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Ein Kakteengarten in Vielitz

„Mein kleiner grüner Kaktus“ Ein Kakteengarten in Vielitz

Es gibt sie in winzig und riesig, in Knollen-, Säulen-, oder Kugelform, mit langen oder kurzen Stacheln und Blüten in allen Farben: Kakteen. Für Leute, die gern mal das Gießen vergessen, ist die robuste Pflanze eine gute Alternative zu anderen Zimmerpflanzen. Die Vielitzerin Dörte Zielicke sammelt und vermehrt sie mit Hingabe.

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Dörte Zielicke vor ihren Lieblingen.
 

Quelle: Peter Geisler

Vielitz.  Angefangen hat es auf einem Berliner Balkon. „Nach einem Urlaub war meine gesamte Bepflanzung futsch“, erinnert sich Dörte Zielicke. Kurzerhand versuchte sie es mit Kakteen. „Die braucht im Urlaub keiner gießen.“ Als die Hobbygärtnerin nach dem Intermezzo in der Hauptstadt 2004 wieder zurück ins heimische Vielitz zog, nahm sie ihre stacheligen Schützlinge mit. „Dann wurden die immer größer und immer mehr“, sagt sie . Mit zwei grünen Daumen zieht sie Ableger aus den sogenannten Kindels, die am Leib der Mutterpflanze wachsen, aber auch aus Samen und den Seitentrieben der Säulenkakteen. „Und wenn einer zu hoch wird, wird er geköpft“, so die 44-Jährige. Ihr Wissen bezieht sie aus Fachbüchern. Mittlerweile ist ihre Sammlung so groß, dass sie sommers einen 25 Quadratmeter großen Kakteengarten vor dem Haus hat, der auch besichtigt werden kann. Viel Arbeit für Dörte Zielicke, die die empfindlichen Tropenpflanzen im Winter im Haus hat und vor dem Freiland noch 14 Tage unterm Dach stehen lässt – zur Eingewöhnung für draußen.

Wie viele Sorten oder gar Exemplare es sind, hat die Kakteenflüsterin nicht gezählt. „Wenn ich etwas noch nicht habe, kaufe ich es“, sagt sie. Ob Baumarkt oder wie unlängst aus einem stillgelegten Botanischen Garten, ist ihr egal. Etwa die „Königin der Nacht“. Dörte Zielicke zeigt ein unscheinbares Gewirr aus strubbeligen graubraunen Tentakeln. „Sieht eigentlich hässlich aus – aber die Blüte ist der Wahnsinn“, sagt sie über das Gewächs, das nur eine einzige Nacht blüht. 2010 war es erstmals so weit – die ganze Familie habe stundenlang ausgeharrt, erinnert sich Zielickes Vater Horst. „Es war so kalt, dass ich Glühwein machen musste“, sagt er. Raritäten hat sie auch: Dörte Zielicke präsentiert „Euphorbia stellata“, ein Gewächs aus Südafrika, bei dem die grünen Kakteentriebe aus einer oberirdischen knollenförmigen Wurzel wachsen die wie eine Rübe aussieht – ein Geschenk ihres Mannes. „Ich habe nicht nach dem Preis gefragt.“

Von Regine Buddeke

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