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Ein Netzwerk gegen Fachkräftemangel

Neuruppin Ein Netzwerk gegen Fachkräftemangel

Ostprignitz-Ruppiner Unternehmen wollen sich künftig gegenseitig helfen, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Innerhalb eines neuen Talente-Netzwerkes, das von den Wirtschaftsförderern der Region gegründet worden ist, werden qualifizierte Bewerber, die mangels freier Stellen in einer Firma nicht angenommen werden können, an andere Betriebe weiter vermittelt.

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Fachkräfte sollen in der Region bleiben. Auch die Firma PAS Deutschland mit Sitz in Neuruppin (Foto) macht beim Talente-Netzwerk mit.

Quelle: Peter Geisler,

Neuruppin. Was, wenn sich eine super Fachkraft bewirbt, aber momentan ist im Unternehmen leider keine Stelle frei? Bisher gab es da für die Firmen der Region nur eins: dem Bewerber eine freundlichen Absage schreiben und ihm für die Zukunft alles Gute wünschen. Wo auch immer diese Zukunft liegt.

Das soll sich in Ostprignitz-Ruppin künftig ändern. Die Wirtschaftsförderer der Region bauen derzeit ein Talente-Netzwerk auf. Innerhalb dieses Netzwerks werden sich die Firmen gegenseitig die Talente zuschieben, wenn im eigenen Haus eben keine freie Stelle zu haben ist.

Eine Inititative des Stammtisches der Personal-Chefs

Das Talente-Netzwerk Nordwestbrandenburg – so der offizielle Name – ist eine Initiative des Stammtisches der Personalverantwortlichen im Kreis OPR, der von Wirtschaftsförderern wie der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg (REG), der Inkom Neuruppin und der Wirtschaftssförderung Land Brandenburg (WFBB) im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde.

Denn die Personaler haben alle dasselbe Problem: Fachkräfte werden knapp. Es wird immer schwieriger, offene Stellen mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Aber vielleicht – so die Überlegung der Personalverantwortlichen – kann man sich ja gegenseitig helfen. „Hauptsache, die Fachkräfte bleiben für die Wirtschaft in unserer Region erhalten“, sagt der Wirtschaftsreferent der REG Christian Fahner. „Wir wollen einfach nicht, dass qualifizierte Bewerber abgelehnt werden müssen.“

Der Startschuss für das Netzwerk fiel am 1. Juni. Aber noch ist der Talente-Pool nicht in Betrieb. Wenn die ersten zehn Firmen dort mitmachen, gehe es los, sagt Christian Fahner. „Wir haben schon jetzt sieben Unternehmen, die dabei sind.“ Ziel ist es, möglichst viele Firmen der Region einzubinden, um Bewerbern in der eigenen Branche mehrere Alternativen anbieten zu können.

Der Jobsuchende bekommt Alternativ-Angebote

Und so funktioniert es: Wenn eine Firma eine qualifizierte Bewerbung auf dem Tisch hat, selbst aber momentan keine Verwendung für die Fachkraft hat, bekommt der Jobsuchende per Post das Angebot unterbreitet, dass die Unterlagen an andere Firmen weiter gereicht werden. Dem Bewerber wird dann ein ganzer Strauß von Unternehmen der Region geboten. Er kann abwählen, welche Betriebe oder welche Branchen ihn nicht interessieren. Alle anderen bekommen die Bewerbungsmappe auf den Tisch. „Das können wir aus Datenschutzgründen natürlich nicht ohne das schriftliche Einverständnis des Bewerbers“, erläutert Christian Fahner. Aber er ist zuversichtlich, dass viele Bewerber diese Gelegenheit nutzen – weil so auch ihre Chancen auf einen Job in der Region vervielfacht werden.

Fragen zum Talenten-Netzwerk beantworten bei der REG Christian Fahner unter Telefon 03391/82 20 92 00 und Franz-Erwin Dreschler unter Telefon 03391/82 20 92 00. Das Formular findet sich unter www.talente.opr-wirtschaft.de

Von Kathrin Gottwald

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