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Dossestadt: Kitas im Sommer 2 Wochen dicht?

Einheitliche Schließzeiten Dossestadt: Kitas im Sommer 2 Wochen dicht?

Die Gemeinde Wusterhausen plant eine einheitliche Schließzeit im Sommer für die Kindertagesstätten. Für jeweils zwei Wochen sollen dann zeitversetzt die gemeindeeigenen Kitas schließen. Der Plan der Gemeinde ist jedoch in der Stadt Wusterhausen selbst umstritten.

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Die Krippengruppe „Pingunine“ der Kita Regenbogen in Wusterhausen erhielt vergangenes Jahr ein neues Spielgerät.

Quelle: André Reichel (Archiv)

Wusterhausen. Ungewöhnlich gut besucht war die Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses am Montagabend im Wusterhausener Rathaus. Das lag vor allem an einer Vorlage, deren Inhalt bereits vor einem Jahr für erheblichen Gesprächsstoff gesorgt hatte. Damals hatte man einheitliche Schließzeiten für die drei Kindertagesstätten im Gemeindebereich „andiskutiert“.

Was für Erzieherinnen und Eltern von „Parkspatzen“ Nackel und „Krümelkiste“ Lögow schon lange kein Problem mehr darstellt, soll nun die für 275 Kinder größte Tagesstätte „Regenbogen“ am Wusterhausener Burgwall erreichen. Dazu gab es 2015 noch nichts Verbindliches, allerdings die klare Absage aus dem Erzieherinnenkollektiv. Bei einer Versammlung, zu der Hauptamtsleiter Jürgen Gottschalk eingeladen hatte, stimmten von 20 Frauen 17 dagegen. Schon 2015 ließ die Verwaltung allerdings auch keinen Zweifel daran, dass der Träger der Einrichtungen – also die Gemeinde – die Vereinheitlichung durchsetzen kann. Und darum geht es aktuell.

Ab 2017 soll die neue Regelung gelten

Die Ausgangslage sieht so aus: Die Gemeindevertreter mögen beschließen, dass es ab 2017 während der Sommerferien einheitliche Schließzeiten in den Kindertagesstätten gibt. Für jeweils zwei Wochen dicht wären dann zuerst die Kita „Parkspatzen“ in Nackel, danach „Regenbogen“ Wusterhausen und schließlich „Krümelkiste“ in Lögow. Ein Wechsel in der Reihenfolge ist Jahr für Jahr geplant. Bei Einführung der Schließzeit in der Stadt würde eine „Notbetreuung“ insbesondere wegen der Erwerbstätigkeit der Eltern gewährleistet. Sie hätten allerdings künftig die Pflicht, bis zum 31. Januar mit zwingender Begründung Bedarf anzumelden.

„Wozu haben Sie erst unsere Meinung wissen wollen, wenn doch etwas anderes beschlossen werden soll?“, klang es Montag aus der Besucherecke. Schließlich hätten viele Eltern gerade den „Regenbogen“ gewählt, weil es keine Schließzeit gäbe.

Hoher Krankenstand

Die Vorlage, vom Hauptamtsleiter nochmals erläutert, liefert eine Reihe von Argumenten. So wies Gottschalk auf einen hohen Krankenstand hin, dem der Träger entgegenwirken wolle, indem er zweiwöchigen Erholungsurlaub am Stück in Zeiten „mit geringem Betreuungsbedarf“ absichert. Ferner bräuchte es eine Zeit für notwendige Sanierungen und Reparaturarbeiten in den Einrichtungen ohne laufenden Betrieb. Auch gehe es um Gleichbehandlung in allen kommunalen Tagesstätten. Und nicht zuletzt diene es dem Wohle jener Kinder, „die ansonsten im Jahr ununterbrochen die Kita besuchen, zumindest in dieser Ferienzeit bei den Eltern (oder) im Familienverband“ zu sein.

Die Ausschussmitglieder gaben der Gemeindevertretung einstimmig eine Beschlussempfehlung.

Von Wolfgang Hörmann

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