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Ostprignitz-Ruppin Dreetzer wollen Trafoturm retten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Dreetzer wollen Trafoturm retten
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00:17 18.06.2016
Heike und Rainer Albrecht und ihre Mitstreiter vom Förderverein Dreetz wollen den alten Trafoturm erhalten. Quelle: Alexander Beckmann
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Dreetz

In Dreetz könnte es viel, viel ruhiger sein – oder, um es anders auszudrücken: weniger lebendig. Daran, dass sich im Dorf noch etwas tut, hat der Förderverein des Ortes maßgeblichen Anteil.

Gerade ist ein neuer Werbe-Flyer für die lokalen Attraktionen erschienen – auf Initiative des Fördervereins. Die Begrüßungsschilder an den Ortseingängen geben seit kurzem Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen – auf Initiative des Fördervereins. Im Gemeindezentrum werden Fußball-EM-Übertragungen gezeigt – auf Initiative des Fördervereins.

Eines der jüngsten Projekte betrifft den alten Trafoturm mitten im Wald etwas außerhalb des Dorfes. Seit der Netzbetreiber vor einigen Jahren eine neue Trafostation errichtete, steht der Bau leer. Im Grunde müsste er abgerissen werden. Das wollten die Mitglieder des Fördervereins Dreetz um Vorsitzende Heike Albrecht nicht einfach so hinnehmen. Der Trafoturm gehört für sie längst zur Landschaft. Schließlich steht er schon seit 1940 da.

Unterstützung fanden sie beim Nabu. Der Regionalverband Westhavelland der Naturschutzorganisation hat nämlich durchaus eine Verwendung für die Turmstationen: als Quartier für allerlei Getier. Seit Anfang der 90er Jahre widmet sich der Nabu den Gebäuden, die im Zuge der Netzmodernisierung überall in der Region Stück für Stück ihre Funktion verlieren. „In den Türmen werden Nisthilfen für Schleiereulen angebracht“, erklärt die Organisation. „Auch zum Beispiel Störche nisten dort.“

Inzwischen betreut der Verein 38 der Bauwerke. Laut Nabu gehören die Türme zum Teil seit fast 100 Jahren in das Orts- und ­Landschaftsbild. Beispiele der Nutzung für Zwecke des Naturschutzes sind in der Region die Türme in Krüllenkempe (Baujahr 1939), Siegrothsbruch (Baujahr 1925), am Spiegelberg in Neustadt oder auch in Giesenhorst (ebenfalls 1925). Letzterer wird seit dem vergangenen Jahr vom Nabu betreut und eben dieses Beispiel haben die Dreetzer vor Augen, wenn sie an die Zukunft ihres Turmes denken. „Das ist eine tolle Sache. Ein Abriss wäre einfach schade“, sagt die Vorsitzende des Fördervereins Heike Albrecht.

Der Förderverein Dreetz hat die Begrüßungsschilder am Ortseinagng um Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen ergänzt. Quelle: Alexander Beckmann

Allerdings sind bis zur Nutzung der Dreetzer Trafostation noch einige Hürden zu nehmen. Zwar ist Netzbetreiber Edis wohl bereit, den Bau abzugeben, doch errichtet wurde er einst auf Gemeindeland. Dessen weitere Nutzung bedarf nun einer vertraglichen Regelung. Kommune und Nabu müssen eine Vereinbarung darüber abschließen. „Das liegt jetzt bei der Amtsverwaltung in Neustadt“, berichtet Heike Albrecht. Und sobald es erledigt ist, wird weiteres ehrenamtliches Engagement nötig sein, um den Turm für Eulen und Fledermäuse herzurichten.

Der Förderverein Dreetz wird sich wohl auch dabei einbringen. Er ist nach einer gewissen Durststrecke seit 2003 wieder richtig aktiv im Dorf. Derzeit zählt er 34 Mitglieder. Auf ihr Konto geht – oft in Kooperation mit anderen Akteuren – eine Reihe von längst etablierten Veranstaltungen wie der MAZ-Osterspaziergang, der Weihnachtsmarkt, das Arboretumfest. Auch die Heimatstube ist eine Einrichtung des Vereins.

Von Alexander Beckmann

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