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Ostprignitz-Ruppin Dort leben, wo andere Urlaub machen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Dort leben, wo andere Urlaub machen
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00:15 08.11.2016
Walsleben ist ein typisches Brandenburgisches Straßendorf.Foto Quelle: Peter Geisler
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Walsleben

Das Leben auf dem Dorf ist schön. „Wir leben in einer Gegend, in der andere Urlaub machen. Hier kann man entspannen“, sagt Burghard Gammelin. Damit es auch in Zukunft lohnt, in Walsleben zu wohnen, dazu tut er alles in seiner Macht stehende. Nicht nur er, sondern auch die rund 800 Bewohner. Der langjährige Bürgermeister, der seit 1990  wieder in Walsleben wohnt und seit 1993 Gemeindevertreter ist, zeigt sich erfreut über den Zustand seines Ortes. „Wenn man das Dorf einmal rauf und runter fährt, sieht man nur hübsche Grundstücke. Die Einwohner und Geschäftsleute sorgen dafür, dass alles gepflegt ist.“ Auch die beiden Ortsteile Dannenfeld und Paalzow können sich sehen lassen. Auch hier seien die Bürger bemüht, das Ortsbild ordentlich zu gestalten. Zu Wendezeiten sei Paalzow fast verfallen gewesen. Es habe sich positiv entwickelt. So wie auch Walsleben.

Neue Häuser sind geplant

Alle vorhandenen Baugrundstücke sind entweder verbaut oder verplant, so Gammelin. Die Neubauten im Ort mit etwa 70 Wohnungen sind bewohnt. Es gibt kaum Leerstand. Deshalb soll nun hinter den Neubauten zur Temnitz hin gebaut werden. Dort ist Platz für zwölf bis 14 Einfamilienhäuser. Der Flächennutzungsplan ist genehmigt. Die ehemalige Gaststätte, einst LPG-Büro, ist in Privateigentum. Im vergangenen Jahr hat der Besitzer das Dach eindecken und die Fassade malern lassen. Damit ist wieder ein Schandfleck ausgemerzt. Das Kriegerdenkmal vor der Kirche wird zurzeit Instand gesetzt. „Wenn etwas da ist, muss es erhalten werden“, sagt Gammelin. Anders verhielt es sich mit dem alten Gemeindehaus. Das musste vor etwa fünf Jahren abgerissen werden. Es zu erhalten wäre einem Neubau gleich gekommen und nicht finanzierbar gewesen.

Walsleben ist ein begehrter Wohnort

Walsleben ist beliebt. „Es gibt viele, die gern auf dem Dorf wohnen wollen“, sagt Ortschef Gammelin. Dazu trägt die gute Anbindung bei. „Wir haben einen Bahnanschluss nach Berlin. Bis zur Friedrichstraße dauert es eine Stunde und 20 Minuten.“ Es gibt den Busverkehr und den Autobahnanschluss. Außerdem hat Walsleben noch eine Schule, eine Kita und Kinderkrippe. Bis zur sechsten Klasse können die Kinder im Ort bleiben. „Dass alles sind Pfunde, mit denen wir wuchern können.“ Genauso wie mit dem Gemischtwarenladen. „Die Verkaufsstelle ist für uns ganz wichtig.“ Garantiert ist auch die ärztliche Versorgung. Außerdem hat Walsleben ein Gemeindezentrum, das gut genutzt wird sowohl von den drei Frauengruppen wie auch für Familienfeiern. Der Spielplatz werde ebenso gut angenommen wie auch der Jugendclub.

All diese Pluspunkte können dazu beitragen, Heimkehrwillige anzulocken. „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die Kinder nach Ausbildung und Studium wiederkommen und gegebenenfalls das Grundstück der Eltern übernehmen.“

Walsleben lebt von und für seine aktiven Einwohner

Walsleben hat noch mehr zu bieten. Das sind seine aktiven Einwohner. „Mir liegt das bürgerliche Engagement sehr am Herzen“, sagt Gammelin. Ohne dieses wäre ein Dorfleben nicht möglich. Wie die örtliche Agrar GmbH, die unter anderem das alljährliche Erntefest unterstützt. Aber auch die zahlreichen Vereine, die sich für die Jugend oder die Senioren stark machen. Nicht zu vergessen das Amt Temnitz. „Wir sind ein Amt und arbeiten zusammen und nicht gegeneinander“, sagt Gammelin. Das Miteinander, das dem Dorf zugute kommt, ist für den Bürgermeister ebenso wichtig wie die Entwicklung des Ortes „Heimat ist da, wo man groß geworden ist“, sagt er. Und das ist Walsleben.

Von Dagmar Simons

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