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Ostprignitz-Ruppin Dosse-Paddeln trotz Naturschutz-Bedenken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Dosse-Paddeln trotz Naturschutz-Bedenken
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00:17 16.04.2017
Olaf Sternitzke verleiht Kanus. Ihm ist dabei an der Natur und deren Erhalt gelegen. Quelle: Wolfgang Hörmann
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Wulkow

Die Ansage von Anselm Ewert von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Ostprignitz-Ruppin erst Anfang dieses Jahres war deutlich. Er erklärte, Paddler würden über kurz oder lang der Dosse schaden. Vor den Mitgliedern des Wusterhausener Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus nannte er Konfliktpotenziale. Da seien zum einen die Beeinträchtigung der vorhandenen Substrat-Schicht auf dem Grund des Gewässers, in dem Leben gedeiht, durch die Boote. Andererseits fehlen Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten für Paddler, was sie zwinge, in Uferbereiche hineinzufahren.

Olaf Sternitzke aus Wulkow, der einzige Paddelboot-Verleiher weit und breit, reagiert jetzt, da nunmehr seine diesjährigen geführten Touren bevorstehen. „Es ist völlig übertrieben, vor Paddlern auf der Dosse zu warnen“, sagt Sternitzke. Er sehe auch keinen zunehmenden Dosse-Tourismus. „Hier betreibt keiner einen Wassersport, bei dem man mit drei Kästen Bier an Bord durchs Wasser pflügt.“ Vielmehr spreche einiges für einen naturnahen, sanften Tourismus.

Flussaufwärts ab Wehr Wulkow angeblich besonders problematisch

In der Saison verleihe der 47-jährige Tischler und selbstständige Handwerker im Nebenerwerb „maximal fünf Boote wochentags und fünf am Wochenende“. Private Paddler seien selten zu sehen, da es viel bessere Möglichkeiten in Brandenburg gebe. Zudem sei, von ihm aus gesehen, ohnehin nur die Strecke zwischen Fretzdorf und Wusterhausen interessant und befahrbar. Weiter nördlich sei es zu „krautig“. Doch Anselm Ewert, der Paddeln auf der Dosse nicht grundsätzlich ausschließt, erachtet den Fluss bereits vom Wehr Wulkow flussaufwärts als einen Lebensraum, der möglichst ungestört bleiben soll.

„Unser Anliegen ist ja gerade, die Leute für die Natur zu sensibilisieren“, sagt Sternitzke mit Blick auf die zwei Tourentermine am Sonntag, 23. April, und Sonntag, 14. Mai. Dann ist auch wieder der Vogelkundler Holger Pretzsch dabei. Sternitzke: „Der Fokus liegt auch nicht allein auf der Naturbeobachtung, sondern wir wollen die Gäste sensibilisieren. Sie sollen erkennen, was die Melioration bewirkte, welche Veränderungen es am Flussbett gab, und welche Bemühungen es rund um den Fluss heute gibt.“

Für die geführten, kostenpflichtigen Touren in der Vogel-Paarungszeit haben jeweils sechs Teilnehmer am 23. April und 14. Mai Gelegenheit. Anmeldungen erfolgen unter 033971/ 60 48 06, 0152/06 21 15 38 oder per Email an olafsternitzke@gmx.de.

Von Matthias Anke

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