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Dreimal hoch: Lichtenberg feiert

Einwohner eröffnen saniertes Gemeinschaftshaus und neue Feuerwache Süd-Ost Dreimal hoch: Lichtenberg feiert

Wenn das kein Grund zum Jubeln ist: Anlässlich des 650-jährigen Bestehens von Lichtenberg feiert das Dorf ein Fest und eröffnet zugleich das sanierte Dorfgemeinschaftshaus samt nagelneuer Feuerwache Süd-Ost.

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Ich habe ihn! Zugführer Mario Bartel mit dem Schlüssel.

Quelle: Regine Buddeke

Lichtenberg. Großer Bahnhof am Sonnabend in Lichtenberg: Für die Einheimischen gibt es gleich drei Gründe zur Freude. Nicht nur, dass das Dorf seine 650-Jahr-Feier mit einem Volksfest begehen darf – zugleich gilt es auch, das neue Ensemble in der Dorfmitte in Besitz zu nehmen, wo neben der neuen Feuerwache Süd-Ost, dem umgebauten alten Feuerwehrgerätehaus, auch das sanierte Dorfgemeinschaftshaus Platz für alle möglichen Anlässe bietet.

„Trotz der Bau- und Umbaumaßnahmen haben wir Ausbildung und Einsätze konstant weitergeführt – praktisch von der Baustelle aus“, versichert Zugführer Mario Bartel. Nach jahrelangen, teils hitzig geführten Debatten um die Zusammenlegung der Wehren Radensleben, Lichtenberg, Gnewikow, Karwe und Wuthenow wurden nun Nägel mit Köpfen gemacht. „Die einzelnen Wehren waren schon seit Langem nicht mehr einsatzfähig. Auch Lichtenberg nicht“, erinnert sich Bartel bei seiner Festrede. Im neuen Gebäudekomplex sei es nun ein schönes Arbeiten. „Viel besser als unser altes Haus“, sagt Felix Fried von der Jugendabteilung Karwe. „Da hatten wir nicht so schöne Umkleiden. Nur Haken. Keine Spinde, keine Toiletten. Und alle in einem Raum.“

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Dreimal hoch! Lichtenberg ließ es am Sonnabend richtig krachen. Einwohner und Gäste feierten nicht nur das 650jährige Bestehen des Ortes, sondern auch die Eröffnung des schick sanierten Dorfgemeinschaftshauses und der neuen Feuerwache Süd-Ost, die lange umstritten war.

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Auch Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter lobt den Entschluss zur Wache Süd-Ost. „Nicht jeder Ortsteil wollte. Aber es war die richtige Entscheidung.“ Immerhin habe die Stadt Neuruppin 850 000 Euro in den Bau gesteckt. „Das weckt schon Begehrlichkeiten in anderen Ortsteilen“, so der Bürgermeister.

Ein Schutzpatron für den Ortsvorsteher

„Wir haben ihn“, ruft Bartel fröhlich und reckt die Arme mit dem symbolischen goldenen Schlüssel zum neuen Haus nach oben. Zum Dank gibt es für Ortsvorsteher Achim Fiedler einen kleinen, metallenen Beschützer: den heiligen Florian, Schutzpatron der Feuerwehr. Auch der Ortsvorsteher hat ein Geschenk für die Feuerwehr: T-Shirts, mit Logo und Aufdruck der Lichtenberger Wache. „Ich suche noch ein paar nette Leute, die mir am Montag beim Bezahlen helfen“, wirbt er.

Fiedler führt durch das neugestaltete Dorfgemeinschaftshaus. Seit Gründung des Heimatvereins 1996 wirken die Mitglieder an der Pflege der Dorfgeschichte. Die Innenarbeiten hat der Verein allein ausgeführt“, so Fiedler. Das Haus werde nun nicht nur für die Ausbildung der Jugendwehr genutzt. Auch sonst wird Leben in der ehemaligen Grundschule herrschen – dank Sommerfesten, Osterfeuer-Partys, Kartoffelfest, Weihnachts- und Frauentagsfeiern.

Ausstellung dokumentiert 650 Jahre Dorfgeschichte

Im Traditionszimmer kann derzeit eine Geschichtsausstellung besichtigt werden. Zwar ist die Ortschronik verschwunden, dennoch zeugt die derzeitige Ausstellung von 650 Jahren Dorfgeschichte. Der Lichtenberger Jörg Engelhardt hat in hunderten Gesprächen und bei Archivbesuchen alles gesammelt, was er auftreiben konnte. „Top Job“, lobt Fiedler den Vereinskollegen. Der zweite Teil der Ausstellung ist schon in Planung: „Feuerwehr und Schule über die Jahrhunderte“, so der grobe Arbeitstitel. „Irgendwann machen wir auch ein Buch aus allem“, sagt Achim Fiedler.

Draußen wird derweil schon gefeiert: mit Damhirsch und Kuchen, Leierkastenmann und DJ.

Von Regine Buddeke

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