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Ein kleines Dorf hat große Pläne

Lögow Ein kleines Dorf hat große Pläne

Lögow ist zwar ein kleines Dorf, hat dafür allerdings eine sehr aktive Kirchengemeinde. Diese sorgte nicht nur dafür, dass die alte Feldsteinkirche restauriert wurde und somit für kommende Generationen erhalten bleibt, sondern auch für ein reiches kulturelles Leben. Auch für dieses Jahr haben sich die Lögower wieder eine ganze Menge vorgenommen.

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Die mittelalterliche Feldsteinkirche ist nicht nur das geografische, sondern auch das kulturelle Herz des malerischen Dörfchens Lögow.

Quelle: André Reichel

Lögow. Winfried Langhof schaut im Dorf nach dem Rechten. Auf seiner kleinen Tour kommt der 58-jährige Ortsvorsteher am gepflegt wirkenden Lögower Friedhof vorbei. Beim Arbeitseinsatz im vergangenen Herbst ist dort das allermeiste bereits erledigt worden. „Trotzdem wollen wir noch einen kleinen Einsatz starten, wenn möglich noch vor Ostern“, sagte Winfried Langhof, der auch im Lögower Gemeindekirchenrat aktiv ist. Die Lögower Kirchengemeinde hat derzeit mehr als 100 Mitglieder. „So richtig aktiv sind davon allerdings nur eine Hand voll. Sie halten das Leben in der Gemeinde aufrecht“, merkt Winfried Langhof mit einem kritischen Unterton an.

Schon ist der engagierte Lögower am Gotteshaus angekommen. Vier Jahre lang hat hier Pfarrer Stephan Scheidacker von der Kanzel aus gepredigt. Ende Februar diesen Jahre ist er in den Ruhestand gegangen. Seine Nachfolgerin ist Pfarrerin Gundula Reinshagen.

Ortsvorsteher Winfried Langhof

Ortsvorsteher Winfried Langhof .

Quelle: André Reichel

Gottesdienste finden in Lögow nur alle paar Wochen statt, zuletzt am 12. März mit der Lektorin Christine Krieger. Den nächsten Gottesdienst wird es am Karfreitag mit der neuen Pfarrerin geben. Zur Hoffnungsgemeinde Lögow gehört auch noch das Nachbardorf Kantow und die Ortschaften Emilienhof, Dessow, Ganzer, Trieplatz und Blankenberg. Der Zusammenschluss dieser Orte zu einer Kirchengemeinde wurde vor zehn Jahren vollzogen.

Ein Mal im Monat tagt der Gemeindekirchenrat

Einmal im Monat trifft sich in aller Regel der Gemeindekirchenrat der Hoffnungsgemeinde, deren Vorsitzender seit Januar diesen Jahres der 62-jährige Jörg Mertens aus Trieplatz ist. Die nächste Sitzung findet am 27. April in Ganzer statt. Lögow ist am 1. Juni Treffpunkt des Gemeindekirchenrates. Besprochen werden bei diesen nichtöffentlichen Versammlungen Themen wie etwa aktuelle oder geplante Bauvorhaben. „Der Erhalt unserer der Kirchen hat bei uns einen hohen Stellenwert, denn sie ist das Erbe unserer Vorfahren und in vielerlei Hinsicht der Mittelpunkt unseren Dorfes“, sagt Winfried Langhof.

Mit Blick auf das Lögower Gotteshaus kann Winfried Langhof stolz auf das Erreichte sein. Der Feldsteinbau soll bereits Ende des 12. Jahrhundert errichtet worden sein. Im Jahr 2002 begannen dort umfassende Sanierungsarbeiten, zuerst wurde der Turm erneuert, dann das Dach und die Fassade. Letztlich wurde die Kirche auch im Inneren zu einem wahren Schmuckstück. Der barocke Kanzelaltar von 1636 erstrahlt seither in neuem Glanz und auch die Orgel aus dem 19. Jahrhundert wurde restauriert. Bei Gottesdiensten und anderen Gelegenheiten wird das Instrument von Robin Krieger gespielt. Der junge Lögower ist Organist in der Kirchengemeinde und auch darüber hinaus sehr aktiv. „Robin hat immer gute Ideen und macht bei allen erdenklichen Einsätzen mit“, lobt Winfried Langhof.

Blick in die Lögower Dorfkirche

Blick in die Lögower Dorfkirche.

Quelle: André Reichel

Noch in diesem Monat bekommen die Lögower Besuch von Eva-Maria Menard, der neuen Superintendentin des Kirchenkreises Prignitz, zu dem nun auch der Landkreis Ostprignitz-Ruppin gehört. Regelmäßig werden in Lögow Gemeindenachmittage organisiert. Diese finden einmal im Monat im Gemeinschaftshaus neben der Dorfkita statt. Der nächste Termin ist bereits am Mittwoch, 12. April, von 14 bis 16 Uhr. Traditionell wird es zur Eröffnung eine kleine Andacht geben und Kaffee und Kuchen gehört ebenfalls immer mit dazu. „Dort hinkommen kann jeder, die Veranstaltung ist nicht an irgendeine Konfession gebunden“, erklärt Winfried Langhof. Besonders gern aber besuchen traditionell die älteren Frauen des Dorfes die Gemeindenachmittage.

Nächster Themenabend am 20. April

Auch Themenabende bereichern das Gemeindeleben in Lögow. Diese finden ebenfalls einmal im Monat im Gemeinschaftshaus statt. Der nächste findet am Donnerstag, 20. April von 19 bis etwa 21 Uhr statt. Worüber dann genau gesprochen werden soll steht derzeit noch nicht fest. „Unsere bisherigen Themen kamen immer ganz gut bei den Leuten an“, sagt Winfried Langhof. Am Donnerstag, 1. Juni tritt der Chor „Querbeet“ aus Zühlen bei Rheinsberg in der Lögower Dorfkirche auf. Das Konzert beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei, jedoch wird um eine kleine Spende für den Chor gebeten.

Im Rahmen des Lutherjahres wollen die Lögower im Sommer nach Wittenberg fahren und sich dort unter anderen die Kirche ansehen, an dessen Pforte der weltberühmte Reformator vor 500 Jahren seine Thesen schlug. Zudem steht in diesem Jahr wieder ein Besuch bei der Partnergemeinde in Süddeutschland an. „Für beide Fahrten haben wir noch keinen genauen Termin festgelegt“, sagt Winfried Langhof. Im Herbst steht wieder eine große Putzaktion auf dem Friedhof an. Zur Adventszeit kommt der Wusterhausener Seniorenchor nach Lögow. „Zwei Stunden Musik zum Zuhören und Mitsingen steht dann auf dem Programm“, sagt Winfried Langhof.

Von André Reichel

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