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Duo Fado International brilliert instrumental

Neuruppin Duo Fado International brilliert instrumental

2009 waren sie schon einmal zu Gast in der Neuruppiner Siechenhauskapelle – auch am Sonnabend verzauberten Jan Dijker und Oliver Jaeger als Duo Fado International die gut 80 Gäste: mit Werken von Armandinho und Paredes, Altmeistern des Fado. Mit ein wenig Jazz und Klassik innen drin, erwiesen sich die beiden als Musiker mit viel Fingerspitzengefühl.

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Jan Dijker (l.) und Oliver Jaeger.

Quelle: Regine Buddeke

Neuruppin. „Ich habe schon meine Felle davon schwimmen sehen“, sagt Gabi Lettow am Samstagabend. Sie ist erleichtert angesichts der 80 Zuhörer, die trotz Regens und der öffentlichem Flimmerstunde am benachbarten Neuen Markt in die Siechenhauskapelle gekommen sind, um dem Duo Fado International zu lauschen.

Schon 2009 haben Jan Dijker und Oliver Jaeger ebendort ihren Fado gespielt, portugiesische Musik über die Tragik und das Leid im Leben allgemein und in der Liebe insbesondere. Musik in Moll über Trauer und Hoffnung, Abschied und Sehnsucht – am Sonnabend indes „nur“ ins­trumental. „Sie müssen also nicht auch noch traurige Texte verstehen“, scherzt die Hausherrin. Insofern sei es eher eine „fröhliche Traurigkeit“.

Dann legen beide los: „Wir haben 100 Jahre Musik des portugiesischen Volkes mitgebracht“, erzählt Jaeger und erklärt, dass „Fado“ übersetzt Schicksal heißt.

Dijker an der portugiesischen und Jaeger an der spanischen Gitarre spielen eine Fado des Pioniers der Instrumentalform des Genres, dem Komponisten und Gitarristen Armandinho – das perlt ganz wunderbar aus den Saiten.

Carlos Paredes sei einer gewesen, berichtet Jaeger, der den Fado erstmals nicht ausschließlich als Folklore sah, sondern ihn gezielt mit Klassik und Jazz-Elementen anreicherte. „Er hat uns damit so fasziniert und inspiriert, vor zehn Jahren unser Duo zu gründen“, sagt Jaeger.

Dann packt er ein Bandoneon aus. Ja, das sei eigentlich untypisch für Fado. „Aber wir haben festgestellt, dass es total gut mit der Musik zusammenpasst.“ Kein Wunder, ist doch auch der argentinische Tango, in dem das Bandoneon eine Hauptrolle spielt, eine Musik voll Wehmut und Melancholie. Und so verzaubern die beiden die Gäste weiter: in Moll.

Von Regine Buddeke

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