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Ostprignitz-Ruppin Ein ganzes Dorf baut sich ein Haus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ein ganzes Dorf baut sich ein Haus
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05:17 27.02.2018
Die alten Asbestplatten des Dachs werden gerade durch moderne Blechplatten ersetzt. Quelle: Peter Geisler
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Wuthenow

Die ersten Blechplatten sind montiert. So langsam nimmt das neue Dach auf dem künftigen Dorfgemeinschaftshaus von Wuthenow Form an. In einer Woche soll das Dach so gut wie komplett sein. Wuthenows Ortsvorsteher Axel Noelte wirkt noch skeptisch, ob wirklich alles so schnell geht. Aber die Firma hat es versprochen.

Das Dach bekommen die Wuthenower quasi gratis. Der Verein Dorfgemeinschaft Wuthenow, der das Haus umbauen und betreiben will, hat dafür einen Investor gefunden. Der Verein erlaubt dem Unternehmen, auf dem Dorfgemeinschaftshaus Solaranlagen zu betreiben.

Im Gegenzug saniert die Firma die Dachflächen unter den Solarpaneelen mit. Die Solaranlagen sollen 20 Jahre laufen – die Investoren garantieren, dass das neue Dach wenigstens zehn Jahre länger hält.

Das alte Verwaltungsgebäude der Agrargesellschaft ist inzwischen rundum eingerüstet. Quelle: Peter Geisler

Von außen ist inzwischen unübersehbar, dass sich am ehemaligen Verwaltungsgebäude der Agrargesellschaft endlich etwas tut. Innen sieht es bisher kaum nach Baustelle aus. „Wir sind noch nicht so weit, wie wir eigentlich sein wollten“, räumte Ortsvorsteher und Vereinschef Axel Noelte am Mittwoch im Ortsbeirat ein. Ein Grund: Um umbauen zu können, müssen die Räume ausgeräumt werden. Besser: Axel Noelte müsste sie leerräumen.

Allerdings kann sich der langjährige Chef des Agarbetriebes nur schwer von den Akten trennen, die sich seit Jahrzehnten angesammelt haben. So schaut er sich fast jedes Blatt einzeln an, ob es nicht wichtige Informationen zur Entwicklung des Dorfes oder der Landwirtschaft enthält. Schade, wenn wertvolle Dokumente im Reißwolf landen würden. Nachteil dieser Art des Aufräumens: Sie dauert sehr lange.

Von Neuruppin gab es 150 000 Euro Zuschuss

Anfang März soll der Umbau im Inneren des Hauses endlich starten. Zuerst sind der bisherige Speiseraum und das angrenzende Büro dran, später die alten Toiletten. Was aus dem benachbarten Saal wird, ist noch unklar, dafür fehlt Geld. 2018 werden die Arbeiten am Saal nicht mehr beginnen, glaubt der Ortschef.

150 000 Euro hatten die Wu­thenower aus dem Topf des Ortsteilmanagements von der Stadt Neuruppin bekommen. 50 000 Euro davon hat der Verein für den Kauf des Grundstücks ausgegeben, bleiben noch 100 000 Euro für die Bauarbeiten. Der Umbau kann deshalb nur klappen, wenn viele Wuthenower mit anpacken.

Die Küche der Agrargesellschaft ist nach wie vor in Betrieb und soll es auch bleiben. Sie stammt noch aus tiefsten DDR-Zeiten und ist nach wie vor beliebt. 60 bis 80 Essen pro Tag müssen über den Tresen gehen, damit sie sich lohnt, sagt Noelte. Das klappt – aber nur, wenn die Küche in der Bauzeit nicht schließen muss und Kunden vielleicht in andere Kantinen wechseln.

Von Reyk Grunow

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