvorhaben zu stimmen, ist vor allem aber eine jetzt daran geknüpfte Bedingung: Bevor irgendetwas passiert, sollen alle Ausschreibungsergebnisse auch kurzfristig den Gemeindevertretern vorgelegt werden, wenn nötig in einer Sondersitzung. „Das ist der richtige Weg“, rief etwa der Stüdenitzer Christian Kindt, nachdem Neustadts Amtsdirektor Dieter Fuchs den Beschluss um einen solchen Passus ergänzen ließ. „Wenn am Ende 4000 oder 5000 Euro mehr unter dem Strich stehen, mag das ja noch gehen, aber sind es 40 000 oder 50 000 Euro, würde dieses Projekt meine Stimme nicht mehr bekommen“, sagte Kindt.

Fuchs erklärte auf MAZ-Nachfrage, dass die Gemeindevertreter ohnehin in die Vergabe der Bauleistungen einbezogen gewesen wären. Dies in der Form jetzt so zu betonen, habe vielmehr „beruhigenden Charakter“, sagte der Amtsdirektor auch mit Blick auf die zurückliegenden, teils hitzigen Debatten.

Laut Daniel Bloch von der Bauverwaltung könnte in etwa zwei Wochen die Ausschreibung starten. Nach dann etwa einem Monat rechnet er mit dem Ergebnis.

Von Matthias Anke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
123c76c4-dff8-11e7-a15f-f363db308704
Fontanestadt Neuruppin „damals und heute“

Neuruppin ist die Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz-Ruppn. Der Ort erhielt 1256 das Stadtrecht und ist bekannt als Geburtsstadt von Schriftsteller Theodor Fontane und Baumeister Karl Friedrich Schinkel.

c001ffb8-fc5e-11e7-90a2-a388f9eff187
Kyritz damals und heute

Über ihre mittelalterlichen Grenzen wuchs die Knatterstadt erst im 19. Jahrhundert hinaus. Aber dann richtig: Die Stadt ist im steten Wandel begriffen. Viele alte Bauten mussten bis in die jüngste Zeit hinein neuen Ideen und Bedürfnissen weichen.

7d84d8be-fb68-11e7-b11f-9a7b802e86ee
Lindow damals und heute

Die MAZ lädt ein zu einer Zeitreise. Wir haben historische Ansichten von Lindow zusammengestellt und vom gleichen Ort aus wie damals heute noch einmal eine Aufnahme gemacht. Die Ergebnisse zeigt diese Bildergalerie. Die historischen Karten stammen aus dem Privatarchiv des Lindowers Udo Rönnefahrt.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg