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Dreibrück wird nicht in Königshorst aktiv

Tagesbetreuung für Senioren Dreibrück wird nicht in Königshorst aktiv

Eine Tagesbetreuung für Senioren wollte die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal in der ehemaligen Grundschule von Königshorst anbieten. Nun verabschiedet sie sich von dieser Idee, weil sie befürchtet, dass es zu wenige Interessenten gibt. Die Kommune hält an dem Vorhaben aber weiterhin fest – und sucht nun nach neuen Partnern, die ein solches Zentrum betreiben könnten.

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Arne Breder, der Einrichtungsleiter von Dreibrück.

Quelle: Celina Aniol

Königshorst. Die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal wird doch keine Tagesbetreuung für Senioren in Königshorst anbieten. Das sagt auf MAZ-Nachfrage Arne Breder, Leiter der Einrichtung für Menschen mit Behinderungen im Nachbarort Dreibrück. Schon kurz nach der Schließung der Kleinen Grundschule Königshorst im Jahr 2012 sprach die Stiftung davon, dort ein solches Angebot schaffen zu wollen. Vor einem Jahr hat sie ihre Pläne erstmals öffentlich vorgestellt (die MAZ berichtete). Die Stiftung wollte in dem Schulgebäude Betreuung für ältere Menschen anbieten, die zwar eigenverantwortlich leben können, aber nach einer Tagesbeschäftigung suchen. Außerdem sollte ein Teil der Dreibrück-Bewohner tagsüber in dem Haus versorgt werden.

Das Projekt hätte sich nicht gerechnet

Für den Rückzug aus dem Projekt gibt Arne Breder zwei Gründe an. Zum einen wolle sich der Landkreis an dem Vorhaben nicht beteiligen. Zum anderen habe die Stiftung festgestellt, dass das Interesse für Seniorenbetreuung in der Region doch nicht so groß ist, wie zuerst angenommen. „Viele Menschen finden die Idee gut“, berichtet Breder. Wenn sie aber hören, dass sie dafür bezahlen sollen, dann nehmen sie ganz schnell wieder davon Abstand. „Da heißt es plötzlich: Das brauchen wir doch nicht.“

Das Risiko, dass das Zentrum nicht ausgelastet ist und die Einrichtung auf den Kosten sitzen bleibt, war der Stiftungsleitung zu groß. Zumal diese mindestens 100 000 Euro in den Umbau der alten Schule hätte stecken müssen. Nun werden sich die Dreibrücker Wohnstätten, in denen es 83 stationäre Plätze gibt, nach einem weiteren Standbein umschauen, um den Standort zu stärken.

Kommune will dennoch nicht aufgeben

„Es ist sehr schade, dass sich Dreibrück nicht zu der Tagesbetreuung entschließen konnte“, sagt Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke, die von Anfang an in die Pläne eingeweiht war. Unternehmerisch könne sie diesen Schritt aber verstehen. Zumal, wenn der Landkreis in diesem Punkt Dreibrück seine Unterstützung versagt. Für die Kommune bedeutet der Rückzug aber nicht, dass sie die Idee völlig aufgibt. „Wir halten an dem Grundgedanken fest, die Räume der Königshorster Schule für soziale oder gemeinschaftliche Zwecke zu nutzen“, sagt Ute Behnicke. „Wir suchen jetzt nur nach neuen Partnern.“ Interessenten gebe es bereits. Wer das ist, das sei allerdings noch nicht spruchreif.

„Ich bin überzeugt, dass sich die Tagespflege an diesem Standort lohnt.“ Und zwar auch finanziell für den Anbieter. Allerdings müsse er bei einer Interessenten­abfrage genau definieren, wofür bezahlt werden soll oder welchen Anteil die Pflegekassen übernehmen. „Der Bedarf ist da. Um die Menschen anzulocken, müssten die Pläne nur konkreter sein.“

Der Verkauf der Schule steht im Moment indes nicht zur Debatte, versichert Ute Behnicke. „Das wäre das allerallerletzte Mittel.“ Eine Veräußerung dürfte zudem nicht einfach sein. Denn das Schulareal, auf dem sich die Kita, die Feuerwehr sowie Räume für Feierlichkeiten befinden, soll für die Dorfgemeinschagft erhalten bleiben. Die Kommune müsste also jemanden finden, der mit diesen Gegebenheiten leben kann.

Von Celina Aniol

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