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Edis liefert weiter Gas nach Rheinsberg

Keine Rekommunalisierung Edis liefert weiter Gas nach Rheinsberg

Der alte Vertrag für Gaslieferung nach Rheinsberg endet 2017. Nun haben die Stadtverordneten beschlossen,. dass Edis auch die 20 folgenden Jahre die Haushalte der Kommune mit Gas versorgen soll. Die Bestrebungen, solche Dienste wieder in die Hand der Kommune zu überführen, sind fehlgeschlagen – und nach Meinung des Bürgermeisters auch schlicht zu teuer.

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Erdgasleitungen auf dem platten Land zu verlegen ist teuer – zu teuer für eine Kommune wie Rheinsberg, meint der Bürgermeister der Prinzenstadt.

Quelle: Peter Geisler

Rheinsberg. Alles für die Katz: Dieses Resümee zog Frank-Rudi Schwochow in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung von Rheinsberg, als es um den neuen Konzessionsvertrag mit der Edis für die Gaslieferung in die Kernstadt ging. „Wir wollten so eine Art Vereinbarung doch eigentlich nicht mehr haben“, sagte der Fraktionschef von BVB/Freie Wähler/FDP. Genau deswegen habe die Stadt vor nicht allzu langer Zeit den zeitweiligen Ausschuss zur Rekommunalisierung der Energieversorgung eingesetzt. Doch anstatt sich auf dieses Ziel zu besinnen, setze die Verwaltung den Stadtverordneten nun einfach wieder einen Vertrag mit der Edis vor, der sogar eine längere Laufzeit hat als der vorangegangene.

„Mag sein, dass in dem Ausschuss viel Zeit investiert worden ist“, entgegnete Bürgermeister Jan-Pieter Rau. Da der Ausschuss aber kaum getagt und keine Beschlüsse gefasst habe, gebe es für das Rathaus nun auch keine Handlungsanweisung zu dem Thema. Mit dieser Erklärung gaben sich die Stadtverordneten zufrieden und stimmten mit einer großen Mehrheit für den neuen Konzessionsvertrag mit dem Gaslieferanten. Das eingeräumte Wegerecht bringt der Kommune 10 000 Euro pro Jahr ein.

Jan-Pieter Rau hält wenig von dem Versuch, das Leitungsnetz wieder in die Hände der Kommune zu überführen. Die Rheinsberger Stadtvertreter kamen auf die Idee, als solche Projekte in Großstädten Mode waren. „Sie meinten, man könne richtig Geld damit verdienen“, sagt der Bürgermeister auf MAZ-Nachfrage. Damals, also 2011, sei auch der Energieausschuss in der Prinzenstadt eingesetzt worden, der 2013 wieder aufgelöst wurde, weil das Gremium über ein Jahr nicht getagt hatte (die MAZ berichtete). „Wir haben in Rheinsberg eine große Fläche, aber relativ wenig Abnehmer“, sagt Rau. Er geht deshalb davon aus, dass die Kosten der Versorgung relativ hoch seien. Auch dass es kaum Bewerber für die Konzessionsverträge in der Region gibt, zeige, dass es sich dabei nicht um ein lukratives Geschäft handelt, zumal Rheinsberg für viel Geld die Leitungen des bisherigen Versorgers übernehmen müsste. Wie hoch die Preise dafür sind, zeige das Beispiel Neuruppin. Dort wollte die Edis drei Millionen Euro für das Netz in den Ortsteilen.

Von Celina Aniol

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