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Ecom kauft die Kakaofabrik

Fehrbellin Ecom kauft die Kakaofabrik

Der weltweit agierende Ecom-Konzern mit Sitz in der Schweiz will die insolvente Kakaofabrik in Fehrbellin kaufen und mit allen 125 Mitarbeitern den Betrieb dort fortführen. Das drohende Aus des Werkes scheint damit abgewendet.

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Blick in die Produktion.

Quelle: Peter Geisler (Archiv)

Fehrbellin. Jetzt ist es offiziell: Die Kakao-Fabrik in Fehrbellin ist so gut wie gerettet. Der Internationale Ecom-Konzern will das Grundstück in Fehrbellin mit Maschinen und der eigentlichen Fabrik kaufen und die Produktion danach wieder neu aufnehmen. Das bestätigte Insolvenzverwalter Rolf Rattunde am Montag per Pressemitteilung.

Am vergangenen Dienstag schloss Ecom mit Insolvenzverwalter Rattunde einen Kaufvertrag. Einen Tag danach hat auch der vorläufige Gläubigerausschuss der Euromar Commodities GmbH dem Kaufvertrag zugestimmt. Die zuständigen Kartellbehörden müssen ihn allerdings noch absegnen, hieß es am Montag. Rolf Rattunde ist jedoch optimistisch, dass das klappt: „Ich bin zuversichtlich, auch noch die letzten Hürden im Verkauf zu überwinden.“

Die Arbeitsplätze der 125 Mitarbeiter sollen erhalten werden

Die Arbeitsplätze der 125 Mitarbeiter sollen erhalten werden. Die Econ-Gruppe will für die Fabrik in Fehrbellin noch weitere Anlagen beschaffen und mit den bisherige Mitarbeitern die Produktion dort „neu ausrichten“, so der Insolvenzverwalter.

Monatelang hatten Rattunde und seine Mitarbeiter weltweit nach Firmen gesucht, die die Kakaofabrik in Fehrbellin retten könnten. 25 Interessenten hatten sich schließlich für das Werk interessiert, vier kamen in die engere Wahl. Ecom erhielt schließlich den Zuschlag.

Ecom ist bis heute in Familienbesitz

Der Konzern mit Sitz in der Schweiz wurde 1849 in Spanien gegründet und handelt weltweit vor allem mit Kaffee, Kakao und Baumwolle. Ecom ist bis heute in Familienbesitz und gilt als einer der größten Kaffeeproduzenten weltweit.

Es ist das zweite Mal, dass Rattunde der Kakaofabrik beim Überleben hilft. 1998 war das Unternehmen in Fehrbellin als „Rhinmühle“ in Betrieb gegangen. 2003 folgte die erste Insolvenz, jetzt die zweite. Euromar hatte im Dezember das vorläufige Aus erklärt. Seitdem führte der Insolvenzverwalter mit den Mitarbeitern einen Notbetrieb weiter.

Die 2002 gegründete Euromar Commodities GmbH ist eine Tochter der Transmar Group in New Jersey in den USA. Auch Transmar hat im Dezember Gläubigerschutz beantragt.

Von Reyk Grunow

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