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Ostprignitz-Ruppin Ein Ort zum Wohlfühlen in Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ein Ort zum Wohlfühlen in Wittstock
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02:16 26.09.2015
Von außen schon jetzt sehenswert: Das Haus der Begegnung in Wittstock. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Noch geben die Handwerker den Ton an, aber dennoch strahlt das Haus der Begegnung in der Gröperstraße 20 in Wittstock schon jetzt eine gewisse wohlige Atmosphäre aus. Der Braunton der Wände und das ab und an sichtbare hölzerne Ständerwerk lassen erahnen, wie sich das Haus künftig präsentieren wird, auch wenn Decken und Fußböden noch nicht fertig sind. Der Gussasphalt im Erdgeschoss wurde zwar schon eingezogen, aber zum Schutz noch abgedeckt. Im Obergeschoss ist eine Holzdielung vorgesehen, die jedoch noch fehlt. Dadurch sind noch die bereits verlegten Kabelstränge sichtbar, die deutlich machen, wie komplex die technische Ausstattung des Hauses werden wird – unter anderem mit Projektionsleinwand, Videobeamer und Audioanlage. Ein weiteres Highlight ist ein Aufzug, der es ermöglicht, die obere Etage barrierefrei zu erreichen. Von außen zeigt sich das Haus schon jetzt sehenswert, denn Dach und Fassade sind bereits fertig.

Bauberatung im Haus der Begegnung. Quelle: Björn Wagener

Superintendent Matthias Puppe ist zufrieden mit dem Baufortschritt. „Wir liegen gut in der Zeit“, sagt er. Allerdings ist der Bauplan auch ambitioniert. Am 1. Advent, also am 29. November, soll die Einweihung gefeiert werden. Gut 1,7 Millionen Euro würden in das Haus investiert, 300 000 Euro davon trage die Gesamtkirchengemeinde Wittstock, die auch Hausherr ist und das Domizil künftig gemeinsam mit dem Verein Esta-Ruppin betreiben werde. Die Angebotspalette, die das Haus künftig unter einem Dach vereinen soll, wird sich im Vergleich zu den alten Zeiten noch erweitern. Zu finden sein werden dort das Netzwerk gesunde Kinder, das Bündnis „Wittstock bekennt Farbe“, die Familienberatungsstelle, ein „Eine-Welt-Laden“, mehrere Arbeitsbereiche des Vereines Esta-Ruppin und eine Lehr- und Lernküche. Außerdem werde es musikalische Angebote und Konfirmandenunterricht geben. Auch weitere Gruppen und Kreise, für die der Martinsraum in der St.-Marien-Straße zu eng geworden ist, können das Haus künftig nutzen. Nicht zuletzt bietet es dann auch „vernünftige sanitäre Anlagen, wenn größere Veranstaltungen in der nahen Heiliggeistkirche stattfinden“, betont Mathias Puppe. Das sei bisher immer ein Problem gewesen.

Tischler Björn Bussler bei der Arbeit. Quelle: Björn Wagener

So viele Nutzer brauchen Platz. Rund 400 Quadratmeter Fläche werden zur Verfügung stehen und damit mehr als vor dem Umbau. Denn in den großen Gruppenraum wurde eine Fläche integriert, die zuvor zum Außenbereich gehörte. Auffällig ist dort außerdem eine große Fensterfront. Aus Mathias Puppes Sicht hätten es gern noch 150 Quadratmeter mehr sein dürfen, aber aus den Möglichkeiten des Hauses sei das Maximum herausgeholt worden. Dafür sorgten vor allem auch Architektin Bärbel Kannenberg, die wöchentlich einen Baurapport vor Ort abhält. „Wir haben eine wirklich tolle Zusammenarbeit“, lobt Puppe und weist darauf hin, dass in allen Bereichen auf ökologisches Bauen wert gelegt werde. Alles in allem solle das Haus „nicht nur funktional, sondern auch schön sein, ein Ort, an dem man sich gern aufhält“.

Da sich das Haus der Begegnung so grundlegend ändert, werde sich auch der Name ändern. Wie er genau lauten wird, stehe noch nicht fest. Er solle allerdings den Grundgedanken der gemeinnützigen und wohltätigen Arbeit vor einem kirchlichen Hintergrund in sich tragen. Ob der Name bis zur Einweihung schon fest steht, sei noch offen. Sollte das nicht der Fall sein, dann müsse er im kommenden Jahr vergeben werden.

Von Björn Wagener

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