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Ostprignitz-Ruppin Dorfstraße könnte zum Nadelöhr werden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Dorfstraße könnte zum Nadelöhr werden
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18:18 22.02.2018
Auf Höhe der Kirche ist die Ortsdurchfahrt besonders schmal. Das könnte im Zuge der Umleitung zum Nadelöhr werden. Quelle: Christian Bark
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Blandikow

Wenn zwei Lastwagen auf der Dorfstraße in Blandikow aneinander vorbeiwollen, kann das schon zur Geduldprobe werden. Darüber berichtete Blandikows Ortsvorsteher Robert Scholz beim jüngsten Bauausschuss der Gemeinde Heiligengrabe am Dienstagabend. Die Straße sei besonders auf Höhe der Kirche besonders schmal. Als Folge würden Fahrzeuge auf die Seitenstreifen oder sogar die Fußwege ausweichen müssen, so die Befürchtung des Ortsvorstehers.

Auf dem ersten Bauausschuss des neuen Jahres in Heiligengrabe kam das Thema Umleitung zur Sprache. Quelle: Christian Bark

Das Szenario könnte im Zuge der geplanten Umleitung über die Dorfstraße, oder besser Landesstraße 145, zu einem echten Problem werden. Weil die Brücke über die A 24 an der Abfahrt Herzsprung, die Landesstraße 14, ab Montag im Zuge von Bauarbeiten komplett gesperrt sein wird, ist eine Umleitung nach Wittstock unter anderem über die L 145 vorgesehen. Das teilt der Landesbetrieb Straßenwesen aus Hoppegarten mit. „Wir leiten in solchen Fällen fast immer über Straßen um, deren Baulastträger wir sind“, sagte Cornelia Mitschka im MAZ-Gespräch am Donnerstag. Die Straßenmeistereien prüften dann im Zuge der Umleitung, welche Maßnahmen getroffen werden müssten.

„Das könnte eine Geschwindigkeitsbegrenzung oder sogar eine Ampel sein“, erklärte Heiligengrabes Bauamtsleiterin Andrea Asse am Donnerstag. Die Baulast des Landes ende jedoch am Bordstein. Für die Gehwege sei also die Gemeinde zuständig. „Da müssen wir sehr genau schauen, inwiefern dieses in Mitleidenschaft gezogen werden“, sagte Andrea Asse.

Sorgen in Christdorf um inoffizielle Umleitung

In einem solchen Fall sowie bei Beschädigung der Bankette kommt auch der Baulastträger, sprich das Land, für entstandene Schäden auf. Anders sieht das bei Strecken aus, die nicht als offizielle Umleitungen ausgeschrieben worden sind. So wie die Straße von Christdorf über Karstedtshof nach Wittstock. Christdorfs Ortsvorsteherin Kerstin Stintmann hegt große Bedenken, dass der Verkehr aus Richtung Kyritz diese „inoffizielle“ Strecke als Umleitung nutzen wird. „Wer ortskundig ist, wird sich spätestens ab Herzsprung für den Weg entscheiden“, so die Ortsvorsteherin.

Das würde für den Ort, in dem die Straße zum teil noch enger als in Blandikow ist, eine enorme Belastung bedeuten. Denn laut Landesbetrieb sollen die Brückenbauarbeiten noch bis zum 30. Oktober dieses Jahres andauern. „Zwei Häuser stehen direkt an der Straße“, berichtet Kerstin Stintmann.

In Karstedtshof sei die Straße noch schmaler und durch Bäume weiter eingeschränkt. „Das ist die Begegnung zweier sich entgegenkommender Fahrzeuge fast gar nicht möglich“, sagt sie. Für eventuelle Beschädigungen von Banketten oder der Fahrbahn durch den erhöhten Verkehr würde in diesem Fall jedoch nicht der Landesbetrieb aufkommen, wie Cornelia Mitschka erklärt. Es sei eben keine offizielle Umleitungsstrecke. Man könne zwar Verkehrszählungen durchführen und auf die Mehrbelastung hinweisen, Geld sei deswegen aber bisher in den wenigsten geflossen.

Von Christian Bark

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