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Ein Ort zum Wohlfühlen

Werder Ein Ort zum Wohlfühlen

Werder hat sich gemacht. Das findet Ortsvorsteher Günther Noack. Es gibt so gut wie keine maroden Häuser. Die Einwohner halten ihre Grundstücke in Ordnung. Das neue Dorfgemeinschaftshaus wird sehr gut angenommen. Die Vereine tragen ihren Teil dazu bei, dass es sich gut in Werder leben lässt. Und noch gibt es im Ort eine Kita. Das soll sich allerdings ändern.

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Werder ist ein typisches Brandenburgisches Straßendorf.

Quelle: Peter Geisler

Werder. Werder hat sich gemacht. „Wir können uns sehen lassen“, sagt Ortsvorsteher Günther Noack. Jeder trage, so wie er könne, etwas zu einem gepflegten Ortsbild bei. Fährt man durch das lang gezogene Dorf, gibt es nur noch ein bis zwei sanierungsbedürftige Häuser. Überhaupt ist die Welt in dem kleinen Dorf noch in Ordnung. Vor allem, seit die B 167 durch Dabergotz für den Verkehr freigegeben wurde, ist wieder Ruhe eingekehrt.

Attraktiv für junge Leute

„Ich bin begeistert, dass junge Leute nach Werder ziehen“, sagt Noack. Und noch mehr freut ihn, wenn einige nach Ausbildung oder Studium zurückkommen und bleiben. Attraktiv macht den Ort unter anderem das Dorfgemeinschaftshaus. „Wir haben Jahre dafür gekämpft. Nun steht es seit drei Jahren. Das ist das Beste, was wir bekommen konnten“, sagt der Ortschef. Das sehen die Einwohner offensichtlich ebenso. Denn das Haus wird sehr gut angenommen. „Ich kann ruhigen Gewissens sagen, dass es an 35 Wochenenden im Jahr genutzt wird.“ Nicht nur dann. Montags übt dort die Line-Dance-Gruppe. Dienstags spielen die Rentner dort Karten und mittwochs trifft sich die Sportgruppe. Der Jugendclub hat dort sein Domizil. Am Wochenende wird das Objekt für Familienfeiern genutzt. Zurzeit bringen die Maler das Haus wieder auf Vordermann. Zum Wochenende wollen sie mit den Arbeiten fertig sein, dann ist es wieder gebucht.

Thema Kita ist zurzeit ein heißes Eisen

Ein weiterer Pluspunkt des Ortes ist seine Kita „Sonnenschein“. Sie ist mit 25 Kindern zurzeit voll ausgelastet. Doch das Thema ist in Werder momentan ein „heißes Eisen“, wie Günther Noack sagt. Denn in Kränzlin soll eine neue Kita gebaut werden, die mindestens 60 Plätze haben soll und damit die Kinder aus Werder aufnehmen könnte. Persönlich findet Noack diese Entscheidung bedauerlich. „Unsere Kita ist richtig urwüchsig. Mein Sohn hat sie besucht. Ich hoffe, dass meine Enkelein auch noch dorthin gehen kann.“ Andererseits hat er Verständnis für den Beschluss des Amtsausschusses. Der könne aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht anders handeln. Denn das Gebäude der derzeitigen Kita ist nur gemietet. Eine Sanierung eines Mietobjektes erscheint wenig sinnvoll – deshalb die Entscheidung für einen Neubau. Anfang des Jahres haben die Gemeindevertreter von Märkisch Linden für den Bebauungsplan grünes Licht gegeben, nachdem sie bereits 2015 das Vorhaben abgesegnet hatten. Viele Werderaner sind von dem Plan wenig begeistert und hatten eine Unterschriftenaktion zum Erhalt der örtlichen Kita gestartet. 153 Unterschriften waren zusammengekommen.

Alle arbeiten dafür, dass es sich gut in Werder leben lässt

Auch Noack findet es „eigentlich schön“, wenn die Kinder im eigenen Ort in die Kita gehen können. Aber er sieht das Ganze pragmatisch. So geht der langjährige Ortschef auch andere Dinge an. „Die größte Herausforderung ist die Rentnerweihnachtsfeier“, sagt er. Denn es gibt nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch immer ein spezielles Programm wie beispielsweise einen Leierkastenmann. Der Nachmittag endet mit einem gemeinsamen Abendessen.

Nicht nur der Ortsbeirat kümmert sich um das Dorfleben, auch die Vereine wie der Heimatverein und der Feuerwehrverein tragen ihren Teil dazu bei, dass es sich gut in Werder leben lässt.

Von Dagmar Simons

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