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Ostprignitz-Ruppin Ein Märchen für Erwachsene
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ein Märchen für Erwachsene
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17:55 26.02.2018
Die Autorin Carmen Winter las in der Wittstocker Bibliothek ein Märchen für Erwachsene. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

„Ich bin eigentlich gar keine Romanschreiberin“, erklärte Carmen Winter ihrem Publikum am Montagabend in der Wittstocker Bibliothek.

Sie habe nur zu einem eigenen Buch kommen wollen und das sei gar nicht so einfach gewesen. Zumindest wenn man wie sie zuvor nur Gedichte und Kurzgeschichten verfasst hatte. Aus diesen sei dann vor acht Jahren doch ein Roman entstanden, aus dem die in Frankfurt (Oder) lebende Germanistin in der Bibliothek vorlas.

Beim Publikum wurden Erinnerungen an leckere Obstgerichte wach. Quelle: Christian Bark

„Der König und die Gärtnerin: Ein Märchen für Erwachsene“ passte nach Auffassung von Bibliotheksleiterin Georgia Arndt sehr gut in die gerade angebrochene Märchenwoche. „Die Veranstaltungen sollen schließlich nicht nur für Kinder sein“, erklärte sie. 21 Kapitel hatte das „Märchen für Erwachsene“. Darin ging es um einen König, der seine Traurigkeit durch die intime Bekanntschaft mit seiner Gärtnerin überwinden konnte. „Es spielt in keiner speziellen Epoche, hat keine historischen Bezüge und weist auch fantastische Züge auf“, beschrieb die Autorin ihr Buch. So entstehe im Laufe der Geschichte eine so enge Bindung zwischen dem König und seiner geliebten Gärtnerin, dass sie sich per Gedankenübertragung Botschaften zusenden können.

Die Kapitel sind wie ein Mosaik

„Das Buch ist wie ein Mosaik“, so Carmen Winter. Es spiele keine Rolle, mit welchem Kapitel man nach dem ersten beginne. Jedes Kapitel stehe quasi autonom für sich. Neben der sehr speziellen Romanze stehen unter anderem Wissenswertes über Gartenarbeit und Pflanzen sowie über Gerichte aus Obst im Fokus der Erzählungen.

Die Erwähnung von Gerichten wie Bratäpfeln und Pflaumenmus weckten auch so manche Erinnerung beim Publikum. „Bei unserem letzten Grillabend mit der Hausgemeinschaft gab es Bratäpfel“, berichtete Regine Melzer. Überhaupt lief den Zuhörern bei so mancher Beschreibung von duftenden Suppen und Süßspeisen das Wasser im Munde zusammen. „Als nächstes sollte ich wohl ein Kochbuch verfassen“, sagte Carmen Winter amüsiert.

Bibliotheksleiterin Georgia Arndt hatte noch ein süßes Dankeschön für die Autorin dabei. Quelle: Christian Bark

Während der Lesung erfuhr das Publikum auch Persönliches über Carmen Winter. Sie arbeitet aktuell für die Volkshochschule. Dort bietet sie neben „Kreativem Schreiben“ auch Alphabetisierungskurse an, wie sie berichtete. Nebenher habe sie schon Reiseführer und einen Lyrikband herausgeben lassen können. Die Szenen und Figuren trugen auch biografische Züge aus dem näheren Umfeld der Autorin, wie sie erklärte. So sei sie wie die Gärtnerin schon sehr früh Mutter geworden. Weil sie auf dem Land groß geworden sei, erinnere sie sich an manche Pflanzenart und die Methode, Körbe zu flechten. Hinter ihrem Haus habe sie auch einen Garten, um den sie sich liebevoll kümmere. „Bei der Entwicklung der Pflanzen im Laufe der Jahreszeiten musste ich aber noch einiges recherchieren“, gab sie zu.

Darüber hinaus hatte die Autorin zahlreiche versteckte Botschaften in den Passagen unterbringen können, wie Georgia Arndt am Ende der Lesung feststellte.

„Das Buch und die Lesung entschleunigen ungemein“, kam Lob aus dem Publikum für die besinnliche Veranstaltung im „Grünen Salon“ der Bibliothek. Das Buch gibt es zwar nicht mehr im Handel, dafür aber in der Wittstocker Bibliothek zum Ausleihen, so Georgia Arndt.

Von Christian Bark

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