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Ostprignitz-Ruppin Posse in Wittstock: Nacktverbot fürs Rathaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Posse in Wittstock: Nacktverbot fürs Rathaus
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00:35 27.07.2015
Zu intim fürs Rathaus. Dieses Bild wird nicht ausgestellt. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Volle Lippen, blonde Locken, beachtliche Oberweite: Diese Blondine zeigt, was sie hat. Nur eine Bettdecke verhüllt spärlich Intimeres. Gemalt hat dieses Motiv Günter Schuldt. Der 79-Jährige eröffnete am Donnerstagnachmittag gemeinsam mit Vize-Bürgermeister Dieter Herm und Kulturamtsleiterin Dorothea Stüben eine Ausstellung im Foyer des Wittstocker Rathauses.

Unter den 40 Bildern finden sich viele Wittstock-Motive wie das Gröper Tor, das Rathaus, der Daberturm mit Brücke in Alt Daber, die Logenbrücke oder der Bereich Am Kyritzer Tor – und eben auch die laszive Schönheit. Aber ein Akt-Motiv in einem öffentlichen Raum wie dem Rathaus-Foyer, wo auch Kinder jederzeit ein und aus gehen können? Das böte Konfliktpotenzial. Schließlich könne jemand daran Anstoß nehmen, begründet Stadt-Sprecher Jean Dibbert. Deshalb entschied man sich, die Blondine lieber draußen zu lassen. Nur für die MAZ holt Dibbert das Bild kurz einmal aus seiner schwarzen Hülle. Zur Ausstellungseröffnung wurde es sicher und unauffällig in einem Nebenraum verwahrt.

Günter Schuldt (r.) mit Vertretern der Stadt Wittstock bei der Ausstellungseröffnung im Rathaus. Quelle: Björn Wagener

Wenn es nach Günter Schuldt gegangen wäre, hätte der blonde Männertraum ruhig auch ausgestellt werden können. „Ich male alles, was mir gefällt“, sagt der Senior. Er ist gebürtiger Wittstocker, verbrachte allerdings nur die ersten 16 Lebensjahre in der Dossestadt. Als er seine Mauerlehre begann, verließ er auch Wittstock. Jetzt lebt er in Berlin. Doch seine Heimatstadt hat er nie ganz vergessen – deshalb die vielen Wittstock-Motive in Acryl und Öl. Als Vorlagen dienten Fotos, die zum Teil schon zehn Jahre alt sind. Deshalb vergewisserte sich Günter Schuldt am Donnerstag immer wieder bei seinen Gastgebern, ob die gemalten Ansichten auch immer noch so aussehen, was diese bestätigten.

Der Maler Günter Schuldt hätte dieses Bild gern in der Ausstellung im Rathaus gezeigt – darf er aber nicht. Quelle: Björn Wagener

Dass der Wahl-Berliner die Gelegenheit bekam, in seiner alten Heimat auszustellen, nahm mit einem Geschenk seinen Anfang. „Zwei Motive – das Gröpertor und das Rathaus – habe ich im vergangenen Jahr dem Bürgermeister geschenkt“, erinnert sich Schuldt. Daraus sei dann die Idee entstanden, noch mehr Bilder vor Ort zu zeigen. Neben den Wittstock-Motiven werden vor allem auch Flugzeuge präsentiert.

Die Liebe zur Malerei habe er von seinem Vater geerbt, der Maler gewesen sei, erzählt Schuldt. Er selbst habe nebenbei immer mal wieder ein Bild gemalt, „aber so richtig damit angefangen habe ich wieder 2004, als ich mich auch einer Malgruppe in Berlin anschloss.“ Die gebe es zwar inzwischen nicht mehr, aber die Leidenschaft für sein Hobby blieb. Und so entstehen immer wieder ganz verschiedene Motive – „egal was, Hauptsache schön“. Die Exposition von Günter Schuldt ist noch bis zum 14. September im Rathaus zu sehen. Die Bilder können auch käuflich erworben werden.

Von Björn Wagener

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