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Ostprignitz-Ruppin Ein Dach für die Gemeinschaft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ein Dach für die Gemeinschaft
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00:25 21.10.2015
Stefan Ollroge (r.), Vorsitzender des SV Dreetz, machte den Grillmeister bei der kleinen Einweihung der neuen Überdachung. Quelle: Matthias Anke
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Dreetz

Die derzeit neun Leute der Wohngemeinschaft für Demenzkranke neben der Tagespflege des Dreetzer Seniorenzentrums freuen sich wohl mehr als alle anderen Menschen in der Region aufs nächste Frühjahr. Sie freuen sich auf die Zeit, ab der es sich wieder mehr lohnt, draußen zu sitzen. Denn ihre neueste Errungenschaft ist ein kleiner Pavillon. Trotz des tristen Herbstwetters ließen sie es sich nicht nehmen, ihn am Wochenende mit einem kleinen Grillfest schon mal einzuweihen.

Das Besondere an dieser Überdachung, die genau genommen ein Carport ist, liegt in den Aufbauhelfern. Zwar hatten die Familien der Wohngemeinschaft diese Anschaffung finanziert, aufgestellt wurde der Carport jedoch von jungen Mitgliedern des SV Dreetz. Sie revanchierten sich damit für die Hilfe, die es für den Verein zuvor von den Familien der Senioren gab. Diese hatten gut 150 Euro gesammelt und damit einen Teil dazu beigetragen, dass der kleinere der beiden Dreetzer Sportplätze wieder hergerichtet werden konnte. Wo es einst aussah wie Kraut und Rüben, sind Steine weggesammelt und es gedeiht jetzt Rasen auf neuer Muttererde. „Wir brauchen den kleinen Platz für die dunklere Jahreszeit fürs Training. Er hat schließlich eine Flutlichtanlage und der andere größere ja nicht“, erklärt der 28-jährige Vereinsvorsitzende Stefan Ollroge.

Das Seniorenzentrum Dreetz

Baustart für das Seniorenzentrum des Diakonischen Werks Ostprignitz-Ruppin in Dreetz war im Herbst 2012. Eröffnet wurde es im Jahr darauf.

Während der Arbeiten wurde das Gelände der ehemaligen Dreetzer Schule komplett umgestaltet. Erhalten blieb nur das frühere Kita-Gebäude, das ausgebaut wurde.

Laut Diakonie-Geschäftsführer Werner Böhm wurden 1,2 Millionen Euro investiert. 100 000 Euro Fördermittel gab es vom Deutschen Hilfswerk.

In der Tagespflege des Seniorenzentrums kümmern sich um die sechs Betreuerinnen um die Besucher. In der Wohngemeinschaft für Demenzkranke indes gibt es eine Rund-um-die-Uhr- Versorgung dank etwa einem Dutzend Pflegekräften.

Neben den Fußballern gehören auch noch Kegler und Tischtennisspieler zum Verein. Letztere nutzen die alte Schulturnhalle, auf die es sich aus dem Gemeinschaftsraum der Demenzwohngruppe blicken lässt. Denn genau dort, wo einst die Dreetzer Schule stand, befindet sich heute das Seniorenzentrum des Vereins „Diakonisches Werk Ostprignitz-Ruppin“. Dieser kaufte das Gelände. Nach Beginn der Arbeiten im Herbst vor drei Jahren wurde das Seniorenzentrum 2013 eröffnet, samt sieben Wohnungen mit ambulanter Betreuung im früheren Kita-Gebäude, in denen ältere Menschen noch relativ selbstständig leben können. Es sind Zweizimmerwohnungen unterschiedlicher Größe mit Küche und Bad. Alle Wohnungen sind ebenerdig und haben einen Terrassenzugang.

Für die sogenannte Servicewohngemeinschaft für Demenzkranke stehen zehn WG-Zimmer zur Verfügung. Wie Werner Böhm als Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Ostprignitz-Ruppin seinerzeit sagte, hatte man mit dieser Wohnform in Neuruppin bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.

Angeboten wird eine 24-Stunden-Betreuung dank eines Pflegeteams, dem gut ein Dutzend Beschäftigte angehören. Hinzu kommen Hausmeister Jan Niemoth und der Dreetzer Gerd Munko, der sich fürs Seniorenzentrum und besonders die Demenzabteilung engagiert. Seit nunmehr zweieinhalb Jahren wohnt dort auch der Großvater Stefan Ollroges: der 81-jährige Günter und wiederum Vater von Stefans Mutter Waltraud Ollroge, die in der Region bekannt ist wegen ihres Ferienhofs in Lüttgen Dreetz. Sie hatte die Idee zur Aktion mit dem Motto „Alt hilft Jung und Jung hilft Alt“. Ihr Sohn Stefan sagt: „Das ist gerade wichtig angesichts dessen, dass sich ja immer weniger Leute ehrenamtlich um was kümmern oder mal irgendwo mit einbringen.“

Von Matthias Anke

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