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Ein Border Collie als Taschendieb

70 Besucher hörten Hundegeschichten in Köpernitz Ein Border Collie als Taschendieb

"Auf den Hund gekommen? Das trifft auf uns nicht zu", sagte der Vereinsvorsitzende Bernd Donner am Sonnabend freudestrahlend über einen Zuschuss von 7.500 Euro für das Kulturgutshaus Köpernitz von der Stadt Rheinsberg. Dafür kann ein Gutteil der Fassade neu verputzt werden.

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Border Collie Sam.

Quelle: Regine Buddeke

Köpernitz. Die neue Finazierung ist ein weiteres Stück in der Arbeit der Vereinsmitglieder, das historische Gutshaus instandzusetzen, zu restaurieren und zu verschönern. Am Sonnabend hatten sie zum 40. Mal zu einer Veranstaltung ihrer Reihe "Ländliche Gerichte und Geschichten" ins Gutshaus eingeladen - zu Futter für Magen und Geist. 70 Neugierige waren gekommen, um alles über den Hund zu erfahren. Für Unterhaltung sorgte Ulrike Krüger, Tierpflegerin in einem Berliner Tierheim und seit frühester Kindheit bekennender Hundenarr. Die 25-Jährige hatte einen Überraschungsgast mitgebracht: ihren Border Collie Sam, den sie im Laufe ihrer amüsanten Abhandlung einige Tricks vollführen ließ. "Man kann ihm eine Menge antrainieren - mit Geduld, Konsequenz und jeder Menge Leckerlis. Er ist ziemlich verfressen", plauderte sie aus dem Nähkästchen. Sam zeigt sich musikalisch am Triangel, sportlich auf dem Skateboard und als schlitzohriger Taschendieb. In Windeseile befördert er nicht nur eine Brieftasche aus einem verschlossenen Rucksack, sondern zaubert für Frauchen gleich noch den 20-Euro-Schein aus derselben. "Hunde brauchen halt eine Aufgabe", erklärt seine Besitzerin.

Sie erläuterte den Besuchern den Unterschied zwischen Gesellschaftshunden und tierischen Modeaccessoires wie Moshammers Daisy und Arbeitshunden wie den Border Collies. Diese Hunde beweisen sich als Hüte- oder Wachhund, suchen Lawinenopfer, führen Blinde und erschnüffeln Drogen für den Zoll. Hunde wie Daisy dienen eher der sozialen Bedürftigkeit der Menschen oder als Statussymbol. "Das ist natürlich für den Hund schön, wenn er geschätzt wird", so Krüger. "Man sollte ihm trotzdem die Möglichkeit geben, Hund zu bleiben." Damit kritisierte sie die zunehmende Vermenschlichung des Tieres durch Erscheinungen wie Modekollektionen für Hunde und Hundepsychiater.

In dieselbe Kerbe schlug auch Bernd Donner, der im Verlauf des Abends seine Erzählung "Auf den Hund gekommen" vorlas. Etwas anstrengender wurde es dann beim Quiz, bei dem das Publikum einige "hundsgemeine" Sprichwörter rund um den Vierbeiner richtig zuordnen musste - eine Aufgabe, der nicht jeder gewachsen war. Trotzdem konnten etliche Gewinner kleine Preise mit nach Hause nehmen.

Von Regine Buddeke

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