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Ostprignitz-Ruppin Ehepaar Blocksdorf ist für die Kirche aktiv
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ehepaar Blocksdorf ist für die Kirche aktiv
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12:53 25.09.2017
Das Herz von Blandine und Siegfried Blocksdorf schlägt für die Feldsteinkirche in Wulfersdorf. Quelle: Christamaria Ruch
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Wulfersdorf

Die Feldsteinkirche in Wulfersdorf kann sich glücklich schätzen. Denn wenn es um das Gotteshaus aus dem 16. Jahrhundert geht, sorgen sich Blandine und Siegfried Blocksdorf sowie weitere Aktive um dieses Gebäude und das Gemeindeleben.

„Das ist doch nicht so wichtig, das mache ich sBo nebenbei“, sagt Blandine Blocksdorf immer wieder im Laufe des einstündigen Gespräches. Damit wird deutlich, dass ihr die ehrenamtliche Arbeit rund um das Gemeindeleben der Kirche am Herzen liegt. Aber im Mittelpunkt möchte sie keineswegs stehen. Erst am Freitagabend öffnete das Ehepaar ihr Haus für die Künstler Urmas Pevgonen und Alexander Ivanov. Beide traten in Wulfersdorf innerhalb von „Himmelston und Erdenklang“ auf und gaben dort vor gut 40 Zuhörern ihr zweites Konzert.

Immer stehen frische Blumen auf dem Altar Quelle: Christamaria Ruch

„Die beiden Musiker waren schon mal hier und damals fragte uns Olaf Fröhlich vom Gemeindekirchenrat, ob wir sie betreuen und bewirten können“, so Blandine Blocksdorf. Beim ersten Auftritt versorgte Ehepaar Blocksdorf die Musiker in der Kirche – nun öffneten sie ihr Haus für diesen Empfang. „Nur ein paar Häppchen und etwas zu trinken“, winkt Blandine Blocksdorf ab. Wer mit diesem Ehepaar ins Gespräch kommt, wird recht schnell von deren Herzlichkeit und Offenheit in den Bann gezogen.

Von 1973 bis 2013 wirkte Blandine Blocksdorf im Gemeindekirchenrat (GKR) mit. Dann übernahm ihre Tochter Claudia Kördel diesen Staffelstab. „Seit mehreren Jahrzehnten bin ich Küsterin“, so die 79-jährige Blandine Blocksdorf. Dabei wechselt sie sich alle vier Monate mit Anke Pries vom GKR ab. Auch bei Anke Pries sind Küsterdienst und Mitarbeit im GKR Familiensache: Sie übernahm von ihrer Mutter diese Aufgaben. Das Läuten der Glocken, Sauberkeit in der Kirche, den Altar mit Blumen schmücken, Kollekte vom Gottesdienst zählen bis hin zum Austragen der Gemeindebriefe gehören zum Küsterdienst.

Auch bei Kirchenführungen gilt Blandine Blocksdorf als erste Adresse. Kommen Besucher nach Wulfersdorf, melden sie sich bei ihr und sie greift dann zum Kirchenschlüssel. Das Gotteshaus birgt einige Schätze: Die Lütkemüllerorgel mit den zwei Manualen gehört dazu. Dieses Instrument gilt als das letzte Werk vom Wittstocker Orgelbaumeister Friedrich Hermann Lütkemüller (1815 bis 1897) und stammt aus dem Jahre 1894. Dank einer Spendensammlung konnte das Instrument bis 2014 restauriert werden. Zuvor schwieg die Orgel mehrere Jahrzehnte. „Die Orgel und der Schmuckgiebel an der Ostseite sind besonders schön“, so Blocksdorf. Mittlerweile erstrahlen auch die Kronleuchter in neuem Glanz. „Früher haben wir sie mehrmals im Jahr gereinigt und geputzt, aber dann ging das nicht mehr“, sagen Blandine und Siegfried Blocksdorf. Daraufhin tauchte das Ehepaar diese Leuchter in goldbronzene Farbe.

„Wir haben zwar seit zwei Jahren nur noch einmal im Monat Gottesdienst, aber immer spielt Kirchenmusiker Uwe Metlitzky bei uns“, so Blandine Blocksdorf. Die Schar der Gottesdienstbesucher ist klein, bedauert das Ehepaar. Auch zum monatlichen Gemeindenachmittag gesellt sich nur eine kleine Gruppe. Dennoch steht jedes Mal ein Thema auf dem Programm und das Kaffeetrinken gehört dazu. Beim Kuchenbacken wechseln sich die Besucher ab. „Jedes Mal sammeln wir dann von jedem zwei Euro und haben schon einiges für die Kirche geleistet“, so Blandine Blocksdorf. Ein Teppich für den Altarraum oder neue Sitzkissen gehören dazu.

Das letzte Werk von Orgelbaumeister Lütkemüller: Die Orgel in Wulfersdorf entstand 1894. Quelle: Christamaria Ruch

Schon seit 1988 verfügt die Kirche über ein elektrisches Geläut. „Das hat uns damals die Partnergemeinde vom Bodensee bereit gestellt“, erinnert sich Blandine Blocksdorf. Nach wie vor zieht Olaf Fröhlich sonntags die Kirchenuhr auf. Bereits seit dem Jahr 2003 wird die Kirche als eine der wenigen Gotteshäuser in der Region abends angestrahlt.

Siegfried Blocksdorf ist ebenfalls für die Kirchengemeinde aktiv. Seit gut fünf Jahren mäht der 78-Jährige den Rasen rund um das Gotteshaus. „Zuerst mit Sense und Rasenmäher und nun mit einem neuen Rasenmäher“, sagt er.

Je nach Witterung mäht er bis zu dreimal monatlich. „Zwei Stunden und 20 Minuten benötige ich dafür“, sagt er. Doch diese Zeit hält er nur ein, wenn „niemand vorbeikommt und mit mir erzählt.“

Von Christamaria Ruch

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