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Drei Engel mit Navigationsgerät

Kindermusical in Wittstock Drei Engel mit Navigationsgerät

Was tun, wenn die Engel keine Lust haben, über die Geburt des Jesuskind zu Jubilieren, sondern stattdessen lieber Wolkenhüpfen wollen. Ganz einfach – man stattet sie mit einem Navigationsgerät aus und führt sie in ein Abenteuer – so geschehen am Sonntag in der Wittstocker Heiliggeistkirche. Dort wurde das alljährliche Kindermusical aufgeführt.

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Die drei Engel landen mit dem Navigationsgerät auf einem Stalldach in Bethlehem.

Wittstock. Eine Engelschar bevölkerte am Sonntagvormittag die Heilig-Geist-Kirche in Wittstock. Schon der Titel „Drei Engel auf dem Dach“ des Kindermusicals zeigte den Besuchern, wohin die Reise bei dieser modernen Weihnachtsgeschichte ging. Die himmlischen Boten wichen den beiden Organisatoren Carmen Paul und Uwe Metlitzky nicht von der Seite.

Doch der Reihe nach: „Maria ist noch nicht da“, sagte eine Mutter zur Katechetin und Religionslehrerin Carmen Paul. Bis zum Gang auf die Bühne im Altarraum waren es zu diesem Zeitpunkt noch zwölf Minuten. Paul strahlte Ruhe aus: „Die Mütter haben einen Katastrophenplan entwickelt und können die Rolle von Maria auch noch anders besetzen.“ Wenig später die nächste Botschaft: „Der Erzengel Gabriel fehlt auch noch.“

Der Engelchor meisterte seinen Auftritt souverän

Der Engelchor meisterte seinen Auftritt souverän.

Quelle: Ruch

Doch Carmen Paul lag mit dem Stück ganz richtig, denn die Botschaft lautet im Kern dabei: Jeder von uns hat einen Engel zur Seite. Davon profitierte auch das Kindermusical. Maria ließ ihre Mitspieler nicht im Stich und kam kurz vor dem Gang auf die Bühne in die Kirche und schlüpfte dann in ihr Kostüm. Erzenegel Gabriel landete zwar mit einer viertel Stunde Verspätung im Gotteshaus, aber gerade noch rechtzeitig, um seinen ersten Sprechtext vorzutragen. „So aufregend war das noch nie“, zeigte Carmen Paul kurz Emotionen und führte dann souverän durch die gut 45-minütige Aufführung.

Im modernen und musikalischen Gewand präsentierten 25 Religionsschüler aus der 1. bis 6. Klasse von den beiden Wittstocker Grundschulen Diesterweg und Waldring dem Publikum in der voll besetzten Kirche die Weihnachtsgeschichte. Es ist seit Jahrzehnten eine Tradition, dass immer am vierten Advent ein Krippenspiel im Rahmen des Familiengottesdienstes in der Wittstocker Heilig-Geist-Kirche aufgeführt wird. „Seit zehn Jahren führen wir nun ein Kindermusical an dieser Stelle auf“, sagte Kirchenmusiker Uwe Metlitzky am Piano. Er greift dabei auf einen Fundus an Werken zurück und überlässt dann die Stückeauswahl den Schülern. „Natürlich muss es auch gefallen, aber es gibt viele schöne und inhaltsreiche Werke“, sagte er. Bei „Drei Engel auf dem Dach“ erklärte Carmen Paul zunächst: „So steht die Geschichte nicht in der Bibel, aber sie möchte uns auf Engel in uns aufmerksam machen.“

Die Engel Cherub, Seraphine und Raphael können gern auf Gesang und Benehmen verzichten. „Müssen wir heute schon wieder jubilieren?“, fragt einer von ihnen den Erzengel Gabriel. Lieber möchten sie doch toben oder Wolkenwetthüpfen unternehmen. Doch Gabriel verheißt ein echtes Abenteuer, drückt ihnen ein Navigationsgerät in die Hand und schickt sie zu den Koordinaten Feldstraße 27 in Bethlehem. Auch wenn die Engel zunächst keinen Empfang mit dem Gerät haben und ihnen noch nicht klar ist, dass sie das Wunder der Geburt Jesu erleben – sie lassen sich auf das Abenteuer ein. Mit flotten Sprüchen wie „Hier mitten in der Pampa soll Bethlehem sein?“ kommt das Stück nah an das Publikum. Auch Maria und Josef sind bei ihrer Suche nach einer Herberge nicht zimperlich: „Selbst die letzte Klitsche war überfüllt“, tönt Josef, bevor er den rettenden Stall entdeckt. Mittlerweile sind die drei Engel voll bei der Sache und nehmen ihren Auftrag ernst. „Maria und Josef brauchen unsere Hilfe, aber wir müssen auf dem Posten bleiben, den uns Gabriel zugewiesen hat“, sagen sie vom Stalldach aus. Unter ihren Augen wird das Jesuskind geboren und sie können dies kaum glauben. „Warum ist es ein Junge?“ fragt einer der drei Engel erstaunt. „Das ist doch Allgemeinbildung“, tönt der andere Engel ziemlich selbstbewusst.

Von Christamaria Ruch

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