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Ein Unterstand für Busfahrgäste fehlt

Neuruppin Ein Unterstand für Busfahrgäste fehlt

Im wahrsten Sinne im Regen stehen Busfahrgäste, die in der Neustädter Straße in Neuruppin auf den Bus warten. Denn dort gibt es keinen Unterstand. Dabei hat der Kreis einen extra Fördertopf für derartige Wünsche der Kommunen. Weil es aber kaum Anträge gibt, wird der Fördertopf mit immer weniger Geld gefüllt.

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Bisher ohne Unterstand: die Bushaltestelle am Baufachzentrum in Neuruppin.

Neuruppin. Kinogänger, die nach der Vorstellung im Neuruppiner Filmtheater wieder mit dem Bus nach Hause nach Bechlin, Wildberg oder Kyritz fahren wollen, stehen regelmäßig im Regen. Denn die Bushaltestelle in Höhe des Baufachzentrums in der Neustädter Straße hat kein Wartehäuschen – und damit gibt es auch kein Dach, dass vor Nässe schützt. „Dort stehen regelmäßig viele Leute, die Wind und Wetter ausgesetzt sind“, sagt Hartmut Pieper. Der Stadtverordnete (Einzelbewerber) findet, dass das kein Zustand ist, der länger geduldet werden sollte. Pieper will deshalb, dass die Stadt dort einen Unterstand errichtet, der die Fahrgäste vor Wetterunbilden schützt.

Baudezernent kennt den Fördertopf nicht

Das ist aber nicht ganz preiswert. Laut Neuruppins Baudezernent Arne Krohn kostet ein so genannter Fahrgastunterhalt 11 000 Euro. Allerdings müsste die Stadt gar nicht die gesamten Kosten tragen. „Der Landkreis würde bis zu 70 Prozent der Kosten übernehmen“, weiß Pieper. Damit würden für die Stadt lediglich 3300 Euro verbleiben. „Dieser Betrag wird sich doch noch im Haushalt finden“, hofft Pieper. Ob der Abgeordnete Recht behält, ist offen. Denn Baudezernent Krohn war dieser Fördertopf bislang nicht bekannt.

Mit dieser Unkenntnis scheint der Neuruppiner Vizebürgermeister nicht allein zu sein. „Wir haben sehr wenig Anträge von Gemeinden für den Bau von Buswendeschleifen und Bushaltestellen“, sagt Kreiskämmerer Arne Kröger. Allein im Jahr 2014 wurden knapp 130 000 Euro, die sich in diesem Fördertopf befanden, nicht genutzt, hieß es beim Rechnungsprüfungsausschus. Die Folge: Der Fördertopf wird mit immer weniger Geld gefüllt. In diesem Jahr stehen nur noch knapp 60 000 Euro zur Verfügung, von denen gut 43 600 Euro bereits abgerufen wurden. Für das nächste Jahr will der Kreis dann nur noch gut 15 000 Euro als Zuschüsse für Buswartehäuschen und Wendeschleifen zur Verfügung stellen.

Von Andreas Vogel

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