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Ein Rätsel fürs Museum Neuruppin

Gemälde von Carl Friedrich Schulz Ein Rätsel fürs Museum Neuruppin

Dank der Firma Fielmann hat das Neuruppiner Museum jetzt ein Kunstwerk mehr in seinem Bestand. Das Unternehmen spendete den Neuruppinern ein Werk des Malers Carl Friedrich Schulz, der ab 1850 in Neuruppin lebte. Was genau das Bild darstellt, ist ein Rätsel. Angeblich geht es um die Verhaftung eines Pfarrers. Säbel sind im Spiel und Gewehre.

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Frank Hagendorf übergab das Bild am Mittwoch an das Museum.

Quelle: Reyk Grunow

Neuruppin. Die Darstellung gibt Rätsel auf. Warum greifen die Husaren einen Pfarrer an? Und warum trägt der Priester ein Gewehr bei sich? Wo spielt die ganze Szene überhaupt? Ist es Deutschland oder vielleicht Frankreich? Jürgen Oswald konnte all das nicht klären. Er hofft darauf, dass die Mitarbeiter des Neuruppiner Museums vielleicht mehr Erfolg haben bei ihren Nachforschungen. Dem Museum gehört das Bild jedenfalls ab sofort – gespendet von dem Optikunternehmen. Filialleiter Frank Hagendorf hat das Kunstwerk am Mittwoch übergeben.

Interessant für das Neuruppiner Museum ist das Bild wegen des Urhebers. Das Kunstwerk stammt vom Maler Carl Friedrich Schulz.

Carl Friedrich Schulz liebte Landschafts-, Jagd- und Militärszenen

Er wurde 1796 in Selchow nahe Berlin geboren und studierte an den Kunstakademien in Berlin und Düsseldorf. Schulz spezialisierte sich auf Jagdszenen, Landschaften und Kriegsszenerien. Er kämpfte selbst in den Befreiungskriegen gegen die Truppen Napoleons und ließ sich später in Berlin nieder. Seine Vorliebe für bestimmte Motive brachte ihm auch den Beinamen Jagd-Schulz ein. Er war vorübergehend Professor an der Berliner Akademie und arbeitete für König Friedrich Wilhelm III.

1847 folgte Schulz dem Ruf des Zaren nach Russland, kehrte aber schon kurz darauf wieder zurück. Um 1850 zog er schließlich nach Neuruppin, wo er bis zu seinem Tod 1866 wohnte.

Unternehmen unterstützt regelmäßig etwa 120 kleine Museen

Jürgen Oswald ist seit Jahren für Fielmann unterwegs, um Kunst für Museen zu kaufen. Das Unternehmen unterstützt etwa 120 vornehmlich kleinere Museen in ganz Deutschland. Rund eine halbe Million Euro hat Oswald jedes Jahr, um Kunstwerke für Häuser zu kaufen, die selbst nur ein sehr kleines Budget haben.

Die „Verhaftung des Pfarrers“ von Carl Friedrich Schulz hat er auf einer Auktion entdeckt und spontan gekauft. „Mich hat beeindruckt, wie fein es gearbeitet ist“, sagt er. „Bei den Auktionen wird auch viel Schund angeboten.“ Die Werke von Carl Friedrich Schulz fallen einem Kenner da schnell auf. Wie gut das Gemälde nach Neuruppin passen würde, hat Oswald erst später festgestellt.

Bis 3. Juli wird das neue Bild im Neuruppiner Museum ausgestellt

Das Museum hat bereits einige Bilder und Zeichnungen des einst beliebten Malers. Unter anderem stammt das große Zieten-Portrait in der Dauerausstellung des Museums von Schulz, das schon von Theodor Fontane beschrieben wurde.

Fielmann hat das Bild samt Originalrahmen nicht nur gekauft, sondern auch gleich restaurieren lassen. Zunächst bis 3. Juli ist es im Neuruppiner Museum zu sehen.

Von Reyk Grunow

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