Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Ein Rettungshubschrauber für Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ein Rettungshubschrauber für Neuruppin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:15 04.12.2017
Der ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 39 fliegt von Perleberg aus Einsätze im Radius von meist 70 Kilometern. Quelle: Beate Vogel
Neuruppin

Damit Patienten im Ernstfall schneller die dringend notwendige medizinische Notfallversorgung erhalten, drängt Landrat Ralf Reinhardt (SPD) darauf, dass in Neuruppin ein ständig einsatzbereiter Rettungshubschrauber stationiert wird. Zweimal hat sich Reinhardt deshalb bereits an das zuständige Innenministerium in Potsdam gewandt. „Aber wir sind bisher immer vertröstet worden“, sagte der Landrat am Donnerstag beim Kreisausschuss in Neuruppin.

Neuruppin ist der letzte weiße Fleck im Nordwesten

Reinhardt hat dafür wenig Verständnis. „Die Einsatzzahlen steigen.“ Zwar könnten im Notfall auch die Rettungshubschrauber, die in Perleberg, Neustrelitz, Berlin und der Stadt Brandenburg stationiert sind, ins Ruppiner Land und in die Ostprignitz fliegen. Doch zum einen ist Neuruppin der letzte weiße Fleck im Nordwesten der Mark, der von allen bisherigen „Luftrettungsstützpunkten“ etwa 20 Flugminuten entfernt liegt. Zum anderen können Rettungshubschrauber oft nicht in Richtung Fontanestadt fliegen, weil sie wegen eines anderen Einsatzes unterwegs sind. „Neuruppin könnte die Luftrettungsstützpunkte entlasten“, sagte Reinhardt am Freitag.

Die Ruppiner Kliniken unterstützen den Landrat. Immerhin fördert sogar der Bund ein Projekt zur bestmöglichen medizinischen Versorgung von Menschen auch in strukturschwachen Regionen aus der Luft. Gleichwohl hat das Potsdamer Innenministerium auf die Schreiben von Reinhardt noch nicht reagiert, wohl weil das Prüfen des Anliegens noch nicht abgeschlossen ist.

Neue Rettungswachen in Alt Ruppin, Dechtow, Wildberg, Zernitz

Ungeachtet der Bemühungen um einen Luftrettungsstandort Neuruppin treibt der Landkreis seine Pläne voran, damit künftig der Rettungsdienst auf den Straßen die vorgeschriebene Hilfsfrist einhalten kann. Eigentlich sollen die Retter in 95 Prozent der Einsätze innerhalb von 15 Minuten beim Patienten sein. Derzeit wird die Hilfsfrist in Ostprignitz-Ruppin aber nur in 89,19 Prozent der Einsätze eingehalten. Laut einer Untersuchung des Landkreises müssen vor allem Einwohner in entlegenen Ortsteilen und Dörfern länger auf Hilfe warten. Im Bereich der Neuruppiner Rettungswache betrifft das Krangen, Molchow, Rohrlack, Kantow, Gottberg, Frankendorf, Katerbow, Netzeband und Wildberg; im Bereich der Kyritzer Wache sind es die Gemeinden Breddin und Stüdenitz-Schönermark und im Bereich Wittstock die Ortsteile Niemerlang, Maulbeerwalde, Blandikow, Dranse und Sewekow. In diesen Orten kam der Rettungswagen im vergangenen Jahr kein einziges Mal innerhalb der Hilfsfrist. Der Kreis will daher in einem ersten Schritt neue Rettungswachen in Wildberg und Zernitz (Amt Neustadt) bauen sowie je einen zusätzlichen Rettungswagen in den Wachen in Neuruppin, Kyritz und Wittstock in Dienst stellen. In einem zweiten Schritt ist der Bau weiterer Rettungswachen geplant – eine soll in Alt Ruppin entstehen, eine im Fehrbelliner Ortsteil Dechtow.

Zahl der Notfälle nimmt jedes Jahr zu

„Wir sind der Reparaturstützpunkt für die fehlenden Ärzte in der Region“, sagte Vizelandrat Werner Nüse (SPD). Laut Statistik ist die Zahl der Notfälle zwischen 2009 und Ende 2016 jedes Jahr um 4,5 Prozent gestiegen. Nicht immer ist der Rettungsdienst wirklich notwendig: Nur 40 Prozent der Patienten müssen wirklich stationär behandelt werden, bei den anderen reicht eine ambulante Versorgung, die auch durch den Hausarzt möglich wäre.

Ein Rettungswagen im Hafendorf

Verlegt werden ins Hafendorf soll laut den Plänen einer der zwei Rettungswagen in Rheinsberg.

Neun Rettungswachen gibt es derzeit im Landkreis: in Neuruppin, Wittstock, Fehrbellin, Kyritz, Rheinsberg, Herzberg, Neustadt, Dorf Zechlin und Herzsprung.

Zuständig für den Rettungsdienst sind in Brandenburg die Landkreise und kreisfreien Städte. Ostprignitz-Ruppin hat diese Aufgabe an die Ruppiner Kliniken übertragen. Die Retter haben jedes Jahr mehr als 18 500 Einsätze zu meistern. Tendenz steigend.

Von Andreas Vogel

Ein Wusterhausener Hobby-Bauer ist zum dritten Mal seiner Enten, Hühner und Gänse beraubt worden. Stets ereigneten sich die Fälle kurz vor der Adventszeit. Für die meisten Tiere standen deshalb schon Käufer bereit. Ganz besonders sahen es die Täter dabei jedes Mal auf die Mularden-Enten ab.

01.12.2017

Erstmalig soll es beim Lindower Weihnachtsmarkt auch eine Ausstellung verschiedenster Weihnachtskrippen in der Kirche geben. Lindows Gemeindepädagoge Dirk Bock ist noch auf der Suche nach Leihgebern.

04.12.2017

Reiner Meutsch hat 2010 die Welt in einer Piper Cheyenne umrundet: 100 000 Kilometer, über 77 Länder. Er gründete eine Stiftung, die Schulen in Entwicklungsländern baut. Auf einer 34-Tage-Tour wirbt er derzeit um Spendengelder für eine Schule in Kambodscha. Am Donnerstag erbrachte seine Reise-Show in Neuruppin 4000 Euro.

26.03.2018