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Ostprignitz-Ruppin Dreetz sucht einen Pächter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Dreetz sucht einen Pächter
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00:18 19.06.2016
Das Dreetzer Gemeindezentrum. Quelle: Alexander Beckmann
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Dreetz

„Ich war in Dreetz. Ein sehr sauberer Ort, leider wenig Anwohner zu sehen. Arboretum ist topp. Leider keine Gaststätte.“ Der Gästebucheintrag im Internet ist schon ein paar Jahre alt. Aber er beschreibt die Situation immer noch treffend.

„Leider keine Gaststätte“, denkt sich nämlich auch Bürgermeister Bernd Schindler. Seit Jahren ist die einstige Gaststätte „Zum Palast“ im Gemeindezentrum geschlossen. „Die Gemeinde ist dringend daran interessiert, dass da wieder ein bisschen Bewegung reinkommt – und wenn es nur am Wochenende wäre“, sagt Schindler. Doch die Aussichten, einen neuen Pächter zu finden, sind offenbar gering: „In letzter Zeit waren keine Bewerber mehr hier.“

Dabei, davon ist der Bürgermeister überzeugt, hätten das Lokal und das Gemeindezentrum, in dem es sich befindet, eine Menge zu bieten. Alles sei komplett eingerichtet – bis hin zum Geschirr. „Man muss im Prinzip nur Essen und Getränke mitbringen, dann kann das losgehen.“

Selbst ohne Bewirtschaftung werde der Saal mit seinen bis zu 200 Plätzen regelmäßig genutzt: für Familienfeiern, von Vereinen, der Feuerwehr, der Gemeindevertretung, für Proben der Blaskapelle und aktuell auch für Übertragungen von der Fußball-EM. „Das alles wird verhältnismäßig gut angenommen“, schätzt Bernd Schindler ein. Er ist sich sicher, dass Dreetz auch für Restaurantgäste von außerhalb ein Anlaufpunkt sein könnte. Schließlich gebe es in der Umgebung einige Attraktionen: das Arboretum, „Lady Agnes“ in Stölln, das Gestüt in Neustadt. „Man muss aber kontinuierlich was anbieten. Die Gäste müssen sich drauf verlassen können.“

Die Gemeinde wäre wohl sogar bereit, zumindest eine Zeit lang auf Pachtzahlungen zu verzichten, wenn sich denn jemand bereit fände, die Gaststätte wiederzubeleben. Allzu große Hoffnungen macht sich Bernd Schindler da aber nicht. Einen wichtigen Grund dafür meint er gefunden zu haben: „Der Knackpunkt ist, dass wir keine funktionierende Küche haben, um den Saal zu bekochen.“ Investitionen wären nötig. Immerhin, so Schindler, wolle die Gemeinde möglichst bald schon mal neue Türen einbauen. Doch grundsätzlich gelte: „Das Geld ist ein Problem.“ Erst einmal stehe im kommenden Jahr der Straßenbau in Dreetz an. Das belaste den Gemeindehaushalt bereits erheblich. Doch die Küche will der Bürgermeister nicht endgültig von der Aufgabenliste für die nächsten Jahre streichen: „Die ist das Wichtigste. Wenn ich den Saal betreiben will, dann brauche ich die.“

Das Dreetzer Gemeindezentrum entstand Ende der 70er Jahre als Kulturhaus und Betriebskantine der damaligen LPG Pflanzenproduktion Dreetz. Im Keller gibt es bis heute eine Kegelbahn, die regelmäßig von Sportlern des SV Dreetz genutzt wird. Auch ein Raum mit Tresen ist vorhanden. 2005 kaufte die Gemeinde das Haus. Kita und Gemeindebüro zogen ein. Ab 2007 hatte die Gaststätte für einige Jahre einen Pächter, der ihr den Namen „Zum Palast“ gab. Der bezog sich auf den örtlichen Spitznamen des Gebäudes. Der Gaststättenbetrieb lohnte sich offenbar auf die Dauer nicht. Er wurde nach einigen Jahren wieder eingestellt.

Von Alexander Beckmann

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