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Ein Nachmittag unter Mädels

Wittstock Ein Nachmittag unter Mädels

Der Verein „Windpferd“ plant einen Spielenachmittag mit geflüchteten und deutschen Mädchen in Wittstock. Es soll ein unverbindliches Angebot sein, Berührungsängste abzubauen und gemeinsam Spaß zu haben. Ob die Veranstaltung am Wochenende in Wittstock und eine Woche darauf in Berlinchen stattfindet, hängt von einem Faktor ab.

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Spiele wie „Qwirkle“ funktionieren auch ohne viel Worte, wie Jugendsozialarbeiterin Uta Lauterbach (Mitte) weiß.

Quelle: Christian Bark

Wittstock. Das Gesellschaftsspiel Qwirkle funktioniert fast wie Domino. Die Spieler müssen dabei 108 Spielsteine passend nach Symbolen und Farben aneinander legen. „Das funktioniert auch ohne viel Worte“, sagt Wittstocks Jugendsozialarbeiterin Uta Lauterbach. Deshalb eignet sich Qwirkle aber auch das Aktivitätsspiel Twister hervorragend für einen Spielenachmittag zwischen deutschen und geflüchteten Mädchen. „Ich bringe auch noch Verkleidungen und Schminkutensilien mit“, kündigt Tina Morawietz-Napierala an.

Das Vorstandsmitglied des Inte­grationsvereins „Windpferd“ in Zempow hatte vor einiger Zeit die zündende Idee, geflüchteten Mädchen ihre neue Umgebung näher zu bringen. „Da eignen sich gemeinsame Veranstaltungen mit Einheimischen doch perfekt“, sagt sie. Auf dem Jugendkulturhof „Findling“ in Zempow habe bereits eine solche Veranstaltung stattgefunden – nun soll das Projekt mobil im Landkreis fortgeführt werden.

Eltern der Mädchen sind zurückhaltend

Der Jugendclub C60 wird am kommenden Samstag, 19. November, ab 16 Uhr die erste Station sein. Eine Woche später, am 26. November, soll der Spielenachmittag im Jugendclub Berlinchen stattfinden, informiert Uta Lauterbach.

„Es ist ein unverbindliches Angebot, Berührungsängste abzubauen und gemeinsam Spaß zu haben“, sagt Tina Morawietz-Napierala. Die Betonung liege dabei auf „unverbindlich“. Denn eigentlich hätte der erste Spielenachmittag bereits am ersten Novemberwochenende im Freyensteiner Jugendclub stattfinden sollen. „Besonders die Eltern der jungen Flüchtlinge sind da etwas zurückhaltend“, erklärt Morawietz-Napierala. Viele hätten es sich im letzten Augenblick anders überlegt und so sei keine Veranstaltung zustande gekommen. Ein ähnliches Risiko bergen auch die geplanten Nachmittage in Wittstock und Berlinchen, daraus macht das Vereinsvorstandsmitglied keinen Hehl.

Trotzdem ist sie zuversichtlich, an den beiden Wochenenden bis zu sieben Kinder zwischen 10 und 15 Jahren aus Flüchtlingsunterkünften in Neuruppin, Rheinsberg und Wittstock zusammenzubekommen. „Und wenn das läuft, holen wir Freyenstein bestimmt bald nach“, sagt sie. Der Nachmittag ist übrigens ausschließlich Mädchen vorbehalten, macht Uta Lauterbach deutlich. Das liege an den unterschiedlichen kulturellen Prägungen der Geflüchteten, die man respektiere. Für den Fall, dass wieder Erwarten keine Flüchtlinge kommen, will Lauterbach nur mit den anwesenden Jugendlichen spielen.

Von Christian Bark

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