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Ein Neubau für den Ortsbeirat

Gnewikow Ein Neubau für den Ortsbeirat

Offenbar gibt es eine Lösung im jahrelangen Streit um den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses in Gnewikow. Die Stadt Neuruppin schlägt vor, ein neues Gebäude auf einer freien Fläche neben dem Jugenddorf zu errichten.

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Die Idee, die alte Kita zum Dorfgemeinschaftshaus umzubauen ist vom Tisch.

Quelle: Peter Geisler

Gnewikow. Jetzt könnte sich im Streit um ein Dorfgemeinschaftshaus für Gnewikow doch noch alles zu Guten wenden. Zwar hat sich die Stadtverwaltung endgültig von der Idee verabschiedet, die ehemalige Kita als Treffpunkt für den Ortsbeirat, Vereine und andere Gruppen auszubauen. Dafür soll an anderer Stelle offenbar ein völlig neues Haus gebaut werden. Geplant ist das auf einem kleinen Grundstück auf der anderen Seite des Jugenddorfes, an der Kreuzung der Straßen An der Brennerei und Am Bollwerk. Die Fläche liegt bisher brach. In den bisherigen Plänen war dort eigentlich eine Grünanlage vorgesehen. Doch für die gibt es eigentlich schon längst keinen Bedarf mehr, heißt es jetzt aus dem Rathaus. Die Stadtverwaltung hat deshalb vorgeschlagen, den Status der Fläche zu ändern und sie als Bauland für einen Dorftreff auszuweisen.

Das dürfte ein Ergebnis der Verhandlungen zwischen Ortsbeirat und Stadtverwaltung sein, bei der den beiden in den vergangenen Monaten ein Schlichter des Innenministeriums zur Seite stand. Nach jahrelangem Streit über den Bau eines Ortstreffs waren die Positionen zuletzt so festgefahren, dass die Gnewikower keine andere Möglichkeit mehr sahen, als ihren lang ersehnten Treffpunkt per Klage vor Gericht durchzusetzen.

Gnewikow pocht auf den Vertrag zur Eingemeindung 1993

Der Gnewikower Streit ist alt. Verschiedene Varianten für den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses waren in den vergangenen Jahren schon im Gespräch. Zuletzt hatte der Ortsbeirat gefordert, die leerstehende alte Kita zum Dorftreff umzubauen. Die wäre jedoch für den Ortsbeirat viel zu groß und der Umbau unverhältnismäßig teuer. Deshalb war die Idee aufgekommen, die Stadtwerke mit ins Boot zu holen, die einen Teil des Gebäudes nutzen könnten, um dort die Heizzentrale einzurichten. Doch wie alle früheren hatte sich auch diese Idee wieder zerschlagen. Ohne die Mit­finanzierung durch den eigenen Energieversorger lehnte die Stadtverwaltung den Umbau der Kita aber als zu teuer ab.

Die Gnewikower pochten dagegen auf ihren Gebietsänderungsvertrag, den die damalige Gemeindevertretung mit der Stadt Neuruppin ausgehandelt hatte, bevor sich Gnewikow 1993 als Ortsteil an Neuruppin anschloss. Darin hatte sich die Stadt verpflichtet, einen Dorftreff zu bauen, wenn das in ihren Kräften steht. Die Gnewikower fordern ihr Recht ein – die Verwaltung berief sich darauf, dass ein Bau nicht zu stemmen ist.

Stadtverordnete sollen den Flächennutzungsplan ändern

Um eine Klage dazu doch noch abzuwenden, hatte es seit dem Frühjahr Gespräche mit einem Vermittler des Landes gegeben. Und die scheinen jetzt zu einer Lösung geführt zu haben, wie die Stadtverordneten im Bauausschuss am Donnerstag überrascht zur Kenntnis nahmen.

Erfahren haben sie davon nur, weil die Verwaltung eine Änderung des Flächennutzungsplanes absegnen lassen wollte, in der es um jene Fläche in Gnewikow geht. Details zu der Einigung nannte Amtsleiterin Sabine Supke, die Baudezernent Arne Krohn vertrat, nicht. Nur so viel: „Es sind dem Ortsbeirat auch 200 000 Euro für den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses zugesagt worden.“ Selbst auf Nachfrage erfuhr SPD-Mann André Ballast aus Nietwerder nicht viel mehr.

Aus Angst, den Kompromiss vielleicht doch noch zu gefährden, wollte sich auch Gnewikos Ortsvorsteher Olaf Matschoss zu der Lösung bisher nicht äußern. Er hatte lediglich angedeutet, dass der Ortsbeirat keinen Grund mehr für eine Klage sieht (die MAZ berichtete). Im Bauausschuss war Matschoss nicht anwesend und danach nicht zu erreichen. Ohne einen Beschluss der Stadtverordneten dürfte der Kompromiss kaum funktionieren.

Von Reyk Grunow

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