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Ein Viertel in neuem Licht

Neuruppin Ein Viertel in neuem Licht

Lichtdesigner von der Wismarer Hochschule waren bereits zum elften Mal in Neuruppin und verwandelten diesmal das Ensemble rund um das Rheinsberger Tor in ein architektonisches Lichtkunstwerk. Das Bahnhofsgebäude, die Stadtmauer und das Kulturhaus Stadtgarten erstrahlten in neuem Licht.

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Mehrere hundert Besucher entdeckten die alte Stadtmauer in neuem Licht.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Das Rheinsberger Tor als Verbindung zur großen weiten Welt – für die meisten Neuruppiner ist das wohl eine ganz neue Sichtweise, die ihnen am Wochenende die Studenten der Wismarer Hochschule vermittelten. Zu Beginn der vergangenen Woche waren die angehenden Licht-Designer aus 13 Ländern – darunter Jemen, Japan, Thailand, Norwegen, Türkei, Niederlande – in die Fontanestadt gekommen, um sich in der Praxis zu erproben und nach dreitägigem experimentellem Arbeiten ihre Ergebnisse zu präsentieren.

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Am Freitag Abend war es wieder soweit. Studentinnen und Studenten der Hochschule Wismar verzauberten ein Stück Neuruppin mit Licht, Feuer und Beleuchtungskörpern. Zum nunmehr 11. Workshop hatten sich die Lichtdesigner das Areal um das Rheinsberger Tor ausgesucht und hunderte Neuruppiner kamen und staunten.

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Der Bahnhof Rheinsberger Tor, die Stadtmauer und der Stadtgarten boten am Freitag einen märchenhaften Anblick. „So ein Projekt ist eine tolle Bereicherung für unsere Stadt, sagte der Baudezernent und stellvertretende Bürgermeister Arne Krohn am Freitagabend zur Begrüßung, bevor die Neuruppiner die Lichtkunstwerke bewundern konnten. „Schade dass ich nicht so viel Zeit hatte, an allen Tagen dabei zu sein.“

Es war bereits der elfte internationale Lichtworkshop in der Fontanestadt. „Mit dem Bahnhof als Tor zur Welt wollten wir an unsere zehnjährige Projektarbeit erinnern“, sagte Dozent Michael Rohde. Begonnen hatte alles 2006 – damals erlebten die Neuruppiner ihr altes Gymnasium und den Schulplatz im völlig neuen Licht. Seitdem kommen jährlich rund 20 Studenten aus 17 Ländern in die Stadt, um mit viel Fantasie und ungewöhnlichen Materialien Architektur in Lichtkunstwerke zu verwandeln. „So entstehen spannende Neuinterpretationen von Gebäuden, die sie sicherlich alle gut kennen, die sie aber noch nie so gesehen haben“, sagte der Lichtplaner.

Ideen anhand von Lageplänen und Grundrissen

Seit Mitte September haben sich die Studenten mit ihrem Professor auf den Workshop vorbereitet. Michael Rohde hatte bereits im Sommer Fotos gemacht. Er erklärte den Teilnehmern die Bedingungen und geschichtlichen Hintergründe. Anhand von Lageplänen und Grundrissen entstanden erste Ideen, so dass die notwendige LED-Technik bestellt werden konnte. „Seit unserem ersten Workshop hat sich viel geändert, die Technik bietet viel mehr Möglichkeiten zu niedrigeren Preisen“, sagte der Dozent. Doch der Teufel steckt im Detail und so mussten die Studenten vor Ort noch ausgiebig tüfteln und improvisieren. „Es ist schon ein relativ hoher Aufwand für einen Abend“, sagte Rohde. „Aber ich bin immer wieder fasziniert, was man aus jedem Projekt an neuen Inspirationen mitnehmen kann.“

Das erstaunte auch die Neuruppiner, die am Abend rund um den kleinen Bahnhof flanierten. Sie bewunderten die aus Kunststofflöffeln zusammengesetzten artischockenähnlichen Hopfenblüten und die Leuchtschrift die am Imbisshäuschen und auf dem Pflaster die Besucher in 17 Sprachen begrüßte. Kleine, an Fäden aufgereihte LED-Lampen bildeten die ursprünglichen Bögen der Stadtmauer nach und am Turm des Bahnhofsgebäudes spiegelten sich die Wellen des Ruppiner Sees. Eine ausgeklügelte Konstruktion sorgte dafür, dass die Bewegung der Wellen, die von Wassertropfen aus Plastebechern verursacht wurden , schließlich auf der Wand sichtbar wurden. Lampions und erleuchtete Kunststoffflaschen verwandelten Bäume in romantische Gebilde. Schwedenfeuer, Glühlampen und an eine Fassade projizierte Blitze stellten die Entwicklung des Lichts von der Natur bis zur elektrischen Beleuchtung dar.

Von Cornelia Felsch

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