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Ostprignitz-Ruppin Ein Stück Sicherheit auf dem Schulweg
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ein Stück Sicherheit auf dem Schulweg
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00:44 23.08.2014
Der Busfahrer Ingo Lungfiel erklärt den Kindern, wie sie sich auf dem Weg zur Schule richtig und sicher verhalten. Quelle: Marcel Jarjour
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Fehrbellin

Der erste Gang an der neuen Schule führt Finja, Alexander und Oliver gleich zu einem Ungetüm. Der Bus, mit dem sie ab Montag tagtäglich hin- und herfahren werden, wartet vor der Johann-Heinrich-Bolte-Schule auf sie. Für viele der 41 Kinder, die ab der kommenden Woche in der Grundschule unterrichtet werden, ist es das erste Mal, dass sie mit dem großen Bus der OPR-Verkehrsbetriebe in Berührung kommen. Dabei kommen oft Ängste und Unsicherheiten zum Vorschein.

Doch zunächst bleiben die großen Augen aus, fast routiniert befolgen die künftigen Erstklässler die Anweisungen, die ihnen bei der sogenannten Busschule gegeben werden. "Wenn ihr auf den Bus wartet, ist es wichtig, dass ihr in sicherer Entfernung und nicht zu nah an dem Bordstein steht", erklärt Busfahrer Ingo Lungfiel den Kleinen. "Denn was passiert, wenn ihr mit einem Bein unter den Bus kommt, brauche ich euch nicht zu erzählen", sagt Lungfiel. "Das wissen wir doch schon", entgegnet Alexander Schindler, der wie einige andere seiner künftigen Schulkameraden schon häufiger mit dem Bus unterwegs war.

Die Busschule, die vom Landkreis an allen Schulen mit Fahrschülern im Vorfeld der Einschulung angeboten wird, geht in diesem Jahr bereits in die 14. Runde. Vermittelt werden dabei unter anderem das richtige Verhalten vor dem Einsteigen und während der Fahrt. Es geht aber auch um den sicheren Nachhauseweg.

Die elf Kinder, die in Fehrbellin zur Busschule gekommen sind, stellen sich auf Anweisung von Birgit Heise in Zweier-Reihen auf. "Ihr seid jetzt in der Schule, da muss man sich nicht mehr anfassen", sagt die Lehrerin, die an der Schule für die Verkehrssicherheit verantwortlich ist. Gemeinsam mit der Polizei und den Busfahrern bringt sie den Eltern und Kindern bei, welche Regeln es zu beachten gilt, wie die Kinder sicher von zu Hause zur Schule und wieder zurück kommen. Eine der wichtigsten Regeln erklärt der Busfahrer Ingo Lungfiel sehr eindringlich während einer kleinen Spritztour mit seinem Gefährt, bei der die Kinder ein Fahrgefühl bekommen sollen. "Im Bus müsst ihr euch immer gut festhalten. Denn wenn der Bus mal bremst", sagt Lungfiel und gibt seinem Kollegen Olaf Kroschel ein Zeichen zur Vollbremsung - "dann wird es echt gefährlich."

Gefährlich kann es aber auch beim Ein- und Aussteigen werden. Daher wird im Vorfeld der Testfahrt den Kindern und Eltern ein Video über die wichtigsten Regeln gezeigt. "Das ist wichtig, um auch den Eltern zu zeigen, was die Kinder beachten sollen", sagt Polizeihauptmeister Bernd Krümmling. "Denn Kinder schauen immer ab. Bei den Eltern, bei den Großeltern, im nahen Umfeld. Daher kommt genau diesen auch eine wichtige Verantwortung zu." Das unterstreicht auch die Lehrerin Birgit Heise. "Es ist wichtig, dass man den Kindern schon zu Hause zeigt: So verhalte ich mich im Bus."

Das sehen auch die Eltern der Erstklässler so, obwohl ihnen bei dem Gedanken, ihr Kind ab Montag in die Obhut der Busfahrer zu geben, etwas mulmig ist. "Natürlich hat man ein komisches Gefühl, wenn das Kind das erste Mal alleine losgeht", sagt Kathleen Mohnicke, deren Tochter Finja ab Montag zur Schule geht. "Aber die ersten paar Tage werden wir unser Kind begleiten."

Von Marcel Jarjour

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