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Ein Leseparadies für Kinder

Neuruppin Ein Leseparadies für Kinder

Kibum, Deutschlands größte nichtkommerzielle Kinderbuchmesse, kommt im nächsten Jahr wieder nach Neuruppin. Die Kontakte dafür hat das Kreismedienzentrum geknüpft. Die Mitarbeiter sind derzeit dabei, ein neues Projekt aufzubauen: eine Willkommensbibliothek für Flüchtlinge und Einheimische.

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Karin Kloke, Leiterin des Medienzentrums

Quelle: Peter Degener

Neuruppin. Die Nachfrage war so groß, da konnte Karin Kloke einfach gar nicht anders: Die Leiterin der Kreismedienzentrum hat für das nächste Jahr erneut die Kinderbuchmesse „Kibum“ nach Neuruppin eingeladen. Schließlich ist die Kibum Deutschlands größte nichtkommerzielle Kinder- und Jugendbuchmesse. Im April 2015 waren innerhalb von zwei Wochen fast 1000 Gäste zum Medienzentrum geströmt, um in einigen der neuen Bücher von rund 300 deutschsprachigen Vereinen blättern und lesen zu können. „Die Kibum erfreut sich wachsender Beliebtheit, auch unter Lehrern“, sagte Kloke am Donnerstag beim Kulturausschuss des Kreistages. Sie hofft auf einen ähnlich großen Zuspruch im nächsten Jahr.

Ein Bufdi für die Hausaufgabenhilfe

Neben den Vorbereitungen für die Kibum beschäftigt sich das Kreismedienzentrum derzeit mit dem Aufbau einer sogenannten Willkommensbibliothek. „Wir wollen dazu beitragen, dass Flüchtlinge die deutsche Gesellschaft kennen lernen können“, so Kloke. Offen ist allerdings noch, wie die Willkommensbibliothek eigentlich genau aussehen soll. „Da sind wir noch am Feilen.“ Das Medienzentrum stimmt sich dazu mit der Kreisvolkshochschule ab, die im selben Haus Deutschkurse für Asylbewerber und Flüchtlinge anbietet. Gefragt sind demnach vor allem Bücher, CD und Sticks, die beim Erlernen der deutschen Sprache helfen. „Wir brauchen keine Bücher in Farsi oder anderen persischen Sprachen“, betonte Kloke. Vielmehr will sie ebenfalls Literatur anbieten, die aufklärt, warum Menschen heutzutage aus ihrer Heimat fliehen. Um diesen Part leisten zu können, sucht das Medienzentrum allerdings noch nach Geldquellen.

Um überhaupt Kontakte zu Flüchtlingen knüpfen zu können, setzt Kloke auf den Bundesfreiwilligendienst. Denn seit Mitte September arbeitet beim Medienzentrum ein junger Mann als sogenannter Bufdi. Dieser soll Flüchtlingskindern Hilfe bei den Hausaufgaben anbieten. So könnten auch Kontakte zu den Eltern entstehen, die man erreichen will. „Das erste Ziel der Flüchtlinge ist ja nicht eine Bibliothek“, so Kloke.

Streit über die Fahrbibliothek

Rita Büchner (Linke) begrüßte das Projekt. Indes bedauerten Dieter Groß (Linke) und Helmut Kolar von der bunten Fraktion aus Bauern, freien Wählern und FDP, dass der Kreis schon 2010 die Fahrbibliothek eingestellt hat. „Das ist eine Katastrophe“, so Groß. „Wir haben viele Leute in den Dörfern damit abgehängt“, stimmte Kolar zu. Dabei seien die Älteren die treuesten Leser gewesen. Gleichwohl sei die Fahrbibliothek eine „Geschichte von gestern“, bei der tonnenweise Papier durch die Gegend gefahren worden sei, entgegnete Ulrich Jaap. Der CDU-Mann plädierte dafür, stattdessen in die Dörfer zu fahren und den Älteren dort die neue Technik nahe zu bringen, wie etwa die Online-Ausleihe.

Von Andreas Vogel

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