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Ostprignitz-Ruppin Ehrenamtler streichen Gemeindehaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ehrenamtler streichen Gemeindehaus
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00:17 29.10.2016
Die frisch gestrichene Fassade unterstreicht es: Das Gemeindehaus ist das Schmuckstück des Dorfes. Quelle: Alexander Beckmann
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Giesenhorst

Die Giesenhorster Feuerwehrleute haben ihr Versprechen wirklich wahr gemacht. Schon im Frühsommer hatten sie angekündigt, sich in diesem Herbst der Fassade des Gemeindehauses anzunehmen. Nun ist die Arbeit getan.

Und es war wahrlich ein Haufen Arbeit. Rund 300 Quadratmeter Wand und 100 Quadratmeter Sockel waren zu renovieren. Drei Anstriche brachten die freiwilligen Helfer auf. „Vorher haben zwei Kameraden auch noch Schäden am Putz repariert“, berichtet Ortswehrführer Nico Hoffmann. Gut zwei Wochen lang waren er und seine Mitstreiter immer mittwochs und sonnabends am Werk.

Seinen letzten Anstrich hatte das Haus im Jahr 2000 erhalten. Schön sah der schon lange nicht mehr aus: Risse, abblätternde Stellen, Spuren alter Reparaturen. Geld für eine Auffrischung hatte die Gemeinde Dreetz, deren Ortsteil Giesenhorst ist, aber kaum. Die Giesenhorster Gemeindevertreterin Kerstin Fabisch konnte zumindest durchsetzen, dass die Gemeinde Geld fürs Material bereitstellte. „Was uns fehlt ist ein Gerüst“, stellte sie schon im Frühjahr fest.

Das ließ sich nicht ändern. Die Malertruppe der Feuerwehr behalf sich weitestgehend mit Leitern – mühsam, aber machbar. „Nur für den Giebel hatten wir eine Hebebühne, die uns die Firma Zühlke spendiert hat“, berichtet Nico Hoffmann.

Trotzdem kann sich das Ergebnis sehen lassen. „Ich bin auf jeden Kameraden richtig stolz“, sagt der Ortswehrführer. „Es gab kein Murren. Jeder hat mit angepackt.“ Die Feuerwehr mit ihren 15 Aktiven ist von der Größe her sehr überschaubar.

Beim Giesenhorster Herbstfeuer gab es für die Feuerwehrleute die gebührende Anerkennung. Quelle: Alexander Beckmann

Das ehrenamtliche Engagement haben die Giesenhorster kürzlich beim Herbstfeuer gefeiert. Bei Bratwurst, Boulette und Glühwein gab es da für jeden Beteiligten auch gleich noch ein kleines Präsent der Giesenhorster Frauensportgruppe.

Die Sportgruppe gehört neben der Feuerwehr zu den regelmäßigen Nutzern des Saals am Gemeindehaus. Das Gebäude gilt den Einwohnern als eigentliches Zentrum des Dorfes. Seit Jahrzehnten haben sie viel Arbeit hineingesteckt. Ursprünglich war das Haus die Schule des Ortes. 1974 – da hatte das Dorf immerhin über 200 Einwohner – baute die LPG den Saal an. Seitdem kümmern sich die Giesenhorster engagiert um Erhaltung und Ausstattung. Im Jahr 2000 erfolgte eine umfassende Modernisierung. Den Tresen besorgten die Giesenhorster selbst. Die Küche ist eine Spende. „Das wird gern genutzt“, sagt Nico Hoffmann. „Es ist das Gebäude, in dem das meiste hier passiert.“ Auch für Geburtstage und Familienfeiern hat es sich schon oft bewährt.

Ein paar Kleinigkeiten bleiben aber noch zu erledigen, bis alles wieder tipptop ist. „Wir konnten alle Fenster herrichten, bloß bei denen am Giebel hat das keinen Sinn mehr“, sagt Nico Hoffmann. Dank Kerstin Fabisch ist die Gemeindevertretung in Dreetz darüber informiert. Man wolle sehen, was sich machen lässt, hieß es dort bei der jüngsten Sitzung.

Von Alexander Beckmann

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