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Ein Dorf im Feierrausch

Storbeck Ein Dorf im Feierrausch

Storbeck im Ausnahmezustand: Im Dorf wird gefeiert – und alle machen mit. Am Wochenende wurden die Wiederbesiedlung vor 325 Jahren gefeiert, das zehnte Country- und Bikerfest sowie der fünfte Geburtstag des Dorfvereins. Beim Ernteumzug waren fast alle 240 Einwohner mit von der Partie

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Liebevoll geschmückt waren die Wagen beim Festumzug, der durch den gesamten Ort führte.

Quelle: Andreas Vogel

Storbeck. Die alten Motorräder knattern, doch Corven lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Der Zehnjährige, der im vergangenen Jahr mit seiner Familie von Neuruppin nach Storbeck umgezogen ist, sitzt auf einem Rasentraktor mit Anhänger. Vorsichtig steuert Corven das Gefährt beim Festumzug durch das Dorf und wahrt Abstand zu dem direkt vor ihm knatternden Motorrädern. Storbeck befand sich am Wochenende im Rausch. Gleich drei Feste auf einmal wurden gefeiert: Die Wiederbesiedlung vor 325 Jahren, das zehnte Country- und Bikerfest sowie der fünfte Geburtstag des Storbecker Dorfvereins. Kein Wunder also, dass beim Ernteumzug fast alle der knapp 240 Einwohner von Storbeck auf den Beinen sind. „Noch nie war das Dorf so intensiv geschmückt. Jeder hat sich was einfallen lassen“, freut sich Ute Gutsche.

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Vor 325 Jahren wurde Storbeck zum zweiten Mal gegründet – von zwölf Schweizer Bauern mit ihren Familien. Das wurde am Wochenende groß gefeiert. Schließlich wurde der Dorfverein fünf Jahre und das Country- und Bikerfest fand zum zehnten Male statt.

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Die Lehrerin an der Neuruppiner Fontaneschule ist seit einigen Wochen kommissarische Ortsvorsteherin von Storbeck, nachdem Karin Semrau aus persönlichen und beruflichen Gründen zurückgetreten war. Gleichwohl hat Semrau bei der Vorbereitung der Feierlichkeiten geholfen – wie viele andere auch. Die Chorfrauen haben den Kuchenbasar organisiert, der Dorfverein verschiedene Wettbewerbe wie das Bierglasstemmen, das Motorblock- und das Hufeisen-Werfen sowie das Wettmelken. An dem mit Wasser gefüllten Euter aus Gummi zeigt Albert Salzwedel aus Rüthnick, dass er trotz seines Alters nichts verlernt hat. Mit gekonnten Bewegungen spritzt der 79-Jährige innerhalb einer Minute 860 Milliliter Wasser in den kleinen Eimer unterhalb des Euters. „Gelernt ist gelernt“, sagt Salzwedel und lacht. Schließlich hat er jahrelang auf seinem Bauernhof gearbeitet.

Ortsvorsteherin Uta Gutsche hoch zu Ross

Joachim Stirnemann (66) hat für das Fest seinen alten Audi-DKW, Baujahr 1954, aus der Garage geholt. Das rote Cabriolet, das in den Audi-Werken Zwickau gebaut wurde, hat er in Sachsen entdeckt, gekauft und mit Hilfe von Handwerkern aus der Region wieder aufgebaut. „Ich habe jahrelang von so einem Auto geträumt.“

Ortsvorsteherin Gutsche sitzt inzwischen wieder auf ihrem Pferd. Auf einem Feld direkt neben dem Festplatz zeigen zwei Westernreiter ihr Können, Gutsche probiert das auch. Wenig später herrscht wieder direkt auf dem Festplatz Gewusel: Mitglieder des Hundesportvereins Neuruppin sind mit ihren Vierbeinern da. Auf Kommando springen die Hunde über Hindernisse und bringen Bälle zu ihren Besitzern. Der Tag endet mit Livemusik und Feuerwerk, die Feiern am Sonntag mit einem musikalischen Frühschoppen.

Von Andreas Vogel

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