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Ein Schmuckstück für die Feuerwehr

Dabergotz Ein Schmuckstück für die Feuerwehr

Seit Freitagabend haben die Dabergotzer Brandschützer ein neues Einsatzfahrzeug. Der 3,5 Tonnen schwere Mercedes-Benz-Sprinter hat zwar schon 60 000 Kilometer auf dem Tacho und ist Baujahr 2009, doch der mit Technik und Geräten gefüllte Aufbau ist neu und direkt an die Bedürfnisse der Dabergotzer Wehr angepasst. Ein kleines Problem gibt es dennoch.

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Die Hochdrucklöschspritze wurde gleich vorgeführt.

Quelle: Andreas Vogel

Dabergotz. Es ist Zentimeterarbeit. Der Dabergotzer Ortswehrführer Sebastian Krebs (34) und seine Mannen müssen jetzt immer ganz genau hinsehen, wenn sie ihr Feuerwehrauto im Gerätehaus einparken. Denn seit Freitagabend verfügen die Dabergotzer Brandschützer über ein neues Einsatzfahrzeug.

Der 3,5 Tonnen schwere Mercedes-Benz-Sprinter hat zwar schon 60 000 Kilometer auf dem Tacho und ist Baujahr 2009, doch der mit Technik und Geräten gefüllte Aufbau ist neu – und extra an die Bedürfnisse der Dabergotzer Wehr angepasst. Dazu gehört neben Kettensäge, Atemschutzgeräten, einem LED-Lichtmast für das Ausleuchten bei Einsätzen in der Dunkelheit ebenfalls eine Hochdrucklöschanlage. „Die ist klein, wendig und sehr effektiv. Sie verbraucht maximal nur 22 Liter je Minute“, erklärte Amtsbrandmeister Sebastian Giesert. Der nur 100 Liter große Wassertank reicht aus, um kleine Böschungs- und Autobrände als auch den Brand eines Herdes zu löschen. Zudem gehören auch fünf Liter Schaum zu der Ausrüstung.

Den ersten Einsatz schon gemeistert

Dass sie das mit der neuen Technik umgehen können, das haben die Dabergotzer bereits vor einer Woche unter Beweis gestellt, als sie einen Böschungsbrand bei Lüchfeld gelöscht haben. Denn das neue Feuerwehrauto wurde bereits vor sechs Monaten geliefert. Es stand bis Freitag jedoch in Walsleben. „Wir wollten mit der offiziellen Übernahme abwarten, bis die Ortsdurchfahrt der B 167 in Dabergotz wieder frei ist“, sagte Ortswehrführer Krebs. Die Dabergotzer mussten sich deshalb etwas länger als gedacht gedulden, denn die Arbeiten an der B 167 verzögerten sich um knapp drei Monate (die MAZ berichtete).

Gut 41 000 Euro hat das Amt Temnitz für das neue Fahrzeug investiert. „Es wurde Zeit“, sagte Amtsdirektorin Susanne Dorn. Dem alten Mannschaftsfahrzeug, Baujahr 1994, das bisher in Dabergotz stationiert war, fiel der Nachhauseweg von den Einsätzen mitunter schon schwer, so Dorn. Dabei muss die Dabergotzer Wehr pro Jahr mindestens zu 20 Einsätzen ausrücken. Den letzten großen gab es erst vor ein paar Wochen, als ein Misthaufen im Ort brannte und die Feuerwehrleute zwölf Stunden in Atem hielt. Zudem sind die Dabergotzer Brandschützer stets dabei, wenn eine der vielen Firmen im benachbarten Temnitzpark zu einer Feuerübung ruft. „Die Dabergotzer sind sehr motiviert“, lobte die Amtsdirektorin. Die Wehr besteht aus zwölf aktiven Brandschützern, zehn Mitgliedern der Jugendfeuerwehr sowie sieben Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung.

Pläne für das Feuerwehrgerätehaus

Dorn hatte zur offiziellen Übergabe des neuen Einsatzfahrzeugs nicht nur einen Kasten Bier, sondern ebenfalls ein Versprechen mitgebracht. So will das Amt gemeinsam mit der Gemeinde überlegen, wie im nächsten Jahr die Einfahrt am Dabergotzer Feuerwehrgerätehaus etwas vergrößert werden kann. Dann wäre das Einparken nicht mehr eine Sache von nur wenigen Zentimetern.

Von Andreas Vogel

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