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Ostprignitz-Ruppin Durch die Laga zur Millionenstadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Durch die Laga zur Millionenstadt
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00:17 22.07.2016
Drei Gruppen mit insgesamt 39 Schülern der 9. Klassen stellten ihre Zukunftsvideos in der Aula vor. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Welche Nachrichten werden in vier Jahren wohl über den Bildschirm flimmern? Dieser Frage widmeten sich 39 Schüler der 9. Klassen vom Wittstocker Gymnasium während ihrer Medienwoche. Dabei entstanden drei spannende Zukunftsvideos, welche die Jugendlichen am Dienstag ihren Lehrern und Mitschülern in der Aula präsentierten.

Schlechte Nachrichten für die, die 2020 in Rente gehen wollen. Sie müssen bis zu ihrem 80. Geburtstag warten. In einer Umfrage stießen die Schüler mit dieser fiktiven Hiobsbotschaft in Interviews auf empörte Wittstocker. Lediglich Bürgermeister Jörg Gehrmann entgegnete lächelnd: „Das will ich den Leuten nicht antun.“ Anders als in der ersten Videogruppe, welche Island den Sieg bei der Europameisterschaft zugestand, sahen die anderen Gruppen die Favoritenrolle klar bei Deutschland.

Die Schüler interviewten auch Bürgermeister Jörg Gehrmann. Quelle: Christian Bark

Aber auch kritischen Themen wie dem Klimawandel, so sind dann in Wittstock Temperaturen von bis zu 40 Grad keine Seltenheit mehr, widmeten sich die Schüler. So hatte Gruppe zwei gezielt die Großbaustelle des Flughafens BER auf das verlassene Gelände der ehemaligen Tuchfabrik verlegt. Natürlich konnte der jüngst für das Jahr 2017 suggerierte Fertigstellungstermin nicht eingehalten werden. Auf Kritik von Schülerreporter Moritz Joswig, dass das Projekt täglich eine Million Euro verschlingen und trotzdem keiner arbeiten würde, antworteten die Bauarbeiter nur: „Wir führen nur Befehle aus.“

Großstädter stürmen nach Wittstock

Ebenfalls sah die Gruppe keine Zukunft für die Europäische Union, die sich nach dem Austritt Großbritanniens und der Niederlande nun zu den Vereinigten Staaten Europas nach amerikanischen Vorbild formierte. Übrigens wird die Terrormiliz „Islamischer Staat“ 2020 zerschlagen werden.

Die Medienwoche

Seit fünf Jahren findet am Wittstocker Gymnasium regelmäßig die Medienwoche statt. Ziel der Veranstaltung ist es, dass die Schüler eigenes Wissen und Kreativität in multimedialen Projekten gemeinsam umsetzen können.


Die Jahrgangsstufen sieben bis elf
nahmen an der Medienwoche teil. Neben den Zukunftsszenarien wurde eine Bildungsreise nach Mitteldeutschland auf Video festgehalten.

Seit zwei Jahren betreut der Schauspieler Kai Seekings die Videoprojekte.

Wesentlich lokaler blickte die dritte Gruppe in die Zukunft. Dank der Landesgartenschau 2019 sind Hamburger und Berliner auf die Idee gekommen, nach Wittstock zu ziehen. Derweil ist die Kleinstadt zur Millionenmetropole mutiert. Auch gibt es endlich ein Freibad und der Tourismus boomt.

„2019 werden die Schüler ihr Abitur machen, ein Jahr danach stehen sie schon im wirklichen Leben“, erklärte Lehrerin Gitta Albrecht. Genau da setze das Projekt an, damit sich die Jugendlichen heute schon mit der Welt von morgen beschäftigten.

Von Christian Bark

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