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Ein Block soll weg, zwei werden aufgefrischt

Kyritz Ein Block soll weg, zwei werden aufgefrischt

Die Kyritzer Wohnungsbaugesellschaft will den „Stadtumbau“ in Kyritz West fortsetzen. Neben dem Abriss eines Wohnblocks mit 40 Wohnungen plant sie dazu auch Investitionen: An zwei Häusern in direkter Nachbarschaft beginnen noch in diesem Monat umfangreiche Instandhaltungsarbeiten.

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Die Häuser Straße der Jugend 4 und 6 sollen in den nächsten Monaten unter anderem einen neuen Fassadenanstrich erhalten. Wohnungsbaugeschäftsführerin Gabriele Schuster freut sich schon.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Unter den betroffenen Mietern ist es schon seit Wochen Gesprächsthema Nummer 1 und inzwischen haben sie es auch offiziell: Die Kyritzer Wohnungsbaugesellschaft plant den Abriss des Hauses Straße der Jugend 2 in Kyritz (gleich neben dem Postgelände) voraussichtlich schon um den nächsten Jahreswechsel herum.

Für die Geschäftsführerin der Wohnungsbaugesellschaft Gabriele Schuster ist das die vernünftigste Lösung. Zwar sei die Auslastung des Wohnraums in dem Gebiet gegenwärtig noch relativ gut, doch bezweifle sie, dass das auf Dauer so bleibt. „Wir sind angehalten, in die Zukunft zu schauen und wir sind der Auffassung, dass es in den kommenden Jahren wieder zu einer Erhöhung des Wohnungsleerstandes kommen wird.“ Zugleich seien derzeit innerhalb des Programms „Stadtumbau Ost“ noch Fördermittel für Abrissvorhaben verfügbar. „Die möchten wir natürlich gerne nutzen.“

Der Block in der Straße der Jugend 2 gilt als dringend sanierungsbedürftig

Der Block in der Straße der Jugend 2 gilt als dringend sanierungsbedürftig.

Quelle: Alexander Beckmann

Dass die Wahl ausgerechnet auf das Haus Nummer 2 fiel, hält Gabriele Schuster für nur folgerichtig: „Das Objekt wurde 1992 mit Landesmitteln modernisiert. Aber aufgrund der Bauweise wurde damals keine Wärmedämmung gefördert.“ Nach heutigen Standards müsste solch eine Dämmung aber erfolgen. Und es gäbe an dem Haus noch deutlich mehr zu tun. „Das Dach befindet sich in einem desolaten Zustand, so dass fast alle Wohnungen im Obergeschoss seit Jahren nicht mehr vermietet werden können.“ Zudem handle es sich ausschließlich um Drei-Raum-Wohnungen mit je 60 Quadratmetern. Die Aussicht, für alle 40 Wohnungen Mieter zu finden, sei gering. „Deshalb hat sich die Gesellschaft entschieden, dieses Gebäude vom Markt zu nehmen.“

Gut die Hälfte der Wohnungen in dem Block ist derzeit noch bewohnt. Die Mieter wurden vor etwa zwei Wochen gebeten, sich nach alternativen umzuschauen. „Gern sind wir Ihnen bei der Wohnungssuche und bei einem Wohnungsumzug im Rahmen unserer Möglichkeiten behilflich“, schrieb die Wohnungsbaugesellschaft.

Gabriele Schuster geht nicht davon aus, dass alle Mieter bei ihrem Unternehmen unterkommen werden. Aber: „Für einige haben wir schon Lösungen.“ Grundsätzlich strebe man bei all dem Einvernehmen an. „Die Gesellschaft hat ja in den letzten Jahren über 200 Wohnungen rückgebaut. Das lief alles sehr sachlich. Dafür bedanken wir uns.“ So soll es möglichst auch diesmal ablaufen.

Zugleich bemüht sich das Unternehmen laut seiner Geschäftsführerin um die weitere Aufwertung des Wohngebietes. Gabriele Schuster verweist auf die Beteiligung der Kommune am Programm „Soziale Stadt“. „Wir freuen uns, dass man erkannt hat, dass Kyritz West ein Gebiet ist, das zu entwickeln sich lohnt.“ In direkter Nachbarschaft zu dem Block auf der Abrissliste wird die Wohnungsbaugesellschaft im Mai damit beginnen, zwei Blocks instandzusetzen (Straße der Jugend 4 und 6). Am sichtbarsten wird das wohl an den Fassaden, deren Putz und Anstrich erneuert werden. Außerdem sollen die Balkone saniert, die Regenentwässerung, die Kellereingänge an den Rückseiten und die Wechselsprechanlagen erneuert werden. „Die Kosten für beide Gebäude werden sich auf etwa 600 000 Euro belaufen, die die Gesellschaft aus eigenen Mitteln aufbringt“, sagt Gabriele Schuster. Bei Informationsveranstaltungen am Donnerstag, dem 4. Mai, (Haus Nummer 4) und am Donnerstag, dem 18. Mai, (Haus Nummer 6) wolle man die Mieter über die Vorhaben informieren. Denn ohne zeitweilige Einschränkungen werde es nicht gehen. „Die Leute werden wahrscheinlich bis Ende August die Balkone nicht nutzen können“, nennt die Geschäftsführerin als Beispiel.

Von Alexander Beckmann

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