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Drogenabhängiger aus Neuruppin vor Gericht

25-Jähriger wegen Diebstahls angeklagt Drogenabhängiger aus Neuruppin vor Gericht

Um seinen Lebensunterhalt und seinen Drogenkonsum zu bestreiten, hat ein 25-jähriger Neuruppiner alles geklaut, was nicht niet- und nagelfest war. Seit Dienstag muss sich der Mann wegen gewerbsmäßigen Diebstahls in 13 Fällen vor dem Neuruppiner Amtsgericht verantworten.

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Das Amtsgericht in Neuruppin.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Um sich Geld zu beschaffen, war Patrick M. offensichtlich jedes Mittel Recht. Er klaute alles, was nicht niet- und nagelfest war, um durch den Verkauf des Diebesgutes seinen Lebensunterhalt und seinen Drogenkonsum zu bestreiten. So sieht es jedenfalls die Staatsanwaltschaft. Sie klagte den 25-jährigen Neuruppiner wegen gewerbsmäßigen Diebstahls in 13 Fällen an.

Seit Dienstag muss er sich vor dem Neuruppiner Amtsgericht verantworten. Seine Einlassung zu den ihm vorgeworfenen Straftaten war kurz und bündig: Er sagt nichts. Das warf den Zeitplan des Gerichts über den Haufen. Es hatte für den Termin keine Zeugen geladen, weil der Angeklagte im Ermittlungsverfahren die Taten weitgehend eingeräumt hatte. „Da kann man nichts machen“, sagte die Staatsanwältin lakonisch.

Im Einzelnen soll Patrick M. am 26. April vergangenen Jahres in Nauen einer 72-Jährigen aus dem Einkaufskorb ihres abgestellten Fahrrades die Geldbörse gestohlen haben. Zwischen ihm und der Seniorin, die den Diebstahl bemerkte, kam es zu einer Rangelei, in deren Verlauf sie sich an der Hand verletzte.

In Neuruppin machte er reiche Beute. In der Zeit zwischen dem 29. September und 21. November 2014 suchte er mehrfach den Obi-Baumarkt auf und dort immer die Lampenabteilung – wohl, weil sie nahe am Kassenbereich und somit am Ausgang liegt. Der Angeklagte ließ dort Lampen im Wert von knapp 1000 Euro mitgehen. Beim Drogeriemarkt in der Trenckmannstraße war er insgesamt drei Mal. Dort hatte er es immer auf eine spezielle Marke abgesehen: hochwertige Cremes von L’Oreal. Mal erbeutete er 49 Dosen, mal 28, die er im Rucksack an der Kasse vorbeischleuste. Auch hier betrug der Warenwert rund 1000 Euro.

Ganz schön dreist ging er bei zwei Neuruppiner Juwelieren vor. Er gab sich als Kaufinteressent aus und ließ sich Schmuck zeigen. Während die Verkäuferin sich nach weiteren Ketten umdrehte, ergriff er das vor ihm liegende Tablett mit Ketten und flüchtete. Der Schaden lag im vierstelligen Bereich. Bei seinem letzten Coup in einem Neuruppiner Fliesenmarkt wollte er einen Fliesenschneider im Wert von etwa 600 Euro stehlen. Dabei wurde er von einem Kunden beobachtet. So haben sich die Taten aus Sicht der Staatsanwaltschaft abgespielt.

Gegen Patrick M. wurde ein Haftbefehl erlassen, der aber gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde. Eine Bedingung war, dass sich der 25-Jährige am 24. November 2014 zum Drogenentzug in die Ruppiner Kliniken begeben musste. Dem folgte er und war dort bis Februar dieses Jahres in Behandlung. Seit dem 23. Februar unterzieht er sich einer Langzeittherapie für Drogenabhängige von sechs Monaten in einer Berliner Einrichtung. Von dort kam er auch gestern zur Verhandlung. Den Weg wird er auch am 11. August auf sich nehmen müssen. Dann wird die Verhandlung mit Zeugen, den Vernehmungsbeamten und den Geschädigten fortgesetzt.

Von Dagmar Simons

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