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Ein Schluck Lokalpatriotismus im Cocktail-Glas

Wittstocker kreiert Rosen-Cocktail Ein Schluck Lokalpatriotismus im Cocktail-Glas

Zum Valentinstag servierte der Wittstocker Barkeeper Enrico Güldner den Gästen im Sonntagscafé Jabel einen ganz besonderen Begrüßungstrunk. Sein Cocktail „Rosa Wizorka“ soll als Pendant zum nicht aus der Dossestadt stammenden Laga-Cocktail dienen. Einige Zutaten des Drinks sind offensichtlich, doch es steckt noch mehr in seinem Rosen-Cocktail.

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Auch Pianist Klaus Porath (vorne) bekam von Enrico Güldner einen Rosen-Cocktail gemixt.

Quelle: Christian Bark

Jabel. Dezent spielt der Hamburger Pianist Klaus Porath den Klassiker aus dem Film Casablanca „As time goes bye“. Bei romantischem Kerzenlicht unterhalten sich die Gäste, darunter viele Pärchen, an den Tischen im Sonntagscafé Jabel. Während sie an diesem Valentinstag leckeren Kuchen und die gemütliche Atmosphäre genießen, hat Enrico Güldner alle Hände voll zu tun. Der Barkeeper mixt seinen Gästen etwas ganz Besonderes, den von ihm entwickelten Cocktail „Rosa Wizorka“, benannt nach der Wittstock-Rose.

„Es ärgert mich, dass der Laga-Cocktail und die Laga-Wurst nicht aus Wittstock kommen“, erklärt der Gastronom seine Motivation, einen eigenen Drink zu kreieren. Da habe es nahe gelegen, dass er sich etwas einfallen lasse und zwar etwas Typisches für Wittstock: Einen Rosencocktail. „Das ist schon kulinarischer Lokalpatriotismus“, gibt der gelernte Barkeeper zu. Und diesen bekamen die Valentinsgäste am Sonntag als Begrüßungstrunk zu probieren.

Gin, Zitrone, Brennnessel- und Apfel-Cranberrysaft sowie essbare Rosenknospen enthält das Getränk. Soviel sei verraten. „Der Rest ist geheim“, schmunzelt Güldner. Wichtig sei, dass hochwertige Zutaten verwendet werden. Das schlage allerdings etwas zu Buche, denn gerade Brennnesselsaft sei recht preisintensiv. Aber auch hierfür sieht Güldner eine Lösung, eine Wittstocker Lösung. Auf seinem Grundstück würden so viele Brennnesseln wachsen, dass er überlege, daraus den begehrten Saft zu gewinnen. „Ich muss dazu nur mal die Zeit finden“, stöhnt er. Denn die habe er als Gastronom und Reisender nur selten.

Zeit für die Gäste in Jabel hat sich aber Klaus Porath genommen. Der Hamburger spielt schon zum dritten Mal im Sonntagscafé und kommt immer wieder gerne in die Ostprignitz, wie er sagt. Die Betreiber des Cafés kennt er persönlich. „Es ist immer ein kleines Highlight, wenn Klaus bei uns spielt“, sagt Betreiberin Petra Puls. Als „Piano Man“ habe er auch schon eine Hochzeitsgesellschaft unterhalten.

„Der Cocktail schmeckt lecker“, lobt der Pianist den Mixer. Und das sehen auch die anderen Gäste so. Wer übrigens mit dem Auto da war, für den hatte Güldner auch eine Gin-freie Variante des Cocktails parat. „Mal sehen, wo sich das hinentwickelt“, blickt der Wittstocker in die Zukunft. Vielleicht hätten in einigen Monaten auch andere Gasthäuser seinen Cocktail auf der Karte. Und eines sei sicher: „Rosa Wizorka“ werde auch nach der Landesgartenschau 2019 noch für Wittstock stehen.

Von Christian Bark

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