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Ostprignitz-Ruppin Ehemaliger Harzer berichtet von Arbeit im Wald
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ehemaliger Harzer berichtet von Arbeit im Wald
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00:32 25.03.2018
Klaus Hoferichter stellte sein Buch vor. Astrid Peschel (r.) las einige Passagen daraus vor. Quelle: Bodo Knaak
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Wusterhausen

Am Tag der Poesie hatte Bibliotheksleiterin Kerstin Jonas am Mittwoch zum diesjährigen zweiten Literatur-Café in den Alten Laden des Herbst’schen Hauses eingeladen. Sie freute sich, zwei Wusterhausener Gäste begrüßen zu können: Klaus Hoferichter als Autor des Buches „Weißes Gold, Harzer Kiene und Kohlmeisen-Hänschens Welt“ und Astrid Peschel, die die ausgewählten Passagen vorlas.

Klaus Hoferichter hat 16 Jahre lang als Harzer in den Wäldern rund um Wusterhausen seinen Lebensunterhalt verdient. Er betonte zu Beginn, dass entgegen der ursprünglichen Auffassung vieler Waldbesucher die Arbeit eines Harzers eine harte Knochenarbeit war.

Den unterschiedlichsten Wetterbedingungen ausgesetzt

Als Forstarbeiter war er je nach Jahreszeit den unterschiedlichsten Wetterbedingungen ausgesetzt: Regen, Wind, Kälte und brennende Hitze wechselten einander ab. Und er war allein, nur hin und wieder Spaziergänger, die für einige Minuten die Stille unterbrachen.

Aber wenn Klaus Hoferichter seine Pausen machte, zur Feldflasche griff und seine Brote verzehrte, hatte er auch immer Stift und Zettel zur Hand, um sich einige Tagesnotizen zu machen. So konnte er beim Schreiben seines Buches, das seit 2016 auf dem Markt ist, auf diese Aufzeichnungen zurückgreifen.

„Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi

Etwa 40 Besucher hatten sich im Alten Laden eingefunden, die einige seiner Geschichten live hören wollten. Auf Wunsch des Autors erklang anfangs ein Satz zum Thema Frühling aus den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi. Mit diesem jahreszeitlichen Thema begann dann auch der Ausflug, dem die Zuhörer einerseits dem Harzer Kiene als Autor und auf der anderen stilistischen Schreibebene aus der Sicht von Kohlmeisen-Hänschen folgen konnten. Die Wusterhausener erkannten die Orte, in die sie die Geschichten mitnahmen: den Bärenbusch bei Plänitz, den Segeletzer Wald, die Schwenze vor dem Eingangstor von Wusterhausen und den Burgwall.

Die beiden Gestalter des Literaturnachmittags erhielten viel Beifall. So manches Buch wechselte den Besitzer, und Klaus Hoferichter signierte es gern. Sein Werk ist außerdem gespickt mit zahlreichen eigenen Federzeichnungen aus der Tier- und Pflanzenwelt und macht es deshalb besonders interessant und einzigartig.

13 Jahre im Kreisheimatmuseum Wusterhausen/Dosse gearbeitet

Klaus Hoferichter erzählte: „Bereits seit 1958 betätigte ich mich als schreibender Arbeiter, wie es zu DDR-Zeiten hieß. Meine eigentliche schöpferische Schaffensperiode begann jedoch nach 1991, als ich meine Tätigkeit im damaligen Kreisheimatmuseum Wusterhausen beendete.“ Zum Jahresende soll sein drittes Buch erscheinen. Es beinhaltet eine weitere Arbeits- und Lebensphase von Klaus Hoferichter: seine dreizehnjährige Tätigkeit von 1978 bis 1991 im Kreisheimatmuseum Wusterhausen/Dosse. Die Wusterhausener dürfen gespannt sein.

Anlässlich des Welttags des Buches (23. April) präsentiert die Schauspielrein Susann Kloss am Samstag, 21. April, um 19 Uhr im Alten Laden des Herbst‘schen Hauses Am Markt 3 ihr Programm „Lillis Gaumenkitzel“.

Von Marianne Golde

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