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Eichenspinner: Gifteinsatz startet in Neustadt

Kampf gegen gefährliche Raupen Eichenspinner: Gifteinsatz startet in Neustadt

Seit Jahren versucht der Landkreis Ostprignitz-Ruppin die Ausbreitung der aggressiven Raupen des Eichenprozessionsspinners einzudämmen. Auch in diesem Jahr wird dazu in vielen Orten Gift vom Boden und aus der Luft versprüht. Am Montag geht es los. Alle Gemeinden haben Bedarf angemeldet – bis auf Rheinsberg.

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Wie in einer Prozession ziehen Tausende Raupen des Spinners am Stamm befallener Eichen entlang. Daher kommt auch der Name der Insekten.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. In der kommenden Woche beginnt der Landkreis mit dem Einsatz gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners. Voraussichtlich ab Montag, 9. Mai, wird zunächst im Bereich des Amtes Neustadt befallenen Eichen vom Boden aus mit Insektengift besprüht. Nach und nach arbeiten sich die Einsatzkräfte dann weiter. Am Dienstag und Mittwoch werden sie vermutlich im Bereich der Gemeinde Wusterhausen unterwegs sein. Wann die anderen Orte im Kreis folgen, ist noch nicht genau klar. In etwa zwei Wochen soll die Giftaktion möglichst beendet sein. Ob das klappt, hängt allerdings maßgeblich vom Wetter ab, heißt es aus der Kreisverwaltung in Neuruppin.

Die Ämter und Gemeinden hatten bereits im vergangenen Jahr beim Landkreis angemeldet, wo sie einen Einsatz des Giftes gegen die Spinner für wichtig halten. Zunächst sollen besonders stark befallene Bäume mit einem Hochleistungsgebläse vom Boden aus besprüht werden. Das hatte sich in den vergangenen Jahren als besonders effektiv herausgestellt. Größere Flächen werden aber auch diesmal wieder vom Hubschrauber aus mit Gift besprüht. Das gilt insbesondere für den Bereich des Amtes Temnitz, wo 144 Hektar mit dem Insektengift Dipel ES behandelt werden sollen. Wann genau der Hubschraubereinsatz startet, wird sich Anfang der kommenden Woche herausstellen, so Mathias Wittmoser , der als Ordnungsamtsleiter des Kreises den Einsatz koordiniert.

Eichenprozessionsspinner gelten vor allem deshalb als gefährlich, weil die Haare der Raupen beim Menschen schwere Reaktionen auf der Haut verursachen können. Dazu genügt es, dass sich Menschen in der Nähe befallener Bäume aufhalten; die giftigen Brennhaare werden durch die Luft verbreitet.

Die Raupen sind aggressiv und breiten sich rasant und in Massen aus. Seit Jahren versucht der Kreis, sie mit Insektengift einzudämmen. Bis auf Rheinsberg beteiligen sich in diesem Jahr alle Gemeinden an der Aktion. Im Rheinsberger Raum wurden im vergangenen Jahr kaum noch Eichenprozessionsspinner festgestellt.

Von Reyk Grunow

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