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Ostprignitz-Ruppin Ein 30 Kilometer langer Rundkurs für Paddler
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ein 30 Kilometer langer Rundkurs für Paddler
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02:16 17.03.2018
Wassertourismus, Tourismus, Touristen im Kanu, Wassertourismus Quelle: Peter Geisler
Fehrbellin

Das war eindeutig: Ohne Gegenstimme hat der Tourismusausschuss der Gemeinde Fehrbellin am Dienstagabend für ein Konzept gestimmt, mit dessen Hilfe künftig mehr Wassertouristen in die Gemeinde gelockt werden sollen. Schließlich hat die Gemeinde viel Wasser zu bieten.

Motorsport und Paddler kommen sich nicht ins Gehege

„Wir haben es bisher nie zu schätzen gewusst, dass wir etwas Besonderes haben“, sagte Bürgermeisterin Ute Behnicke – nämlich einen etwa 30 Kilometer langen Rundkurs für Kanufahrer. Dieser führt über Fehrbellin, Tarmow, Hakenberg, den Bützsee, Wustrau, den Mühlenrhin und den Rhin wieder nach Fehrbellin. Auch der Motorsport, der auf einem Teil der Gewässer betrieben werde, sei für die Paddler nicht störend. „Keiner kommt sich ins Gehege“, so Behnicke.

Eigenanteil liegt vermutlich nur bei 33 000 Euro

Um den Rundkurs bekannt und auch attraktiv zu machen, etwa mit Kanurastplätzen sowie Ein- und Ausstiegsorten für die Boote, müssten etwa 169 000 Euro investiert werden, heißt es in einer Studie. Allerdings rechnet Bürgermeisterin Behnicke mit einer großzügigen Förderung. „Mindestens 80 Prozent sind drin.“ Damit würde der Eigenanteil der Gemeinde gerade einmal 33 000 Euro betragen. Hinzu kommen lediglich 7500 Euro für das Konzept, das vom Regionalen Wachstumskern „Freiraum Ruppiner Land“ in Auftrag gegeben und über den Topf Regionalbudget gefördert wurde.

Rhinpark-Konzept soll einbezogen werden

Der Tourismusausschuss begrüßte das Konzept. Jedoch sollte auch das Rhinpark-Konzept, das der Ortsbeirat von Fehrbellin jüngst auf den Weg gebracht hat, mit einbezogen werden, sagte Mathias Perschall. Darin sahen weder Ausschusschef Jens Schröder noch Bürgermeisterin Behnicke ein Problem. Die Gemeinde hofft, dass der Rundweg für Paddler vielleicht schon dieses Jahr einige Touristen zusätzlich in die Region locken wird. „Wir liegen nicht weit weg von Berlin und der Autobahn“, sagte Ausschussvorsitzender Schröder. Möglicherweise könnten durch den Verleih von Booten sogar einige Arbeitsplätze entstehen. Wichtig sei ebenfalls, dass die Rastplätze auch regelmäßig gepflegt werden, betonte Christiane Kurz aus Protzen. Auch daran hat die Gemeinde gedacht. Sie ist deshalb sowohl mit dem Bauhof als auch mit dem Wasser- und Bodenverband im Gespräch, sagte Bürgermeisterin Behnicke.

Die Gemeinde hat das letzte Wort

Das letzte Wort zum Wassertourismus-Konzept haben die Gemeindevertreter. Sie wollen darüber am Donnerstag, 22. März, befinden.

Von Andreas Vogel

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