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Ostprignitz-Ruppin 1760 Unterschriften für den Radweg
Lokales Ostprignitz-Ruppin 1760 Unterschriften für den Radweg
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00:37 14.03.2018
Katrine Steinkopf übergab die Unterschriften für einen Radweg bei Dreetz an Edgar Gaffry vom Landesbetrieb. Quelle: Joachim Ribbe
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Dreetz

Die meisten Radfahrer, die auf der Landestraße 141 zwischen Dreetz und Neustadt unterwegs sind, haben ein ungutes Gefühl dabei. Der Grund: Sie leben gefährlich. Die Straße ist relativ schmal und in einem nicht allzu guten Zustand. Trotzdem sind viele Kraftfahrer – ob mit einem Lkw oder Pkw – recht schnell unterwegs, sodass beim Überholen mit wenig Seitenabstand schon so mancher Radler in Schwierigkeiten geriet.

Schon vor Jahren hatte sich die Dreetzer Gemeindevertretung um einen Radweg dort bemüht. Es geht um eine Strecke von etwa 3,5 Kilometern. Der Antrag wurde aber wegen einer zu geringen Verkehrsdichte vom Landesbetrieb Straßenwesen abgelehnt.

Dreetzerin sammelte Unterschriften für einen Radweg

Katrine Steinkopf aus Dreetz fährt selbst viel Rad und wollte etwas unternehmen. Im August des vergangenen Jahres startete sie deshalb, unterstützt von vielen Helfern, eine Unterschriftensammlung für einen Radweg. Ihre Listen mit beachtlichen 1760 Unterschriften legte sie vor Kurzem im Amt Neustadt vor, und bat dort um Unterstützung.

Der Dreetzer Bürgermeister Bernd Schindler und der Neustädter Amtsdirektor Dieter Fuchs nahmen sich der Sache an und vereinbarten einen Termin beim Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg in Hoppegarten. Dort gab es nun ein Treffen mit dem Vorstand für Planung und Bau, Edgar Gaffry. Katrine Steinkopf konnte ihre Unterschriftenliste vorlegen, Dieter Fuchs und Bernd Schindler erläuterten die Notwendigkeit des Radweges.

In einem lockeren, sachlichen Gespräch seien unter anderem der Schulweg nach Neustadt, die Erreichbarkeit der Arbeitsstellen und des Bahnhofs in Neustadt sowie die Tatsache, dass es in Dreetz keine Einkaufsmöglichkeiten mehr gibt, erörtert worden.

Abschließbare Fahrradboxen am Bahnhof

Der Amtsdirektor wies außerdem auf den Boom der Elektro-Fahrräder hin. Viele Kraftfahrer würden in Zukunft bei entsprechendem Wetter den Wagen stehen lassen und damit unterwegs sein, gab er zu bedenken. In Neustadt werden dafür am Bahnhof extra abschließbare Fahrradboxen aufgestellt. Das würde auch das Parkplatzproblem entschärfen.

Edgar Gaffry zeigte sich sehr interessiert. Er sagte, dass alle aufgeführten Punkte für eine Radwegebedarfsermittlung relevant seien und nicht nur das Verkehrsaufkommen. Das sei vor Jahren noch nicht so hoch gewesen. Gaffry versprach, sich für Dreetz einzusetzen, und gab Hinweise für Alternativen. Für Anfang Sommer schlug er einen Vor-Ort-Termin vor. Er sagte aber auch, dass Geduld gefragt sei.

Im Fokus des Landesbetriebs Straßenwesen würden jetzt die Ortsdurchfahrten stehen, 5800 Kilometer Landesstraßen müssten unterhalten werden. „Gelder müssen langfristig geplant sein, das Land an der Straße muss gekauft werden. Das dauert ein paar Jahre“, so Gaffry. Die Teilnehmer des Treffens kamen trotz der Wenns und Abers optimistisch aus dem Gespräch.

Von Joachim Ribbe

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