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Drei Schulen bei Projektwoche vereint

Wittstock Drei Schulen bei Projektwoche vereint

Unter dem Motto „Meine bunte Welt / Reformation reloaded“ (Reformation neu geladen) setzen sich Schüler aus drei Wittstocker Schulen bei der Projektwoche mit Martin Luthers Biografie und seinem Wirken auseinander. Drei Künstler der Kinder- und Jugendakademie Gutshof Ganzer begleiten die mehr als 60 Mädchen und Jungen. Am Ende sollen ihre Visionen ähnlich wie Martin Luthers Thesen öffentlich angeschlagen werden.

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Sechstklässler der Waldringschule sprühten ganz legal Graffiti.

Quelle: Christamaria Ruch

Wittstock. Kunst und Martin Luther treffen während der aktuellen Projektwoche im Städtischen Gymnasium in Wittstock aufeinander. Das Lutherjahr anlässlich 500 Jahre Reformation steht dabei Pate. Die Stadt Wittstock unterstützt das Vorhaben mit Geld aus dem Sozialraumbudget.

Die Künstlerinnen Chris Firchow, Mandy John-Ziron und Katrin Mason Brown von der Kinder- und Jugendakademie Gutshof Ganzer fordern dabei mehr als 60 Schüler von drei Wittstocker Schulen heraus. Unter dem Motto „Meine bunte Welt / Reformation reloaded“ (Reformation neu geladen) setzen sich Sechstklässler der Waldringschule, Schüler der Polthier-Oberschule und Siebentklässler vom Gymnasium in verschiedenen Gruppen mit Martin Luthers Biografie und Wirken auseinander. „Die Schüler sollen daraus eigene Visionen entwickeln und in ihre Zukunft blicken“, umschreibt Katrin Mason Brown das Ziel. Doch das birgt auch Hürden, wie sie einräumt. „Ein Großteil der Schüler kann das Thema noch nicht so fassen und einen Blick in die Zukunft werfen.“

Wünsche und Träume können die Schüler etwa mit Pinsel und Stift aufs Papier bringen. „Das kann typografisch mit Hilfe von Malerei, Collagen oder Scherenschnitt geschehen“, sagt Katrin Mason Brown.

Auch die Körpermalerei gehört dazu, wie Tim Grahlmann aus der 7. Klasse vom Gymnasium zeigt. Sein Gesicht gleicht auf dem ersten Blick einer Kriegsbemalung. Doch auf dem zweiten Blick ist auf Tims Stirn zu lesen: Eine sichere Welt. „Das Anmalen haben wir nur aus Spaß gemacht, aber ich finde eine sichere Welt wichtig“, sagt er.

Unterdessen verziert die zwölfjährige Dana Reichwald das Gesicht der 13 Jahre alten Charleen Starke mit Begriffen. „Die Wörter Frieden, Welt und Gesundheit passen zum Thema bunte Welt“, sagt Dana. Blickt sie nach vorn, wünscht sie sich Gesundheit und Wohlbefinden.

Nebenan setzen sich die Grundschüler mit Martin Luther und Zitaten aus seiner Feder auseinander. Sie schreiben und malen sie auf. Sogar vier große Bahnen Graffiti durften die Sechstklässler ganz legal sprühen. Und die Oberschüler setzten beim Improvisationstheater mit Mandy John-Ziron Schlagwörter von Martin Luther szenisch um. Begriffe wie Glaube, Dankbarkeit, Wille, Heimat und Sinn des Lebens galt es, auf die Bühne zu bringen.

Zum Schluss der Projektwoche landet das Kunstprojekt wieder am Anfang und damit bei Martin Luther und der Reformation.

„Analog zu den Thesen Martin Luthers wird ein Plakat entstehen, auf dem alle Gruppen ihre Visionen und Thesen für die Zukunft darstellen“, so Katrin Mason Brown. Schlug Luther die Thesen im Jahre 1517 an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg, werden am heutigen Freitag die Schüler dieses Kunstprojektes eigene Thesen in ihren Schulen aushängen.

Die Welt hängt voller Ideen: Schüler der 7. Klasse vom Wittstocker Gymnasium bringen ihre Vorstellungen von der Zukunft aufs Papier.

Von Christamaria Ruch

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